Die SPD-Bundestagsfraktion hat eine Bilanz der letzten 4 Jahre veröffentlicht. Peter Struck: „Vier Jahre Große Koalition haben deutlich gezeigt: Wir Sozialdemokraten werden gebraucht in Deutschland. Wir sind der Motor in dieser Regierung. Wir haben den Mut zu entscheiden und wir verfügen bei unseren Entscheidungen über einen klaren Kompass. Unsere Handschrift in der Großen Koalition ist deutlich sichtbar. Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Besonders in der aktuellen Finanz– und Wirtschaftskrise haben wir mit unserem Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier die Richtung vorgegeben.”
Ich habe beide dazu gehörigen PDF-Dokumente bei Scribd hochgeladen, um sie so zugänglicher zu machen:
4 Jahre erfolgreiche Arbeit: Bilanz der SPD-Bundestagsfraktion 2005–2009:
[scribd id=22384674 key=key-1uq8aarb3or9xjyjy88q]
SPD-Bundestagsfraktion: Unsere Handschrift. Bilanz in 77 Stichworten. 2005–2009:
[scribd id=22384647 key=key-29w6pl7kpv305vea35jm]
Die Bilanz kann sich sehen lassen, finde ich.
7 Kommentare
Jubelperser unter sich oder: wie man in der SPD die Lage schönredet und weitermachen will wie bisher.
Du erwartest, dass ich mich hinstelle und erkläre, wir hätten alles falsch gemacht — richtig? Das wird nicht passieren.
Wie sieht denn für dich der „Neuanfang” (Vorwärts, November 2009) der gestrauchelten SPD aus? Es müssen doch wohl mehr als nur Kleinigkeiten gewesen sein, die dazu beigetragen haben, daß die SPD derart abgestürzt ist. Was Helmut Schmidt für die Grünen war, war Gerhard Schröder für die Linkspartei: Partei-„Mitbegründer”.
Gute Nacht, SPD! Eine linke Volkspartei bist du die längste Zeit gewesen. Aber vielleicht geschieht ja noch ein Wunder…
Ohne Oskar Lafontaine wäre die Linkspartei unbedeutend und würde an der 5-Prozent-Hürde knabbern. Das gehört auch zur Wahrheit dazu. Lafontaines Rückzug 1999 war nichts anderes als ein Verrat an der bundesdeutschen Linken.
@Christian: kann sein, dass Du recht hast.
Doch wo stünde die SPD, wenn sie LaFo (und weitere Zehntausende) nicht vergrault hätte?
Diesen „Dolchstoßpropaganda” solltest Du noch mal überdenken. Aus dem Frust heraus, naja. Sonst wirkt das etwas naiv, sorry ;-)
Die SPD im Funktionärs-Über– wie Mittelbau muss sich damit abfinden, sowohl bei den noch verbliebenen GenossInnen an der Basis als auch bei der neuen linken Volkspartei anders zu agieren als bisher. Z. B. Zuhören und diskutieren statt durchregieren und Basta!
(wobei ihr hier im Blog das ja schon macht– insofern mal einen herzlichen Dank)
„Aus welchen Quellen will sich die SPD auf ihrem Parteitag in Dresden erneuern? 1959 konnte man in SPD-Dokumenten noch den folgenden Satz lesen: Die kapitalistische Welt kann keine wirkliche Freiheit gewähren, „ohne sich selber und ihr Wesen aufzugeben.“ Doch diese Bemerkung stand im Stuttgarter Entwurf zum Godesberger Programm – und wurde gestrichen. Heute würde sie in der SPD vielleicht noch nicht einmal mehr verstanden„
von http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2009/46/spd-bad-godesberg-waldrich-dresdner-parteitag/print
Nicht die SPD hat Lafontaine vergrault, sondern Lafontaine hatte keine Lust mehr. Er war Bundesfinanzminister, er war Parteivorsitzender der größten Partei Deutschlands, er hatte großen Rückhalt in der Bevölkerung — daraus hätte er was machen können, ja müssen.
Also Lafo ist an allem schuld! Wenn Lafontaine so wichtig ist für die SPD — warum haben ihn die Genossen dann nicht mehr unterstützt gegenüber Schröder, der seine Versprechen gebrochen hatte?
Was man an Lafontaine im Zusammenhang mit seinem Rücktritt kritisieren kann, ist die Art und Weise, wie er das getan hat. Aber grundlos oder lustlos war das bestimmt nicht.
4 Trackbacks
RT @christiansoeder: [rotstehtunsgut] Bilanz der SPD-Bundestagsfraktion 2005–2009: Die SPD-Bundestagsfraktion hat ei.. http://bit.ly/UDmd2
Bilanz der SPD-Bundestagsfraktion 2005–2009: http://wp.me/pti5k-uW
RT @christiansoeder: Bilanz der SPD-Bundestagsfraktion 2005–2009: http://wp.me/pti5k-uW
[rotstehtunsgut] Bilanz der SPD-Bundestagsfraktion 2005–2009: Die SPD-Bundestagsfraktion hat ei.. http://bit.ly/UDmd2