Artikel, die mit „Was sich jetzt ändern muss” beginnen, haben in den letzten Tagen einen dermaßen starken Zuwachs, dass ich einfach nicht umhin komme, auch meinen Senf dazu abzuliefern. Dabei möchte ich mal den Artikel von unserem Hofkritiker Franz Walter aus dem SPON aufgreifen, weil dort meines Erachtens ein wesentlicher Punkt genannt wird: innerparteiliche Demokratie. „Wie wichtig war Müntefering überhaupt (s)eine demokratische Partei? Zuvorderst ging es ihm um Disziplin und Geschlossenheit. Er war nahezu die Kontrastfigur zu Willy Brandt, welcher auf die Fähigkeiten von Mitgliedern und Funktionären setzte, ihnen Raum ließ, sie zur Selbstinitiative ermunterte. Müntefering und — vielleicht mehr noch — sein engeres Umfeld betrachteten die Sozialdemokratie eher wie eine Kompanie, zentralisierten die Entscheidungen, verlangten Gehorsam und Gefolgschaft. Eigeninitiative, die sich der Kontrolle entzog, stieß sofort auf das...

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