Ypsilanti rehabilitiert: „BILD” schreibt über „Ypsilanti-Killer”

Kleiner Nachtrag zur Causa Ypsilanti und die Viererbande: mit dem heuti­gen Tag ist Andrea Ypsilanti in meinen Augen voll­stän­dig reha­bi­li­tiert. Wenn selbst die „BILD” (!) über den „neuen Job” bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung (!) für die „Ypsilanti-Killerin” Carmen Ewerts speku­liert, und dann am Ende noch berich­tet, was aus „den anderen Ypsilanti-Killern” wurde, dann weiß man: Ypsilanti ist nichts vorzu­wer­fen. Denn: die „BILD” ist nicht gerade als Ypsilanti-Freundin bekannt, oder als linkes Kampfblatt — im Gegenteil. Und wenn selbst dieses CDU-Hausorgan auf diese Weise berich­tet…

PS: Fast schon ein sympa­thi­scher Zug von Roland Koch, dass er sich um seine Helfershelfer kümmert.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

7 Gedanken zu „Ypsilanti rehabilitiert: „BILD” schreibt über „Ypsilanti-Killer”“

  1. Ich möchte so gern Sozialdemokrat sein, aber ich kann nicht. Das ist mir nach Lektüre dieses Beitrags wieder einmal klar gewor­den. Die schä­bige, sektie­re­ri­sche Art, in der die hessi­sche SPD mit ihren Abweichlern umge­gan­gen ist, scheint nicht bloß ein Ausrutscher gewesen zu sein, wenn Silke Tesch, als sei das ein Gnadenakt, „nur” mit einem Ämterverbot belegt wird und sie und die anderen noch immer als Roland Kochs Helfershelfer belei­digt werden. Davon wird sich die Partei so schnell nicht rein­wa­schen können: dass sie Menschen unter Druck gesetzt, gemobbt und bestraft hat dafür, dass sie das tun, was sie ihren Wählern verspro­chen haben. Bleibt unter euch, wenn ihr so etwas recht­fer­tigt!

  2. @Kalle Kappner: Das ist keine Rehabilitierung. Ypsilanti hat ihr Versprechen gegen­über den Wählern gebro­chen, die Abweichler nicht — ganz egal, was ihre „wahren Motive” waren. Das Buch von Volker Zastrow, auf das die von Ihnen erwähn­ten Artikel zurück­ge­hen, legt übri­gens recht über­zeu­gend dar, dass die Motive keines­wegs bei allen gleich waren.

  3. Mich wundert das mit der „Rehabilitierung” auch. Aber unter Genossen gilt als eigent­li­cher Fehler Ypsilantis wohl, dass sie nicht gewählt wurde.

  4. Ypsilanti hat das ja nicht aus Überzeugung gemacht, sondern weil sie bestimmte Wähler, die eben keine Zusammenarbeit mit der „Linken” wollten, trotz­dem auf ihre Seite ziehen wollte. Ohne diese Täuschung hätte sich viel­leicht das Problem gar nicht gestellt…

    1. Gut möglich, dass weniger Menschen die Hessen-SPD gewählt hätten, wäre im Vorfeld eine Koalition mit der Linken nicht ausge­schlos­sen worden; aber das ist nun wirk­lich reine Spekulation. ;)

Kommentare sind geschlossen.