Heute: beide Stimmen für die SPD!

Diesen Sonntag ist Bundestagswahl. Und eins ist klar: nur eine starke SPD verhin­dert den schwarz-gelben Kahlschlag.

Wir haben das bessere Programm. Wir haben einen Plan. Wir haben 8 konkrete Ziele. Und wir haben den besse­ren Kanzler: Frank-Walter Steinmeier.

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Deshalb: beide Stimmen für die SPD. Diesen Sonntag, in Ihrem Wahllokal.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

17 Gedanken zu „Heute: beide Stimmen für die SPD!“

  1. Das mit der „kosten­freien Bildung” finde ich span­nend, Lehrer- und Professorengehälter auf Null, oder wie?

    Und wie genau sieht der Plan der SPD aus, wie sicher­ge­stellt werden soll, dass „unsere Urenkel” eine Welt ohne Atommüll vorfin­den sollen? Was hat eigent­lich der Bundesumweltminister die letzten Jahre so dafür getan, dass eine Lösung für Atommüll gefun­den wird?

  2. danke für den link auf meinen blog (beim quer­fron­t/­maisch­ber­ger-artikel).
    ich habe soeben einen seelen­strip­tease veran­stal­tet, mich als verkapp­ten spd-heini entlarvt: http://kotzboy.com/?p=5099
    dennoch wähle ich die grünen. warum steht da in dem link.
    ich wünsche der spd trotz­dem viel glück.
    grüße, dissi

  3. Wäre „meine” SPD-Kandidatin und unser LiPa-Kandidat anders, dann bekäme sie auch meine Erststimme, so bleiben beide bei der Linken. Das „Wolfsgeheul”, falls der m. E. ebenso unbrauch­bare CDU-Mann direkt rein­kommt, wird bei mir nicht einset­zen. Mehr in meinem Blog (zweit­neu­es­ter und dritt­neu­es­ter Artikel).
    Klar, ohne SPD keine linke Mehrheit. Grüne und auch (die Masse der) LINKEn reden mit euch, geben euch ihre Erst-Stimme (wo es Sinn macht)- nehmt es als Vertrauensvorschuß- und ernst.

  4. Das Video ist ja die blanke Anti-Werbung. Umverteilung, Quotenfrauen, Klimareligion, Politphrasen von 1970 … wer soll das denn wählen? Erstaunlicherweise scheint die SPD trotz­dem weit mehr als 18 Prozent erreicht zu haben. Versteh einer den Wähler!

  5. Und vorbei. Und die Marktextremisten liegen bei fast 15 Prozent. Das trifft mich ultra­hart. Jedesmal, wenn einer von denen „soziale Marktwirtschaft“ sagt, ist das ein Stich in die Eingeweide. Obwohl ich Wahlkampf gegen die SPD gemacht habe (und das auch nicht bereue), fühle ich jetzt doch Trauer um sie. Ich hoffe ehrlich, dass sie die Kraft findet um sich zu erholen, aber auch, um sich zu erneu­ern. Das wird nur nicht mit den alten Herren gehen. Beim nächs­ten Mal gibt es immer­hin keine Überhangmandate; für keine Partei. Auch die nied­rige Wahlbeteiligung tut mir in der Seele weh. 27,5% Hoffnungslosigkeit.

    1. 27,5% Hoffnungslosigkeit — schön gesagt. Ist aber kein Wunder, wenn sich der Wähler nur noch zwischen sozia­lis­ti­schen Parteien verschie­de­ner Prägung und Intensität entschei­den kann und nicht eine einzige ernst­zu­neh­mende conser­va­tive, bürger­li­che Partei zur Wahl antritt. Ich verstehe auch das Gejammer hier nicht. Mit einer in der Sowjetunion, der Heimat aller fort­schritt­li­chen Werktätigen, gestähl­ten FDJ-Funktionärin im Kanzleramt müßte doch jeder aufrechte Sozi in abso­lu­ter Jubelstimmung sein.

  6. » Leopold:
    Interessante Frage. Spontan würde ich sagen: Wenn sie den Staat auf seine Kernaufgaben zurück­führt (Garantie der inneren und äußeren Sicherheit und Rechtspflege).

    Wenn sie das verfas­sungs­mä­ßig veran­kerte abso­lute und ausnahms­lose Verbot von Schulden öffent­li­cher Hände verficht — Geld darf unter allen Umständen nur dann ausge­ge­ben werden, wenn es da ist.

    Wenn sie den Bürger als mündi­gen Menschen behan­delt und nicht als poli­tisch korrekt zu erzie­hen­den Stimm- und Steuersklaven.

    Wenn sie einen Staat fordert, der dem Bürger dient, und nicht einen Bürger, der dem Staat dient.

    Eine Partei, die Kindergartenpflicht fordert, wie die CDU dies tut, ist nicht conser­va­tiv. Eine Partei, für die Staatsschulden eine Option sind, ist nicht conser­va­tiv. Eine Partei, die dafür sorgt, daß auch Leute, die nicht arbei­ten wollen, trotz­dem essen dürfen, ist nicht conser­va­tiv.

    Eine Partei, die am deut­schen Sonderweg der Schulpflicht in der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ausprägung fest­hält und Heimschüler (bzw. deren Eltern) krimi­na­li­siert, weil sie Angst hat, das Gleichschaltungsmonopol des Staates zu verlie­ren, ist nicht conser­va­tiv.

    Wer öffent­li­che Kinderbetreuung künst­lich forçiert (Ganztagsschulen, Kindergärten, Krippen) ist nicht conser­va­tiv.

    Eine Partei, die bei Abtreibung an Frauenrechte und nicht an Kinderrechte denkt, ist nicht conser­va­tiv. Wer bei der sog. Stiefkindadoption bei Homosexuellen an die Rechte der Homosexuellen und nicht an die Rechte der Kinder denkt, ist nicht conser­va­tiv.

    Und wer der Nation eine geschie­dene FDJ-Funktionärin als Kanzlerkandidatin vorsetzt, ist ganz, ganz bestimmt nicht conser­va­tiv.

    Wer die Vertragsfreiheit aushe­belt, ist nicht conser­va­tiv.

    Wer Gender Mainstreaming zum über­ge­ord­ne­ten Staatsziel erklärt, ist nicht conser­va­tiv.

    Das sind nur ein paar spon­tane Stichpunkte ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Aber wie links­ra­di­kal muß man eigent­lich sein, um nicht mehr wahr­zu­neh­men, daß die CDU eine durch und durch sozia­lis­ti­sche Gesellschaftspolitik macht?

    1. @Friederich

      „Spontan würde ich sagen: Wenn sie den Staat auf seine Kernaufgaben zurück­führt (Garantie der inneren und äußeren Sicherheit und Rechtspflege).“

      Sicherheit vor Übergriffen auf das Eigentum und die Gesundheit des Einzelnen und der Gemeinschaft; und derje­nige, der aus der Gemeinschaft ausge­sto­ßen wird oder sich selbst ausstößt, verliert sein Überlebensrecht. Der Staat befrie­digt also keines­falls die über­le­bens­not­wen­di­gen Bedürfnisse der Ausgestoßenen. Sei nett zu deinen Freunden und hart zu deinen Feinden.

      Kommunisten wird oft vorge­wor­fen, sie hätten ein verzerr­tes Menschenbild: ‚Der Mensch ist eigent­lich gut, muss aber Zeit seines Lebens erzogen werden, um nicht zu verder­ben.‘

      Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob sich deiner Ansicht nach der Staat die Mühe machen soll, den Menschen über­haupt zu erzie­hen. Jedenfalls scheinst du zu dem Schluss gekom­men zu sein, dass derje­nige, der verdor­ben ist, aus der Gemeinschaft endgül­tig entfernt werden muss. Wenn er nicht arbei­ten will, dann soll er verhun­gern. Und ich vermute, die Rechtspflege in einem Staat, der von einer konser­va­ti­ven Partei (im Friederichschen Sinne) geführt wird, folgt dem Vergeltungsprinzip.

      In einem solchen Staat kann Gerechtigkeit nur herr­schen, wenn (je)der Mensch jeder­zeit
      1) über einen freien Willen verfügt.

      2) glei­cher­ma­ßen konkur­renz­fä­hig ist.

      Und es muss jeder­zeit den Unterschied zwischen Nicht-Können und Nicht-Wollen im Leben eines jeden Menschen geben. Gerechtigkeit und Menschlichkeit haben im Friederichschen Weltbild nur eine geringe Schnittmenge. Missverstehe ich dich? Missinterpretiere ich dich? Fühl dich frei, deine Ansichten ins rechte Licht zu rücken, falls ich sie verscho­ben habe.

      Du schreibst außer­dem:
      „Wenn sie den Bürger als mündi­gen Menschen behan­delt und nicht als poli­tisch korrekt zu erzie­hen­den Stimm- und Steuersklaven.“

      Gibt es für dich einen Unterschied zwischen Mündigkeit und Mäuligkeit? Oder ist ein Mensch dann mündig, wenn er fähig ist, sich Informationen aus verschie­de­nen Quellen zu beschaf­fen, sie zu bewer­ten und logi­sche Schlüsse daraus zu ziehen, kurz gesagt, wenn er fähig ist, sich selbst eine Meinung zu bilden? Im Grunde müss­test du für eine direkte Demokratie sein, also z. B. für Volksabstimmungen. Wenn du aber nicht unter­schei­dest zwischen Mündigkeit und Mäuligkeit, könn­test du andere Maultiere gleich mitab­stim­men lassen. Außer es gibt noch andere Kriterien, die den Menschen zum Menschen machen. Was unter­schei­det den Menschen deiner Ansicht nach über­haupt in einer Weise vom Tier, die ihn schüt­zens­wert macht? (Ich will Gefühlsentscheidungen nicht gänz­lich herab­set­zen. Es heißt nicht umsonst ‚ohne Sinn und Verstand‘. Aber ich will verhin­dern, dass die stumpfe Klinge emotio­na­ler Entscheidungen unser Rechtssystem verstüm­melt.)

      „Eine Partei, die bei Abtreibung an Frauenrechte und nicht an Kinderrechte denkt, ist nicht conser­va­tiv.“

      Auch hier offen­barst du ein Menschenbild, das, wäre es Kunst, von so schlech­ter Qualität wäre, dass es, würde es auf dem Flohmarkt landen, dort zurecht für keine fünfzig Cent den Besitzer wech­seln würde. Und auch nur wegen des origi­nel­len Rahmens oder weil ein irrer Kuriositätensammler Gefallen daran findet.

      Auch hier die Fragen, um die sich alles zu drehen scheint: Was macht den Mensch zum Menschen? Warum muss er in beson­de­rem Maße geschützt werden? Meine Katze ist mensch­li­cher als der Embryo, den abzu­trei­ben in diesem Lande nicht unter Strafe gestellt ist. Warum? Weil sie leidens­fä­hi­ger ist. Was meine Katze von dem Embryo unter­schei­det, ist die Unmöglichkeit, sich zu etwas Anderem, Besseren oder Leidensfähigeren weiter­zu­ent­wi­ckeln. Die Chance des Embryos, zum Menschen heran­zu­rei­fen, ist theo­re­tisch gegeben. Aber keines­falls in einem Land, das von den Gletschern einer pseu­do­kon­ser­va­ti­ven Eiszeit über­zo­gen ist.

      „Wer bei der sog. Stiefkindadoption bei Homosexuellen an die Rechte der Homosexuellen und nicht an die Rechte der Kinder denkt, ist nicht conser­va­tiv.“

      Wer nicht an die Rechte der Kinder denkt, ist auch nicht liberal oder sozia­lis­tisch. Dass die Rechte der Kinder ins Hintertreffen geraten, wenn sie von Homosexuellen aufge­zo­gen werden, ist aber ein Märchen.

  7. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob sich deiner Ansicht nach der Staat die Mühe machen soll, den Menschen über­haupt zu erzie­hen. Jedenfalls scheinst du zu dem Schluss gekom­men zu sein, dass derje­nige, der verdor­ben ist, aus der Gemeinschaft endgül­tig entfernt werden muss. Wenn er nicht arbei­ten will, dann soll er verhun­gern.

    Das Gegenteil ist richtig. Nahrungsmangel als Konsequenz von Faulheit ist ja gerade eine Form von Erziehung. Wenn der Staat den Unwilligen genauso stützt wie den Unfähigen, dann ist er eben gerade nicht pädago­gisch — und übri­gens auch nicht gerecht.
    Es würde kaum einer verhun­gern. Mangel erzieht. Auch bin ich durch­aus nicht dafür, jeman­den »aus der Gesellschaft zu entfer­nen«. Allerdings entfer­nen sich manche selbst aus der Gesellschaft, indem sie beschlie­ßen, dieser weniger zu geben, als sie von ihr erwar­ten, und dann sollten sie auch nicht daran gehin­dert werden, die Konsequenzen dieser Entscheidung auszu­kos­ten — das wird die meisten auch zu einer Revision ihres Denkmodells bewegen.

    Gerechtigkeit und Menschlichkeit haben im Friederichschen Weltbild nur eine geringe Schnittmenge. Missverstehe ich dich? Missinterpretiere ich dich?

    Wohl beides. Ich sehe Gerechtigkeit und Menschlichkeit nicht als Antagonismen. Der Gerechte ist mensch­lich, auch wenn er unbe­quem ist.

    Wir werden hier nicht über­ein­kom­men. Vermutlich halten Sie es für mensch­lich, daß im letzten Jahrhundert in der west­li­chen Welt die Homosexualität entkri­mi­na­li­siert wurde, auch wenn in mittel­ba­rer, aber doch kausa­ler Folge Millionen Menschen an HIV verreckt sind. Conservative denken da mehr in Kategorien von Ursache und Wirkung, einige sollen sogar rechnen können.

    Meine Katze ist mensch­li­cher als der Embryo, den abzu­trei­ben in diesem Lande nicht unter Strafe gestellt ist. Warum? Weil sie leidens­fä­hi­ger ist.

    Weniger Ideologie treiben, mehr Biologie.

    1. „Weniger Ideologie treiben, mehr Biologie.“

      Genau! Lecker übri­gens. Welchen Wein würde der Herr denn dazu empfeh­len? Die Bilder sagen rein gar nichts über die Leidensfähigkeit der Embryonen im Vergleich zu nicht-mensch­li­chen Säugetieren aus.

      „Vermutlich halten Sie es für mensch­lich, daß im letzten Jahrhundert in der west­li­chen Welt die Homosexualität entkri­mi­na­li­siert wurde, auch wenn in mittel­ba­rer, aber doch kausa­ler Folge Millionen Menschen an HIV verreckt sind.“

      Ach Gottchen; nein, ich halte alles, was der Mensch denkt, tut und ist, für mensch­lich, also auch das, was man gemein­hin als unmensch­lich bezeich­net. Dennoch verwende ich den Begriff „Menschlichkeit“ so, wie es allge­mein üblich ist, um verständ­lich zu bleiben.

      Ich erspare es mir zu versu­chen, dich über HIV aufzu­klä­ren.

  8. @Friederich

    Müssen Z- und K-Taste bei dir nach­ge­füllt werden? Oder wünscht du dich ins Römische Reich zurück? Falls letz­te­res der Fall ist – soweit ich mich erin­nere, war es römi­schen Müttern erlaubt, ihre Kinder post­na­tal durch Wurf in den Tiber abzu­trei­ben, und zwar bis zum voll­ende­ten ersten Lebensjahr; kann aber auch ein Gerücht sein.

  9. Kyniker dann eben, wenn Sie wünschen. Ist übri­gens nicht römisch, sondern helle­nisch.

    Was die Tiber-Geschichte (ob nun wahr oder unwahr) angeht: Wir stehen, was die ideo­lo­gi­schen Grundlagen angeht, nur ganz knapp davor. Mit diesem »wir« meine ich die west­li­che Civilisation in einem ganz allge­mei­nen Sinne.

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