Sarrazin II

9. Oktober 2009
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Als kleiner Nachtrag zur Sarrazin-Thematik und der Behandlung in „liberalen” Blogs, ein Kommentar eines „Freundes der Offenen Gesellschaft”:

Kramer schadet nicht Sarrazin. Der erhält offene Zustimmung selbst gestern Abend beim fröhlichen Umtrunk der gutbürgerlichen Gesamtelternvertretung unseres sozialliberalen Gymnasiums. Kramer schadet sich selbst. Und er untermeniert eine moralische Instanz, deren höchstes Gut gelegentlich auch Zurückhaltung gewesen wäre. Selbst der Zentralrat der Juden muß sich nicht immer und überall zu jedem Thema äußern.

In den Kommentaren ist direkt die richtige Erwiderung auf diesen Unsinn zu finden:

Aha. Und die Christendeutschen in Gestalt von euckenserbe legen nun fest, wann der Jude sich äußern darf, um seine moralische Instanz-haftigkeit nicht zu gefährden. Köstlich!

Muss man mehr sagen? Nein.


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4 Responses to Sarrazin II

  1. euckenserbe on 10. Oktober 2009 at 10:20

    Auszug aus meiner Replik auf o.a. Kommentar:

    4.Soweit mir bekannt ist der Zentralrat der Juden ein Zusammenschluß der in Deutschland beheimateten jüdischen Gemeinden und somit die Interessenvertretung dieser Gruppe. Ich habe größten Respekt vor den Persönlichkeiten, die in ihm versammelt sind und waren und kann dies insbesondere auch von Leuten wie Bubis sagen, die die Kraft gehabt haben, unter Deutschen zu leben.
    Wenn Kramer sich hier aber äußert, so ist es eine Unterstellung (gerade von Dir, köstlich) dass ich ihm das Recht abspreche, dies zu tun. Was mir als praktizierenden Atheisten übrigens nicht verbietet, die Äußerung an sich und ihren Inhalt zu kritisieren, die nur sehr weitläufig mit den Aufgaben des Zentralrates der Juden zu tun haben dürfte, die Interessen der Gemeinden auf Bundesebene zu vertreten.

    • Christian Soeder on 10. Oktober 2009 at 13:58

      Kritik an Kritik ist natürlich erlaubt. Kritik an der Kritik der Kritik aber auch.

  2. […] vorzogen. Das war auch in diesem Blog der Fall und auch wir bekamen die üblichen unsubstantiierten Beleidigungen an den Kopf geworfen. Dass diese Strategien des Abstreitens, Niederbrüllens und Wegdrückens […]

  3. […] “Sarrazin darf in der SPD bleiben” 15. März 2010 Christian Soeder Einen Kommentar hinterlassen Kommentare lesen Ich wollte nichts mehr zu Thilo Sarrazin schreiben. Aber nun gut. Ein abschließender Kommentar: für mich ist Sarrazin ein Rassist. Alan Posener sieht das wie ich. Einen schönen Hintergrundartikel zum Thema hatten wir hier auch. Ebenso eine Verteidigungsrede für Sarrazin. Und diverse Verweise auf andere Artikel. […]

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