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Klimaskeptiker” und andere Idioten

22. November 2009
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Kriminelle sind in die Server von Klimaforschern eingebrochen und debattieren munter über die dort gefundenen E-Mails und Dateien. Diese Kriminellen nennen sich „Klimaskeptiker”, womit gemeint ist, dass sie eine weltweite Verschwörung der Klimaforscher vermuten, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit zu täuschen und an Fördergelder der Staaten zu kommen. Der Klimawandel wird seitens dieser „Klimaskeptiker” bestritten.

Der interessierte Leser mag glauben, dass „Klimaskeptiker” vornehmlich unter US-Republikanern zu finden sind, und er hat damit nicht ganz Unrecht; was indessen bemerkenswert ist: auch deutsche „Liberale” sind bereit, sinnfrei gegen die „Klima-Verschwörung” zu hetzen und sich damit en passant von Wissenschaft und Aufklärung zu verabschieden.

Naturwissenschaftler sind entsetzt, wenn sie in Kontakt mit derlei „liberalen” Zeitgenossen geraten.

Erstaunen darf übrigens, dass in dieser „Klima-Verschwörung” der „ewige Jude” keine Rolle spielt, dem eigentlich in allen gängigen Verschwörungen ein Platz zugewiesen wird. Allerdings bleibt abzuwarten, wie lange das so bleibt.

PS: Ergänzend sei dabei auf das Blog „Primaklima” der „ScienceBlogs” als Hintergrundlektüre und ein Statement auf „RealClimate” verwiesen:

It’s obvious that the noise-generating components of the blogosphere will generate a lot of noise about this. but it’s important to remember that science doesn’t work because people are polite at all times. Gravity isn’t a useful theory because Newton was a nice person. QED isn’t powerful because Feynman was respectful of other people around him. Science works because different groups go about trying to find the best approximations of the truth, and are generally very competitive about that. That the same scientists can still all agree on the wording of an IPCC chapter for instance is thus even more remarkable.

PPS: Dass die „islamkritische” (lies: rechtsradikale) Website „pi-news.net” das Geschehen ebenfalls mit den markigen Worten „Hacker entlarven Klimalüge” aufgreift, spricht Bände. (Link auf „pi-net.net” mit anonym.to anonymisiert.)

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17 Responses to Klimaskeptiker” und andere Idioten

  1. Rayson on 22. November 2009 at 19:46

    Die Diktion verrät den Geist.

    • Christian Soeder on 22. November 2009 at 20:01

      Genau darum geht es im obigen Beitrag. Sehr richtig erkannt.

  2. Rayson on 22. November 2009 at 20:29

    Klar. „Idioten”, „hetzen”, „von Wissenschaft und Aufklärung verabschieden”, „der „ewige Jude“.

    Mannomann, so reagieren nur Fundis auf Häretiker. Du fandest wahrscheinlich auch den „Monitor”-Bericht großartig, von dem ich berichtet habe. Diese Reaktionen zeigen mir nur eins: Dass die Erzeugung einer Angst vor der „Klimakatastrophe” nicht nur eine tolle Möglichkeit ist, Forschungsgelder zu kassieren, sondern auch eine gegen die individuelle Freiheit gerichtete Politik durchzusetzen, die unter anderen Etiketten gescheitert ist.

    Ich zitiere mal Arnold Kling:

    The conclusion I draw from them [die E-Mails, R.] is that climate skeptics face a very hostile, er, climate when trying to speak up. The climate believers would say that this hostility is deserved. But I think that the net result of the emails is to put pressure on the believers going forward to make their case using more substance and less ad hominem and bullying.

    Dass letzteres nur ein frommer Wunsch war, zeigt dein Beitrag.

    • Christian Soeder on 22. November 2009 at 20:37

      Stimmt, der obige Beitrag ist polemisch. Ist Polemik mittlerweile nicht mehr erlaubt?

      Genau dieses Argumentationsstils „Man wird doch noch sagen dürfen” bedienen sich übrigens „Israelkritiker”. „Israelkritiker haben es in der deutschen Öffentlichkeit ungemein schwer …” Ist natürlich Unfug. „Israelkritiker” bekommen immer wieder Gehör, und sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen, und „Klimaskeptiker” dürfen ihre unwissenschaftlichen Thesen auch überall postulieren.

      Es ist eben eine klassische Verschwörungstheorie, zu behaupten, die internationale Gemeinschaft der Klimaforscher strebt in Kooperation mit „der Politik” an, durch „Klimawandel” Forschungsgelder abzustauben und eine Politik der Unfreiheit durchzusetzen. Das ist sowas von lachhaft, wie intelligente Menschen auf eine derart plumpe Verschwörungstheorie reinfallen — aber es glauben ja auch unglaublich viele Menschen, der Mensch sei noch nie auf dem Mond gewesen.

  3. Rayson on 22. November 2009 at 21:54

    Ist Polemik mittlerweile nicht mehr erlaubt?

    Es geht mir nicht darum, was erlaubt ist, sondern was ich beschissen finde.

    Dass du beliebte Sentenzen von Antisemiten heranziehst, um die persönliche Abqualifizierung von Andersdenkenden zu rechtfertigen, gehört zum Beispiel dazu.

    Was heißt „Verschwörungstheorie”? Ist es eine „Verschwörungstheorie”, wenn Leute behaupten, dass Zigarettenhersteller Einfluss auf für sie vorteilhafte Gesetzgebung nehmen? Ist es eine Verschwörungstheorie, wenn man erkennt, wie Politiker eine eigenartigerweise zum Kanon erhobene wissenschaftliche Hypothese dazu nutzen, um ihrem Regulierungswahn zu frönen?

    Wer vertritt wohl die absurdere Position? Derjenige, der behauptet, er wisse, wie bestimmte Dinge in 50 Jahren aussehen? Oder derjenige, der dieses Wissen bezweifelt?

    Wenn der Wald gestorben ist, was vor 25 Jahren als sichere Folge galt, wenn wir nicht dem technischen Fortschritt abschwören, was ist dann das grüne Zeuchs in meiner Umgebung?

    Ich sehe vor allem eins: Dass alle Stimmen, die Skepsis am Kanon äußern, mit lautem Geschrei und persönlichen Angriffen zum Schweigen gebracht werden sollen. Das ist wohl der „herrschaftsfreie Diskurs”. Dieses Gekeife kann ich mir nur mit zwei Dingen erklären: Entweder es sollen unlautere Interessen kaschiert werden, oder die betreffenden haben ihren kritischen Verstand an der Garderobe abgegeben.

    Übrigens auch nett der Link weiter oben: Dass die Beschaffung der Daten auf kriminelle Weise erfolgte, ist mit der Aufdeckung der Luxemburger Schwarzgeldkonten vor einiger Zeit sehr gut vergleichbar. Den Aufschrei von links muss ich damals wohl überhört haben.

    • Christian Soeder on 22. November 2009 at 22:05

      Ist es eine Verschwörungstheorie, wenn man erkennt, wie Politiker eine eigenartigerweise zum Kanon erhobene wissenschaftliche Hypothese dazu nutzen, um ihrem Regulierungswahn zu frönen?

      Der Klimawandel ist ungefähr so sehr eine Hypothese wie die Schwerkraft eine Hypothese ist. Eine ausführliche Übersicht über den Stand der Debatte liefert Wikipedia.

      Und ich finde es wirklich erschütternd, wie intelligente Menschen derart halbgaren Verschwörungstheorien auf den Leim gehen.

      Dass die Beschaffung der Daten auf kriminelle Weise erfolgte, ist mit der Aufdeckung der Luxemburger Schwarzgeldkonten vor einiger Zeit sehr gut vergleichbar.

      Das ist nur vergleichbar, wenn man das Handeln der Wissenschaftler als kriminell betrachtet. Willst Du echt so weit gehen? Wobei unter „Liberalen” Steuerhinterzug ja auch ein Menschenrecht ist, insofern…

  4. Rayson on 22. November 2009 at 23:08

    Der Klimawandel ist ungefähr so sehr eine Hypothese wie die Schwerkraft eine Hypothese ist.

    Sehr gewagt. Oder besser: Völlig daneben. Beim „Klimawandel” bzw.bei der „Klimakatastrophe” geht es nicht um etwas, das experimentell heute bereits zu untermauern ist, sondern was sich erst in vielen Jahren ereignen soll. Und die politischen Maßnahmen, die daraus abgeleitet werden, suggerieren eine Ursache-Wirkungs-Beziehung, die in Wirklichkeit gar nicht bekannt ist.

    Ich kann dazu wieder nur Vince Ebert empfehlen (ab 1:48 zum Thema, ab 4:22 mit interessanten Insights). Der Mann ist übrigens Physiker.

    Das ist nur vergleichbar, wenn man das Handeln der Wissenschaftler als kriminell betrachtet. Willst Du echt so weit gehen?

    I wo. Ich finde Gier ja auch nicht schlecht. Aber andersrum wird ein Schuh draus: Die Folgen der kriminellen Datenbeschaffung sind für die Betroffenen auch nicht „vergleichbar”. Aber es geht in beiden Fällen um die Aufdeckung von Skandalösem. Wobei die Folgen einer dem Glaubenssatz der Klimakatastrophe geopferten Politik für uns wahrscheinlich viel schlimmer sind als die nicht entrichteter Steuern.

    Wobei unter „Liberalen“ Steuerhinterzug ja auch ein Menschenrecht ist, insofern…

    Ja klar, das sage ich ja auch ständig. Falsche Schublade.

    • Christian Soeder on 22. November 2009 at 23:17

      Wobei die Folgen einer dem Glaubenssatz der Klimakatastrophe geopferten Politik für uns wahrscheinlich viel schlimmer sind als die nicht entrichteter Steuern.

      Das Schlimme ist ja: die negativen Folgen des Klimawandels werden nicht wir (= die westliche Welt) tragen, sondern erneut Afrika und Asien. Zynisch gesprochen: uns betrifft’s nicht wirklich, also machen wir auch nix…

  5. Rayson on 23. November 2009 at 00:19

    Das Schlimme ist ja: die negativen Folgen des Klimawandels werden nicht wir (= die westliche Welt) tragen, sondern erneut Afrika und Asien. Zynisch gesprochen: uns betrifft’s nicht wirklich, also machen wir auch nix…

    Wir „machen nix”? Sorry, der Kanon ist doch offizielle Politik. Man verarscht uns doppelt: Erst verkauft man uns eine umstrittene Hypothese als Wahrheit, die man nie nicht anzweifeln darf, und dann redet man uns ein, es würden sich irgendwelche Maßnahmen, mit denen hierzulande die individuelle Freiheit eingeschränkt wird, signifikant auf das Weltklima auswirken. Ersteres ist, wie gesagt, umstritten, und letzteres ist ganz simpel falsch. Die Argumentation der Klimagläubigen ist in Wirklichkeit eine viel indirektere, nämlich dass eine Askese Deutschlands die Welt, namentlich die hauptsächlich relevanten Spieler USA und China, zur angeblich erforderlichen Einkehr bewegen könne.

    Wenn wir soviel BIP für Symbolpolitik verschwenden können, muss es uns wirklich unglaublich gut gehen.

  6. nk on 25. November 2009 at 14:49

    Nehmen wir mal an, dass es eine ungewöhnliche Veränderung des Klimas gibt.

    Ob diese nun von Menschen verursacht ist oder nicht, sei dahin gestellt.

    Wieso soll es dann vernünftig sein, diese Klimaänderung zu verhindern (gesetzt, das wäre möglich). Wäre es nicht vernünftiger und freiheitlcher, sich an die Veränderung anzupassen, so wie sich die Menschheit bisher an alles angepasst hat ?

    Doch, das wäre es. Aber das würde natürlich nicht so eine moralisch hochwertige Begründung für allgemeine Gängelung liefern wie die offizielle Story.

  7. nk on 25. November 2009 at 14:55

    Übrigens gibt es beim grossen Satan eine ganz einleuchtende Hypothese zu der Herkunft der Daten :

    http://ef-magazin.de/2009/11/25/1674-climategate-in-norwich-wurden-keine-dateien-geklaut

    • Christian Soeder on 25. November 2009 at 18:44

      Oh, die Anti-Islam-Hetzer von PI/ef-online wieder. :)

  8. Rayson on 25. November 2009 at 20:38

    Man muss ef nicht mögen, aber mit PI haben die nun wirklich nichts zu tun, und als „Anti-Islam-Hetzer” kann man das Magazin auch nicht einstufen. Ich verstehe ja das Bedürfnis, die jeweils ungeliebten Meinungen in den „richtigen” Ecken unterzubringen, aber so entgeht einem dann doch viel von der Welt.

    • Christian Soeder on 26. November 2009 at 12:14

      ef” hat mit „PI” sehr viel zu tun. „ef” fungiert als Scharnier und gibt der „PI”-Hetze aus der Schmuddelecke einen Hauch von Seriosität.

  9. swienty on 12. Dezember 2009 at 17:31

    hallo
    wo ist denn das ozonloch geblieben und wann schickt man die grünen endlich in die arktis
    dann würden sie nicht gleich erfrieren und wir wären diese deppen endlich los und die greenpeace knaller gleich mit,dann hätten die eisbären endlich was zu fressen ‚naja das wäre ja tierquälerei der arme eisbär müsste dann den fetten fischer oder gabriel fressen.
    rettet die eisbären also 2 grad wärmer wurde weniger heizkosten bedeuten was wollen die arschlöcher eigendlich,vieleicht ist osama bin laden schuld nee oder Danke

  10. „ClimateGate“ = Unfug « Rot steht uns gut on 13. Dezember 2009 at 23:52

    […] und die Bewertung dieses Einbruchs durch „Liberale“ wurde hier schon berichtet. AP hat sich die Mühe gemacht, und die E-Mails haarklein analysiert: E-mails stolen from climate […]

  11. Oliver Müller on 26. Dezember 2011 at 16:53

    Die 20000 Sommer-Luxus-Durban-Touristen hätte man sich sparen können.

    Denn Klima-Wandel gab es schon immer………
    ….und wird es in den nächsten 4,6 Mrd Jahren auch geben!

    Nicht WIR sind es, die das Klima-manipulieren könnten – , nein, es sind einfachste, schon vor 88 Jahren erforschte Zusammenhänge.
    Die Milancovic-Zyklen, die 3 verschiedenen Kreiselbewegungen unserer Erde um die Sonne.
    Wen es interessiert, kann sich von der Uni Stuttgart die Klimazukunft audrucken lassen, klickst du hier:
    http://www.irs.uni-stuttgart.de/skript/GEO_neu/02%20Geophysik/11%20Kryosph%C3%A4re/07%20Milankovitch-Parameter%20und%20Pal%C3%A4oklima%20Eiszeit%20-%20Bahlburg%20+%20Breitkreuz%2004.jpg

    Und UPS, es wird KALT vorausgesagt, nein, berechnet, einfachste Mechanik des Kreisels mit Formeln, die schon Johannes Kepler, (Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Optiker und evangelischer Theologe) kannte!

    Im Jahre 1598
    ;-)

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