Jedes Mal wenn eine neue Koalition sich anschickt die nächste Bundesregierung zu stellen, ist es Zeit für das lustige Kabinettratespiel. Ziel dieses Spiels ist es die Ministerposten des nächsten Kabinetts möglichst gut den Parteien und Politikern zuzuordnen, die diese besetzten werden. Es werden folgende Punkte verteilt: Je einen für die Richtige Anzahl an Ministerposten einer Partei. Ebenfalls einen Punkt erhält man für jedes Ministerium das man erfolgreich einer Partei zuordnet. Gelingt es einem sogar die Person zu nennen, die ein bestimmtes Ministerium führen wird, wird das mit fünf Punkten belohnt. Eine Liste der bisherigen Ressorts findet sich in der Wikipedia.
Ich bin dabei. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Ministerien beibehalten wird, da viele Befindlichkeiten zu versorgen sind. Da die FDP im Wahlkampf nur über Steuern gesprochen hat, wäre es aus FDP-Sicht absurd, nicht das Finanzministerium zu fordern. Dass Schäuble schon im Gespräch ist, macht klar: er wird’s vermutlich nicht werden.
- Bundeskanzlerin — CDU — Merkel
- Auswärtiges Amt und Stellvertreter der Bundeskanzlerin — FDP — Westerwelle
- Inneres — CDU — Schäuble
- Justiz — FDP — Leutheussen-Schnarrenberger
- Finanzen — FDP — Solms
- Wirtschaft und Technologie — FDP — Brüderle
- Arbeit und Soziales — CDU — Pofalla
- Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz — CSU — Aigner
- Verteidigung — CSU — Guttenberg
- Familie, Senioren, Frauen und Jugend — FDP — Koch-Mehrin/Pieper
- Gesundheit — CDU — Leyen
- Verkehr, Bau und Stadtentwicklung — CDU — Althaus
- Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit — CSU — Söder
- Bildung und Forschung — CDU — Müller (Saarland)
- Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes — CDU — Maizière
- Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung — CDU — Missfelder
Teilweise realistisch, teilweise absurd. Man darf gespannt sein. Mit Außenministerium, Justiz, Finanzen und Wirtschaft hätten die Liberalen vier Kernministerien in ihrer Hand, dazu noch Familie — mehr dürfte nicht drin sein.


Hi Christian, es stimmt nicht ganz, dass die FDP im Wahlkampf nur über Steuern gesprochen hat…
…ein für mich zentrales Thema war die Innenpolitik (Schlagwort Überwachung).
Ich bin auch der Meinung, dass der Westerwelle nicht unbedingt Aussenminister werden sollte, für den Job gibt’s andere, die besser dafür geeignet wären. Die FDP ist mit innenpolitischen Themen in den Wahlkampf gegangen, deshalb macht es m.E. auch Sinn, dass sie die innenpolitischen Ämter anstreben.
FDP-Finanzminister und FDP-Wirtschaftminister wäre schön; wirklich wichtig wäre ein FDP-Innenminister. Da sehe ich den Westerwelle. Mal sehen, was im Koalitionskampf rauskommt.
Moin Christian,
glaube kaum, dass die FDP sowohl das Wirtschafts– als auch das Finanzministerium bekommen wird. Ebenso wenig sehe ich Silvana Koch-Mehrin als Ministerin in Berlin.
Doe FDP wird Zugeständnisse machen müssen. Die viel interessantere Frage ist doch was die FDP durchsetzen kann und wie hoch der politische Preis dafür sein wird.
Schwarz-Gelb mag für viele ein politisches Horrorszenario sein, aber es ist nicht der Untergang. Erst einmal abwarten was uns die Koalitionsverhandlungen bringen und dann werden wir wissen was uns die nächsten 4 Jahre erwarten wird…
Mich persönlich wird Schwarz-Gelb voraussichtlich nicht wirklich betreffen, da ich keine Kinder habe und jung und gesund bin. Wenn das liberale Bürgergeld und die Kopfpauschale allerdings wirklich kommen sollten, wird es für viele Menschen bitter.
[…] Christian Söder: 3 – 9 – 25: 38 […]