Michels lustiges Kabinettratespiel (1)

Lustiges Spiel:

Jedes Mal wenn eine neue Koalition sich anschickt die nächste Bundesregierung zu stellen, ist es Zeit für das lustige Kabinettratespiel. Ziel dieses Spiels ist es die Ministerposten des nächs­ten Kabinetts möglichst gut den Parteien und Politikern zuzu­ord­nen, die diese besetz­ten werden. Es werden folgende Punkte verteilt: Je einen für die Richtige Anzahl an Ministerposten einer Partei. Ebenfalls einen Punkt erhält man für jedes Ministerium das man erfolg­reich einer Partei zuord­net. Gelingt es einem sogar die Person zu nennen, die ein bestimm­tes Ministerium führen wird, wird das mit fünf Punkten belohnt. Eine Liste der bishe­ri­gen Ressorts findet sich in der Wikipedia.

Ich bin dabei. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Ministerien beibe­hal­ten wird, da viele Befindlichkeiten zu versor­gen sind. Da die FDP im Wahlkampf nur über Steuern gespro­chen hat, wäre es aus FDP-Sicht absurd, nicht das Finanzministerium zu fordern. Dass Schäuble schon im Gespräch ist, macht klar: er wird’s vermut­lich nicht werden.

  1. Bundeskanzlerin — CDU — Merkel
  2. Auswärtiges Amt und Stellvertreter der Bundeskanzlerin — FDP — Westerwelle
  3. Inneres — CDU — Schäuble
  4. Justiz — FDP — Leutheussen-Schnarrenberger
  5. Finanzen — FDP — Solms
  6. Wirtschaft und Technologie — FDP — Brüderle
  7. Arbeit und Soziales — CDU — Pofalla
  8. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz — CSU — Aigner
  9. Verteidigung — CSU — Guttenberg
  10. Familie, Senioren, Frauen und Jugend — FDP — Koch-Mehrin/Pieper
  11. Gesundheit — CDU — Leyen
  12. Verkehr, Bau und Stadtentwicklung — CDU — Althaus
  13. Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit — CSU — Söder
  14. Bildung und Forschung — CDU — Müller (Saarland)
  15. Bundesminister für beson­dere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes — CDU — Maizière
  16. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung — CDU — Missfelder

Teilweise realis­tisch, teil­weise absurd. Man darf gespannt sein. Mit Außenministerium, Justiz, Finanzen und Wirtschaft hätten die Liberalen vier Kernministerien in ihrer Hand, dazu noch Familie — mehr dürfte nicht drin sein.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

4 Gedanken zu „Michels lustiges Kabinettratespiel (1)“

  1. Hi Christian, es stimmt nicht ganz, dass die FDP im Wahlkampf nur über Steuern gespro­chen hat…
    …ein für mich zentra­les Thema war die Innenpolitik (Schlagwort Überwachung).

    Ich bin auch der Meinung, dass der Westerwelle nicht unbe­dingt Aussenminister werden sollte, für den Job gibt’s andere, die besser dafür geeig­net wären. Die FDP ist mit innen­po­li­ti­schen Themen in den Wahlkampf gegan­gen, deshalb macht es m.E. auch Sinn, dass sie die innen­po­li­ti­schen Ämter anstre­ben.

    FDP-Finanzminister und FDP-Wirtschaftminister wäre schön; wirk­lich wichtig wäre ein FDP-Innenminister. Da sehe ich den Westerwelle. Mal sehen, was im Koalitionskampf raus­kommt.

  2. Moin Christian,

    glaube kaum, dass die FDP sowohl das Wirtschafts- als auch das Finanzministerium bekom­men wird. Ebenso wenig sehe ich Silvana Koch-Mehrin als Ministerin in Berlin.

    Doe FDP wird Zugeständnisse machen müssen. Die viel inter­es­san­tere Frage ist doch was die FDP durch­set­zen kann und wie hoch der poli­ti­sche Preis dafür sein wird.

    Schwarz-Gelb mag für viele ein poli­ti­sches Horrorszenario sein, aber es ist nicht der Untergang. Erst einmal abwar­ten was uns die Koalitionsverhandlungen bringen und dann werden wir wissen was uns die nächs­ten 4 Jahre erwar­ten wird…

    1. Mich persön­lich wird Schwarz-Gelb voraus­sicht­lich nicht wirk­lich betref­fen, da ich keine Kinder habe und jung und gesund bin. Wenn das libe­rale Bürgergeld und die Kopfpauschale aller­dings wirk­lich kommen sollten, wird es für viele Menschen bitter.

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