Wahlanalyse der Niedersachsen-SPD

26. Oktober 2009
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Eine in meinen Augen sehr gute Wahlanalyse liefert die Niedersachsen-SPD. Schonungslos, offen und ehrlich:

Das historische Tief der SPD vom 27. September ist kein plötzlicher Ein­bruch, sondern spiegelt einen langfristigen Abwärtstrend seit der gewonnen Bundestagswahl 1998 wieder: Seit 1999 hat die SPD viele Wahlen verloren, mehrfach im zweistelligen Bereich. Die Regierungs­mehrheiten in den wichtigen Bundesländern Niedersachsen (2003) und Nordrhein-Westfalen (2005) gingen verloren – ebenso wie bereits 1999 in Hessen, im Saarland und in Schleswig-Holstein (Sondersituation bei der Wahl von H. Simonis). Bei den Landtagswahlen 1999 in Hessen büßte die SPD 11, 1 Prozentpunkte ein. 2002 in Sachsen-Anhalt verbuchte die Landes-SPD ein Rekordminus von 15,9 Prozent. Spätestens mit den eklatanten Verlusten bei den Landtagswahlen in Niedersachsen (-14,5 Prozent), Hessen (-10,3 Prozent) und der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein (-12,9 Prozent) war die „Ergebniskrise“ der SPD in den westdeutschen Ländern angekommen.

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2 Responses to Wahlanalyse der Niedersachsen-SPD

  1. Kalle on 26. Oktober 2009 at 18:47

    Die beste Analyse, die ich bis jetzt gelesen habe.

    Eine Kommunikation unserer Reformen, die politische Projekte als alternativlos darstellt und in Sachzwanglogik argumentiert — ohne dabei die Menschen von unserem Weg zu überzeugen — scheitert.”

    • Christian Soeder on 26. Oktober 2009 at 18:51

      Ich meine, Sigmar Gabriels Handschrift zu erkennen. Wie ich schon einmal anmerkte: sein Buch „Links neu denken: Politik für die Mehrheit” ist wirklich ausgezeichnet. Er ist der richtige Mann für diese Situation.

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