Kabinett Merkel II in Zahlen

Gesamt: 16 (inkl. Merkel)
Frauen: 5 (inkl. Merkel)
Männer: 11
CDU: 8 (inkl. Merkel)
CSU: 3
FDP: 5
„Adel“: 3 2
Neue Länder: 2 1 (inkl. Merkel)
Jurist: 7
Migrationshintergrund: 1
Doppelname: 1
Über 60: 3
Über 50: 7 (inkl. Merkel)
Über 40: 4
Über 30: 2
Durchschnitt: 51,4

Quellen: SPON, Wikipedia.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

16 Gedanken zu „Kabinett Merkel II in Zahlen“

      1. Maizière ist meines Wissens „Landadel“. Bei von der Leyen habe ich nicht nachgeschaut, ich war mir aber sicher, sie sei „adlig“.

        Aber das ist nur eine Marginalie, oder meinst Du nicht? Die anderen Zahlen finde ich persönlich spannender.

        1. Es ist eine Marginalie, aber ich bin erstmal drüber gestolpert. Gerade bei so „schönen“ Zahlen muss das auch sauber recherchiert sein.

          Bei „von der Leyen“ kommt es darauf an, wie Ursula Albrechts Mann genau im Familiengeflecht der von-der-Leyens positioniert ist. Kann ich also nicht ganz ausschließen, sicher per se ist es nicht. Und bei Maiziere sehe ich nichts, was auf „Adel“ hindeutet. (Nehme an, er ist ungefähr so adlig wie Oskar La Fontaine).

          Spannender wäre eigentlich, wie viele Kabinettsmitglieder direkt oder indirekt an Firmen beteiligt sind … und welchen.

          Nee, aber du hast recht. Die Frauenquote, die selbst die 40%-SPD-Sollquotierung deutlich unterschreitet, das hohe Durchschnittsalter und vor allem die Parteien ;-) sind die wichtigeren Fakten.

    1. Als ob das wichtig wäre.
      Frau von der Leyen agiert ja nicht anders, weil ihr Mann einen besonders wohlklingenden Namen hat. Wenn bei ihr der familiäre Hintergrund eine Rolle bei ihrem schnellen Aufstieg gespielt haben sollte, dann doch wohl eher ihr Vater Ernst Albrecht.

  1. Der Frauenanteil dürfte in etwa der Frauenquote in den drei beteiligten Partein entsprechen, insofern sehe ich persönlich da keine Diskriminierung.

    Der Altersdurchschnitt von knapp über 50 (also nur knapp über der kommenden SPD-Führungsriege (Gabriel, Scholz, Steinmeier, Nahles) nach der „Verjüngungskur“) erscheint mir eher niedrig – hat da jemand Vergleichszahlen zur GroKo oder Rot-Grün? Zumal mit Rösler und Guttenberg, den beiden Nesthaken, relativ gestandene Politiker im Kabinett sind und nicht Quoten-Häschen a la Claudia Nolte (jung, weiblich, ostdeutsch).

    Ansonsten gingen die durch das gestiegene Gewicht in der Tigerente im Vergleich zur GroKo freigewordenen CDU-Posten an Merkel-Boys (Röttgen, Pofalla), die CDU-Strongmen (Wulf, Koch, Beust) blieben wie erwartet in ihren Ländern und lauern auf Angies Fehler.

    Interessant, dass Jung weitermachen darf. Hat die Hessen-CDU sonst niemanden anzubieten? (Aber als Prügelknabe hat er ja inzwischen Erfahrung, das dürfte bei den zu erwartenden Arbeitslosenzahlen von Vorteil sein)
    Ebenso, dass die FDP Außen UND Entwicklung bekommen hat.

    Der „Adel“ wurde übrigens 1918 abgeschafft und sollte ein Thema für Bunte-Leser bleiben. Es ziemt sich nicht für einen aufrechten Demokraten, einen unterschwelligen Klassismus gegen Menschen zu hegen, deren (Ur-)Großeltern vor 90 Jahren ihre letzten Rechtsprivilegien verloren haben. Genauso, wie man Scheidungen, Homosexualität, uneheliche Kinder oder Religionszugehörigkeit als das betrachten sollte, was sie sind – Privatangelegenheiten. Steinbrück oder Gysi hatten sicher bedeutendere Vorfahren als ein popeliger fränkischer Baron.

  2. Migrationshintergrund? Bis auf die Ossis haben doch alle schon immer in Deutschland gelebt. Natürlich außer dem weltgewandten Guttenberg. Die Privilegien des Adels sind meines Wissens doch ohnehin abgeschafft…

  3. @Politeia Hilton
    >Migrationshintergrund?
    :Ich glaube, damit ist Herr Rösler gemeint, der die ersten 9 Monate seines Lebens in Vietnam verbracht hat.

    >Bis auf die Ossis haben doch alle schon immer in Deutschland gelebt.
    :Die DDR war also kein Teil Deutschlands?

  4. Wer ist eigentlich der/die zweite Ossi? Herr de Maiziere ist es nicht. Der ist in Bonn geboren und hat in Münster und Freiburg studiert.

    Heiko von der Leyen (Ursulas Gatte) gehört übrigens nicht zum Teil der Familie, der zwischenzeitig mal adelig war. (Hirnabteilung irgendwo mal aufgeschnapptes unnützes Wissen das mich bei Jauch mal reich machen wird…)

  5. Grade mal kurz recherchiert: wenn es tatsächlich zwei aus den neuen Bundesländern wären, wäre es immerhin genau der seit 1998 geltende Standard. Mehr hat der Gerd auch nie an seiner Tafelrunde gehabt.

  6. Ganz schön diskriminierend, auf reinen Oberflächlichkeiten so rumzureiten. Sollten denn Menschen mit „adelig“ klingenden Namen von der Demokratie ausgeschlossen werden?

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