Diese Anspielung konnte ich mir nicht verkneifen („Pro Milone“ ist eine Verteidigungsrede des altrömischen Staatsmannes, Redners und Philosphen Cicero für seinen Freund Milo). Wer von mir jetzt ein Stück klassischer, lateinischer Prosa erwartet, wird jedoch enttäuscht werden, ich möchte lediglich ein paar Gedanken über den gefühlt hundertsten Aufreger über Thilo Sarrazin loswerden. Mit seinem Interview in der Zeitschrift „Lettre International“ hat Thilo Sarrazin die Gemüter mal wieder erhitzt; eine Menge Druckerschwärze und etliche Pixel sind darüber schon ausgeschüttet worden (namentlich auch hier in diesem Blog). Die Forderungen gehen von Absetzung über Mobbingattacke bis zum Parteiausschluss. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Von anderen Seiten, mit denen weder ich noch Thilo Sarrazin uns gemein machen, Applaus. Ich versuche einmal, den Wust zu entwirren, der um das Interview gesponnen wurde, versuche, zu identifizieren, wo...
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