In einem Artikel für die „taz” fabulierte Simone Schmollack, Mitarbeiterin der Heinrich-Böll-Stiftung (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), über Oskar Lafontaines angebliches Verhältnis mit Sahra Wagenknecht. Seit klar wurde, dass Lafontaine sich wegen einer Krebs-Erkrankung temporär zurückgezogen hat, schweigt die „taz”. Ausführlich beleuchtet wird diese unschöne Geschichte von „Der Spiegelfechter” (steht der Partei „Die Linke” nahe) und von „Messitsch by Burns”.
Das Niveau der „taz” sinkt jedenfalls kontinuierlich. Dazu passt der mehr als skurrile Peniskampf mit „BILD”-Chef Kai Diekmann.
Weiterhin sei auf den hervorragenden Video-Kommentar von Hans-Ulrich Jörges beim „Stern” zu eben dieser Thematik verwiesen, der noch darüber hinaus geht und die Rufmord-Kampagnen im politischen Berlin thematisiert.
Er zeichnet Bodo Ramelow als möglichen Verantwortlichen für eben diesen versuchten Rufmord. Vor diesem Hintergrund wird hoffentlich auch den schärfsten Kritikern des schwarz-roten Bündnisses in Thüringen klar, dass Christoph Matschie die richtige Entscheidung getroffen hat. Mit Menschen wie Bodo Ramelow, die Parteifreunde derart hintergehen, kann man ganz offensichtlich nicht arbeiten.
Ich jedenfalls wünsche Oskar Lafontaine gute Besserung und baldige Genesung. Und ich bin mir sicher: wenn er irgendwann wieder zurück zur SPD finden sollte, dann ist das nicht zuletzt „Parteifreunden” wie Bodo Ramelow geschuldet.

aehm, ausgerechnet der stern — waren die das nicht, die das sogenannte verhältnis als erste ausgegraben haben? und was bodo ramelow betrifft: das interview wurde mit der lvz geführt als noch niemand wußte, an welcher Erkrankung er leidet. Ihm das jetzt in den Mund zu legen passt aber recht gut.
Prinzipiell sollte sich jede Partei ständig Gedanken darüber machen, wer wann welche Position übernehmen kann, übernehmen muss. Lafontaine ist nicht der einzige Grund für den Erfolg der Linkspartei…
Aber der singulär größte — er machte den unterschied zwischen 4,4 Prozent (2002) und 8,7 Prozent (2005), remember? Und wie man jetzt mit diesem Schatz umgeht, ist einfach würdelos — schlimm, gemessen an linken Maßstäben.
Es war nicht nur die taz, auch SPON hat kräftig mit gemischt. Was mich verwundert ist, dass die Springer-Blätter sich zurückgehalten haben. Aber vermutlich hat man dort auch nur auf den richtigen Moment gewartet.
Bodo Ramelow halte ich weiterhin für eine sehr integere Figur. Dass er — als Linken-Realo — ein Problem mit Lafontaines Anbandlung an Radikale hat ist schon lange bekannt. Und er hat auch schon einige male öffentlich den Äußerungen anderer Linksparteimitglieder widersprochen. Nichtsdestotrotz wird der Mann in der Linken noch eine Zukunft haben.
Im übrigen: Dass Ramelow und andere linke gezielt Falschinformationen gestreut hätten ist eine Spekulation. Ebenso wie die Gerüchte über Lafontaines angebliches Verhältnis. Fakten gibt es da keine, also keine vorschnellen Urteile!
SPON hat den Reigen eröffnet. Aber von SPON erwarte ich nichts mehr. Von der „taz” jedoch schon.
Und wie sich Bodo Ramelow umgehend nach Bekanntwerden der angeblichen Affäre in Stellung gebracht hat, das spricht Bände.
Ok — also wenn der gute Reformer gegen den bösen ‚Stalinisten’ LAfontaine stalinistische methoden anwendet — dann ist das irgendwie ok, weil er sich ja gegen Lafos ‚Anbandlungen mit em radikalen’ ausspricht… Der Zweck heiligt die Mittel, ja??? Merkt denn hier keiner wie hier die Wertungen vertauscht werden?
Im übrigen glaube ich wirklich nicht dass Ramelow dies mit betreibt. Aber die Argumentation hier lässt einem schon kalt den rücken runter laufen.
Ja, da muss ich dir recht geben. Ich hätte das von der guten alten taz auch nicht erwartet. Muss wohl der Einfluß Diekmann’s sein ;).
Der Aussage, dass das Niveau der taz sinkt, stimme ich zu. Leider gilt dasselbe für Soeders Niveau.
Da erscheint in der taz also ein Artikel, der sicher keine Glanzstunde des Journalismus ist. Darin geht es weniger wie behauptet darum, ob das Gerücht über das Techtelmechtel stimmt oder nicht, sondern um die Frage, wer warum ein Interesse haben könnte, das Thema hochzukochen. Es wird sogar ein Name genannt, anscheinend nicht der gewünschte, also wird der Artikel als „fabulieren” abgetan. Und noch schlimmer, es gibt anscheinend eine Verbindung der Autorin zu einer Stiftung, die einer Partei nahe steht, aber um den Leser nicht zu überfordern, schreibt man den Namen der Partei einfach direkt in Klammern dahinter. (Überflüssig die Frage, wie Soeder dem politischen Gegner als unseriös bezeichnet hätte, wenn der es gewagt hätte, von einer „Ebert-Stiftung (SPD)” zu schreiben).
Nun spekuliert ein anderer Journalist ebenso über das Warum und Wer hinter der ganzen Geschichte steckt, und anscheinend fällt hier der richtige Name, denn diese Spekulation über einen möglichen Verantwortlichen ist kein Fabulieren, sondern sogar hervorragend. Und so wird der mögliche Verantwortliche bereits zwei Sätze später zu jemand, der ohne Frage ganz offensichtlich Parteifreunde hintergeht, und rechtfertigt so nachträglich die Aktion eines eigenen Parteifreundes.
Würde ein CDU-Blogger solch Kausalketten aufbauen, würde Soeder genüsslich über paranoide Tendenzen schreiben. Und das zu Recht.
Da ich die Linkspartei hier schon scharf kritisiert habe, und Oskar Lafontaine ebenso, sehe ich die Vorwürfe mit großer Gelassenheit.
Soso. Nur was soll dieses Geschwurbel aussagen, dass du die Linke (welch Ironie, dass einer von dir als Beleg gegen die taz herangezogene Beiträge an dieser gerade kritisiert, dass sie die Linke ständig als Linkspartei bezeichne) konsequent kritisiert habest. Was hat das mit meiner Kritik zu tun? Die bestand nämlich darin, dass du genau das tust, was du selber verurteilst: Spekulationen von Journalisten unreflektiert als Wahrheit zu übernehmen, wenn sie dir gerade in den Kram passen. Und da ich dich nicht für so naiv halte, wie du dich in deinem Kommentar darzustellen versuchst, gehe ich davon aus, dass du genau weist, warum du darauf nicht eingehst.
Und wie gesagt, leider nehmen solch unterirdische Beiträge bei dir seit der Wahl zu. Schlechter Verlierer halt. Und eine umso bedauerliche Feststellung, da ich weder CDU noch FDP gewählt habe. Wäre ja besser, wenn einer von denen sich zum Depp machen würde.
Ich verstehe nicht so ganz, worauf Du hinaus willst; dass meine Beiträge hier nicht objektiv sind und auch nicht sein wollen, das ist doch klar?
Und was heißt „schlechter Verlierer”? Dass ich mich nicht über eine rechtsliberale Koalition freue, das ist doch ebenfalls klar?