Kurz verlinkt: Querfront-Maischberger

Bei der letzten Maischberger-Sendung waren anwe­send: Ingo Appelt als loyaler SPD-Anhänger, übri­gens überaus sympa­thisch, Barbara Rütting als wirre Grüne, die bei den Grünen wegen Fischmord ausge­tre­ten ist und nun die Tierschutz-Partei wählt, Sky du Mont als reicher FDP-Schnösel, Günter Wallraff als Linkspartei-Unterstützer, Hans-Hermann Tiedje als FDP-wählen­der Hardcore-Konservativer. Und ein gewis­ser Dominik Storr als „beken­nen­der Nichtwähler”. Über diesen Dominik Storr berich­tet kotzboy.com überaus ausführ­lich. Man fragt sich: wieso wird Verschwörungstheoretikern beim ZDF ein Forum gegegen? Ich vermute: weil sich im Vorfeld niemand einge­hend über die Person Dominik Storr infor­miert hat. Ein Nichtwähler musste her, und zwar möglichst einer, der ganze Sätze formu­lie­ren kann. Böser Fehler. Recherche tut eben not.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

6 Gedanken zu „Kurz verlinkt: Querfront-Maischberger“

  1. Warum wird Herr RA Storr hier difa­miert?

    Auch ich bin Nichtwähler; hier mein abge­ge­be­ner Wahlzettel:

    „Hamburg im September 2009

    Bundestagswahl am 27. September 2009

    Jedem Bürger dieses Landes wird in der Verfassung das Recht zu Teilnahme an gehei­men Wahlen zuge­si­chert; dieses Recht bedeu­tet für mich eine Pflicht zur Teilnahme. Demokratisch und frei sollen Bürger darüber entschei­den, wer ihre Geschicke in den kommen­den Jahren bestimmt – sie sollen bestim­men, wem sie vertrauen.

    Vor diesem Hintergrund habe ich in den letzten Monaten mich um Informationen bemüht. Ich habe Kandidaten, poli­ti­sche Organisationen und Institutionen ange­schrie­ben; ich habe sie um Stellungnahmen zu aktu­el­len Fragen gebeten. Letztlich möchte ich gerne wissen, wes Geistes Kind ich vertrauen soll.

    Das Ergebnis meiner Aktionen ist nieder­schmet­ternd: sehr selten wurde auf meine Fragen einge­gan­gen. Überwiegen gingen Antworten (wenn über­haupt) nicht über die Zusendung von Partei- und Wahlprogrammen hinaus. Besonders hervor­ge­tan hat sich hier die CDU: weder auf lokaler noch auf Bundesebene hat man mir auch nur eine Antwort gegeben. Schade! Wo ist die viel­fach propa­gierte Bürgernähe?

    Folglich komme ich zu dem Schluss, dass keine Partei und kein Kandidat meine Stimme erhält. Als Begründung zitier ich aus einem nicht voll­ende­ten Traktat:

    „Ich komme bei meinen Überlegungen zu dem Ergebnis, dass Deutschland heute keine Demokratie mehr ist sondern eine Oligarchie (= Herrschaft einer relativ kleinen Gruppe). Das Wahlsystem mag zwar noch an eine Demokratie erin­nern; ich sehe es zur Zeit jedoch als einen Legitimationsversuch des Machtanspruches der Parteien und deren Führer. Es dient nicht der Beteiligung des Souveräns an poli­ti­schen Entscheidungen. Die Parteien können nach eigenem Gutdünken unkon­trol­liert – bestärkt durch das Grundgesetz – schal­ten und walten.Wir befin­den uns in einer post-demo­kra­ti­schen Ära, in der das Einverständnis des Souveräns ge- und verkauft, produ­ziert und mani­pu­liert werden kann. Alles, was von einer Demokratie noch übrig bleibt, ist die pompöse Kulisse symbol­träch­ti­ger Gesten.“

    Sollten es Menschen geben, die mich vom Gegenteil über­zeu­gen können und wollen, sind sie gerne hierzu einge­la­den. Ich verste­cke mich nicht in der Anonymität einer gehei­men Wahl.

    Heinz W. Bartels
    (Im Original volle Anschrift)

    Ähnlich sah er auch bei der Europawahl aus. NULL Reaktion! Wo bleibt die viel geprie­se­nen Bürgernähe der Genossen?

    1. Lieber Herr Bartels, treten Sie in die SPD ein, über­zeu­gen Sie andere davon, eben­falls einzu­tre­ten, bringen Sie ihre Ansichten und Ideen ein. Die SPD ist keine geschlos­sene Veranstaltung, sondern eine Partei, die für alle Demokratinnen und Demokraten offen ist.

  2. Lieber Herr Soeder!
    Ihre schnelle Werbebotschft ehrt Sie. Bevor ich in die SPD eintrete muss noch viel Wasser die Elbe herun­ter­flies­sen: Besonders muss hier Herr Scholz als desi­gnier­ter Vorsitzender der SPD in Hamburg einmal seine Bürgernähe demons­trie­ren und auf Zuschriften zu sozie­len Problemen über­haupt antwor­ten, ob positiv oder negativ für den Absender.
    Auch sollten einmal die von der Öffentlichkeit offen­sicht­lich nicht wahr­ge­nom­me­nen Vorgänge um Herrn Schröder, pp aufge­klärt werden (Jürgen Roth, Der Deutschland Clan); Danach will ich gerne darüber nach­den­ken.

    Grüsse

  3. Das ist gut gekon­tert, Herr Soeder!

    Noch aber haben in mir die Gedanken zu einer nicht mehr vorhan­de­nen bürger­na­hen Demokratie und damit die zur einer (pazi­fis­ti­schen) Anarchie die Übermacht. Vertreiben Sie diese Gedanken!

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