Jamaika im Saarland, Jamaika im Bund?

Laut Zeit Online stehen die Zeichen im Saarland auf Schwarz-Gelb-Grün. Der Dampfer nach Jamaika legt also ab. Deshalb bin ich nach wie vor davon über­zeugt: wenn die Grünen die Chance bekom­men, Jamaika im Bund zu machen, dann wird das auch gemacht werden.

Deshalb gilt: SPD wählen, Schwarz-Gelb verhin­dern.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

14 Gedanken zu „Jamaika im Saarland, Jamaika im Bund?“

  1. Lassen wir mal aussen vor, dass gerade Deine Partei immer wieder betont, dass es einen grund­sätz­li­chen Unterschied zwischen der Länderebene und dem Bund gibt. Lassen wir auch mal aussen vor, dass die Grünen ausge­schlos­sen haben, auf Bundesebene eine Jamaika-Koalition einge­hen zu wollen.

    Da es für rot-grün ziem­lich sicher nicht reicht (falls doch, werde ich am Sonntag Abend unter Absingen der Internationalen öffent­lich Asche auf mein Haupt streuen und das Video bei youtube einstel­len), gibt es (wenn man der FDP auch mal glauben will) 3 Möglichkeiten:

    schwarz-gelb
    schwarz-gelb-grün
    schwarz-rot

    Irgendwie war mir die SPD in der jetzi­gen Koalition zu harmo­nie­süch­tig, in der Öffentlichkeit hat man zwar über den Koalitionspartner gepol­tert, bei Abstimmungen aber immer brav die Hand gehoben, wenn die Union das wollte (auch Frau Nahles). Auch in diesem Blog erzählt mir ein Herr Soeder immer wieder, wie staats­tra­gend die SPD doch sei und dass sie sich lieber verleugne, als Koalitionen platzen zu lassen :-)

    Am wenigs­ten schwarz bekommt man vermut­lich in einer Jamaika-Koalition, so dass ich dann vermut­lich eher grün wählen würde, wenn ich nicht sowieso schon gewählt hätte und wenn ich ein Korrektiv für schwarz-gelb wünschte (gut, dass auch die Grünen umfal­len hat man spätes­tens 1999 gesehen, aber irgend­wie fallen ausser der CDU alle um. Die FDP beim grossen Lauschangriff, die Grünen beim Kriegseinsatz in Jugoslawien und Afghanistan, die SPD beim Wahlrecht [um mal nur das letzte umfal­len zu nehmen]). Wenn man die CDU nicht mag (das eint uns wenigs­tens ein biss­chen), sie aber die stärkste Fraktion stellt, wähle ich das klei­nere Übel.

    Ich für meinen Teil versu­che ja die Stimmen der CDU zu verrin­gern, in dem ich in meinem Bekanntenkreis (Ba-Wü) das mit den Überhangmandaten und der Zweitstimme erkläre (da redet man sich echt den Mund fusse­lig). Das hilft übri­gens auch der SPD. Falls es für schwarz-gelb nicht reicht, ist der Abstand SPD-CDU kleiner und falls Herr Westerwelle umkip­pen sollte, ist die Mehrheit der Ampel grösser.

      1. da nich für. Ich hoffe bloss, ich muss nicht singen :-)

        Ich weiss nicht, wie es Dir geht, aber ich habe bei so vielen Menschen, die ich für poli­tisch inter­es­siert gehal­ten habe ein Unwissen bzgl. der Erst- und Zweitstimme fest­ge­stellt, von so etwas komple­xe­ren Sachen wie Überhangmandate oder nega­ti­vem Stimmgewicht ganz zu schwei­gen.
        Habe ich einfach nur den „falschen” Bekanntenkreis oder geht das anderen auch so?

        1. Erst- und Zweitstimme kapiert fast niemand. Die meisten Leute glauben, die Erststimme ist wich­ti­ger — heißt ja auch „Erststimme”. Die Bezeichnung ist schlicht­weg selten dämlich. Das Landtagswahl-Konzept wäre meiner Meinung nach weitaus sinn­vol­ler: eine Stimme, die Mehrheits- und Verhältniswahl zugleich ist.

  2. Landtagswahlkonzept? Also da gebe ich auch 2 Stimmen ab…

    Du kommst ja auch aus Niedersachsen. Uns in Baden-Württemberg reicht eine.
    (Wobei ich ehrli­cher­weise geste­hen muss, dass ich das Wahlrecht vor der Änderung erst im zweiten Anlauf verstan­den habe und das Wahlrecht nach der Änderung immer noch nicht so richtig).

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