Sarrazin II

Als kleiner Nachtrag zur Sarrazin-Thematik und der Behandlung in „liberalen“ Blogs, ein Kommentar eines „Freundes der Offenen Gesellschaft“:

Kramer schadet nicht Sarrazin. Der erhält offene Zustimmung selbst gestern Abend beim fröhlichen Umtrunk der gutbürgerlichen Gesamtelternvertretung unseres sozialliberalen Gymnasiums. Kramer schadet sich selbst. Und er untermeniert eine moralische Instanz, deren höchstes Gut gelegentlich auch Zurückhaltung gewesen wäre. Selbst der Zentralrat der Juden muß sich nicht immer und überall zu jedem Thema äußern.

In den Kommentaren ist direkt die richtige Erwiderung auf diesen Unsinn zu finden:

Aha. Und die Christendeutschen in Gestalt von euckenserbe legen nun fest, wann der Jude sich äußern darf, um seine moralische Instanz-haftigkeit nicht zu gefährden. Köstlich!

Muss man mehr sagen? Nein.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

4 Gedanken zu „Sarrazin II“

  1. Auszug aus meiner Replik auf o.a. Kommentar:

    4.Soweit mir bekannt ist der Zentralrat der Juden ein Zusammenschluß der in Deutschland beheimateten jüdischen Gemeinden und somit die Interessenvertretung dieser Gruppe. Ich habe größten Respekt vor den Persönlichkeiten, die in ihm versammelt sind und waren und kann dies insbesondere auch von Leuten wie Bubis sagen, die die Kraft gehabt haben, unter Deutschen zu leben.
    Wenn Kramer sich hier aber äußert, so ist es eine Unterstellung (gerade von Dir, köstlich) dass ich ihm das Recht abspreche, dies zu tun. Was mir als praktizierenden Atheisten übrigens nicht verbietet, die Äußerung an sich und ihren Inhalt zu kritisieren, die nur sehr weitläufig mit den Aufgaben des Zentralrates der Juden zu tun haben dürfte, die Interessen der Gemeinden auf Bundesebene zu vertreten.

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