Kurz verlinkt: Matthias Machnig und Karsten Rudolph: Die Neuvermessung der SPD

28. November 2009
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In den Kommentaren wurde ich auf die wirklich ausgezeichnete Analyse in den „Blättern” (Ausgabe 12/2009) von Matthias Machnig und Karsten Rudolph mit dem schönen Titel „Die Neuvermessung der SPD hingewiesen.

Machnig und Rudolph beleuchten die Krise der SPD aus einem weiteren Blickwinkel, und ziehen Vergleiche mit der frühen SPD der Bundesrepublik und der alten SPD der Weimarer Zeit. Die Politik der „Neuen Mitte” Willy Brandts findet Erwähnung, ebenso die generelle Krise der sozialdemokratischen Parteien Europas.

Aus der umfangreichen und kenntnisreichen Analyse schlussfolgern die Autoren, dass die SPD, bzw. die Sozialdemokratie allgemein, wieder ein Reformprojekt braucht, da die politische Linke nur mit konkreten Reformprojekten erfolgreich sein kann.

Karsten Rudolph ist Historiker, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und u.a. Autor von „Die sächsische Sozialdemokratie vom Kaiserreich zur Republik (18711923)”. Matthias Machnig ist Wirtschaftsminister in Thüringen und ehemaliger Koordinator der SPD-Wahlkampfzentrale „Kampa”.


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5 Responses to Kurz verlinkt: Matthias Machnig und Karsten Rudolph: Die Neuvermessung der SPD

  1. Till Westermayer on 28. November 2009 at 21:50

    Wundert es, wenn ich behaupte, dass es Parteien gibt, die diese Notwendigkeit eines tragenden Reformprojekts schon längst erkannt haben?

    • Christian Soeder on 28. November 2009 at 22:02

      Nuja; ich denke nicht, dass der „Green New Deal” ein solches Reformprojekt ist. Aber, richtig ist: mit der SPD zog und zieht nicht die neue Zeit. Daran muss gearbeitet werden.

  2. Markus on 29. November 2009 at 21:21

    Man könnte allerdings fragen, was in den Jahren der SPD-Regierungsbeteiligung der Münte-Intimus Matthias Machnig eigentlich gemacht hat.

  3. Kalle Kappner on 29. November 2009 at 22:18

    Ich beobachte zur Zeit, dass viele in der SPD begreifen, dass die „Mitte” nicht etwas ist, an das wir uns anpassen müssen, sondern etwas, über das wir wieder Definitionshoheit erhalten müssen.

    Das gefällt mir.

  4. nordstadt on 30. November 2009 at 08:42

    Lies:
    „Craxi machte aus dem PSI eine autoritär geführte Partei
    mit neoliberalem Programm, die die Konfrontation mit den Gewerkschaften
    suchte und deren Funktionäre sich als zeitgemäße Manager eines schlanken
    Staates mit engen Verbindungen zur Wirtschaft verstanden.” (S. 3 des oben verlinkten Artikels)
    Ersetze Craxi durch Schröder und PSI durch SPD.
    Heißt „Volkspartei” zu sein tatsächlich, dem BDI und Bertelsmann in den Allerwertesten zu kriechen?

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