Wie die SPD wieder nach vorne kommen kann

9. Oktober 2009
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Genug der Lethargie. Wir sind am Boden, da wollen wir aber nicht bleiben. Deshalb einige Vorschläge, wie die SPD wieder eine breite Verankerung in der Gesellschaft erreichen kann:

  • Basisdemokratie durchgängig, bei Inhalten und bei Spitzenpersonal.
  • Schluss mit den Kungelrunden.
  • Transparenz wagen: Vorstandssitzungen per Stream ins Internet übertragen.
  • Konsequent und nachhaltig bloggen. Persönlichkeit ist Trumpf.
  • Offene Vorwahlen nach amerikanischem Vorbild.
  • Mitsprache der Bevölkerung in der Politik vor Ort.
  • Neue Medien (Facebook, YouTube) als Chance begreifen, nicht als notwendiges Übel.

Weitere Vorschläge und Kommentare?

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11 Responses to Wie die SPD wieder nach vorne kommen kann

  1. Kalle on 9. Oktober 2009 at 11:31

    Rhetorikkurs „Welche Worte benutze ich um nicht ständig Minderheiten zu beleidigen” für die Clements, Sarrazins und Schröders in der Partei ;).

  2. martin lindner on 9. Oktober 2009 at 11:52

    vor allem: die partei nach außen öffnen. „partei als eine plattform”, die gezielt wissen, meinungen und aktivitäten der bürgerInnen zu sozialdemokratischen schlüsselthemen sammelt und sichtbar macht. lokal/kommunal ebenso wie nach interessen. und das geht nur mit hilfe des internet. also bräuchten wir eine zuerst eine sozialdemokratische crowdsourcing-plattform, die jede/r vor ort sofort aufsetzen und benutzen kann. Diese sozi-software wird aus vorhanden modulen und funktionen bestehen, muss aber sehr sorgfältig designt werden: „Designing Communities With Software” (Joel Spolsky): Standardsoftware wie Facebook, mixxt usw. funktioniert dafür eher nicht. vielleicht sich orientieren an den gerade entstehenden „hyperlocal neighborhood applications”, besonders in GB auch mit konkreten politischen untertönen.

    • Christian Soeder on 9. Oktober 2009 at 12:09

      Klingt spannend; vielleicht auf Basis von BuddyPress?

  3. Jan on 9. Oktober 2009 at 12:13

    Liest sich sehr spannend — aber die Erfolgsaussichten, dass so Sachen wie durchgängige Basisdemokratie, Vorwahlen oder gar Liveübertragungen von Vorstandssitzungen auf Bundesebene wirklich demnächst kommen, traue ich der SPD ehrlichgesagt nicht zu.

    Du etwa, Christian? Wieviel Prozent davon ist (nachvollziehbares) Wunschdenken?

    • Christian Soeder on 9. Oktober 2009 at 12:15

      Das geht nicht von heute auf morgen. Völlig richtig. Wir haben aber auch genug Zeit. Ich rechne nicht damit, dass die SPD 2013 wieder in Regierungsverantwortung kommt.

    • Markus on 10. Oktober 2009 at 21:44

      Okay, die Sozis sind in den letzten Jahren ziemlich neben sich selbst gestanden (um es mal freundlich auszudrücken); aber ob die Westerwelle-FDP irgend etwas Konstruktives in Sachen Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zustande bringen wird, darf sehr bezweifelt werden. Man muß dabei aber parteiintern mit gutem Beispiel vorangehen.

      Im Moment sind die liberalen Steuersenkungsversprecher ja gerade dabei, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen, wenn man sich anhört, was Solms heute zum Thema Steuersenkungen gesagt hat. Natürlich ist es wahr, daß in wirtschaftlichen Krisenzeiten keine Spielräume dafür bestehen. Warum behauptet die FDP dies aber vor der Wahl?

  4. martin lindner on 9. Oktober 2009 at 12:18

    ich hab gerade ein konzept skizziert, weil mein kreisvorsitzender mich (karteileiche) wg. relaunch der homepage gefragt hat.

    ja, ich würde WP MU, buddypress und (vermutlich) P2 irgendwie zu kombinieren versuchen. ganz wichtig, glaube ich: GoogleMaps als haupt-interface nehmen (für „politische brennpunkte” und zugleich für lokale gruppen/kontakte). viel graswurzel-videos machen: mit leuten reden, 3minuten clips hochladen. (da gibts diese preiswerte us-wunderkamera, deren namen mir nicht einfällt). man könnte auch überlegen, wie man regiowikis irgendwie einbeziehen kann?

    das dann bündeln, ein paar templates designen. am besten zentral hosten. und dann die leute einfach machen lassen. jede gruppe von 35 leuten wäre dann schon genug, um das an einer stelle in gang zu setzen.

  5. martin lindner on 9. Oktober 2009 at 12:23

    genau, flip. jedem OV eine geben, und eine stelle, wo sie das hochladen können.und sie dann unter die leute schicken, nach draußen. mit ein paar guten trigger-fragen. kostet einen bruchteil der partei-PR, die man dafür ersatzlos streichen kann.

  6. martin lindner on 9. Oktober 2009 at 12:27

    Es sind schwierige Zeiten für die Zwischenhändler der Information. Allerorten kämpfen sie mit dem Umbruch: Die Musikindustrie ist seit Jahren in Schwierigkeiten; Verlage und Autoren hadern mit digitalen Publikationsmodellen – von der Krise der Printmedien ganz zu schweigen. Zum Kreis der Vermittler gehören auch die politischen Parteien. … Für [Parteien, aber auch Verwalzungsinstitutionen] gilt es, sich umzuorientieren: weg vom Bearbeiten der Inhalte hin zu Anbietern von Anwendungen der Inhaltsbearbeitung.” http://www.freitag.de/politik/0939-digitale-demokratie-internet-teilhabe-programme-parteien

    und ein paar links zum SPD2.0-thema (kennst du die meisten wohl eh):
    http://delicious.com/MicrolearningOrg/spd2.0_star5

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