12 Gedanken zu „18 Gründe für die Piratenpartei“

  1. Die Piraten-Trolle finden es weniger lustig. Ist schon bezeich­nend. Kaum gibt es mal Gegenwind werden einige Leute aggres­siv.
    Dabei müssten doch gerade die Piraten mit sowas umgehen können. Sie haben doch die Netzkompetenz und müssten solche Satire „verste­hen”.

  2. Hehe. Tja wie bei Asterix der Gallier. Kaum wollen die Piraten voller Tatendrang entern, versen­ken sie vorher das eigene Schiff. Und weil mich so Antworten wie „die müssen ja Angst vor uns haben” auf sach­li­che Kritik von mir bekam sag ich:

    „Ihr seid Piraten? Ich bin Gallier!”

    Und jeder, der dem galli­schen Manifest zustim­men kann, darf’s mir gerne nachtun und sich zum Galliertum beken­nen.

  3. „Die Piraten-Trolle finden es weniger lustig.“

    Vielleicht deswe­gen, weil ihr nicht nur mit gespal­te­ner Zunge sprecht, sondern auch damit lacht? Oder weil die Löcher in eurem synthe­ti­schen Humor-Gewebe so groß sind wie die Gesäße eurer Ministerinnen? Man weiß es nicht.

    1. Leopold. Fefes Antiamerikanismus ist rassis­tisch. Genauso absto­ßend und fäkal sind seine sons­ti­gen Schwarz-Weiß-Bilder. Kennst du Karl Eduard von Schnitzler und seinen Schwarzen Kanal? — Zitat: „Der stin­kende, faulende, para­si­täre… Westen”

      Genau dasselbe betreibt Fefe.

      Und die kürzeste exis­tie­rende Zeiteinheit ist ein „blog.fef…” — Die Zeiteinheit die ich brauche, um beim Lesen der Adresszeile sofort das Computerfenster zu schlie­ßen.

      Synthetisch sind an mir viel­leicht meine Socken. Wenn du magst, kannst gerne mal an ihnen schnup­pern. Du magst ja auch an jeder rechten Mülltonne riechen. :p

  4. Lieber Leobold,

    warum genau beschimpfst du gerade die SPD und setzt die hier blog­gen­den Personen damit gleich? Wären wir dumpfe Parteisoldaten (ich kenn nirgends solche Menschen. Das ist eine Erfindung.) würden wir hier nicht bloggen. So eine offene Diskussionskultur — auch für die Konkurrenz einseh­bar ist für viele Parteien unge­wohnt. Du kannst dir sicher sein, dass nicht alle Leute das gerne sehen. Wir machen es trotz­dem, weil wir es für den rich­ti­gen Weg halten.
    Warum beziehst du in deine Argumentation die Gesäßgröße irgend­wel­cher Ministerinnen mit ein? Über den Gehalt viele FeFe Meldungen kann man disku­tie­ren. Auch die Tendenzen sind nicht immer „lecker”. Aber jeder liest es, weil viele News dabei sind. Aber verwechsle doch bitte nicht Fefe-Populismus mit echtem Informationsgehalt. Man kann sich auch aufhet­zen lassen durch ein Feed-Strom von nega­ti­ven Meldungen.

    Humor? Ja, ich habe bei einigen Punkten der 18 Sätze geschmun­zelt. Es bringt doch die Troll-Argumentation und viele Problematiken auf den Punkt. Es gibt eine Diskussion. Die Piraten zeigen sich hier leider nicht immer so souve­rän wie ich mir das wünschen würde. Genau deshalb habe ich das gepos­tet.
    Wo ist das Problem? Achja, könnte es daran liegen, dass die Meme-erfah­re­nen Piratenanhänger plötz­lich mal selbst Opfer sind? Zensursula war witzig, Piratenspott nicht? Damit muss man leben können.
    Die Beleidigungen gegen­über aktiven SPDlern, die gegen die Netzsperre gekämpft haben und eben verlo­ren haben, höre ich mir auch nicht mehr an. Aber klar, da geht das. Alles dumpfe Opfer, keine Ahnung, Idioten die noch bei einer Partei AUSSER den Piraten sind. Pah! Nur dumm, wenn irgend­ein Spaßvogel den Spieß mal umdreht. Du kommen­tierst diesen Gag, als ob das direkt von Müntefering kommt. Die böse SPD/GRÜNE-Verräter-Dings-Blödköpfe haben uns ange­grif­fen. Münte wars schon­mal nicht: DER BENUTZT EINE ADLERSCHREIBMASCHINE! Wenn auch nur aus Imagegründen.

    In wie fern spre­chen die Blogger hier mit gespal­te­ner Zunge? — Weil wir Punkte an den Piraten auch mal kriti­sie­ren? Oder weil wir dauernd versu­chen in der SPD etwas zu verän­dern? Weil wir nicht nur hier bloggen sondern im Anschluss auf Parteisitzungen erschei­nen und ergrau­ten Genossen die Netzsperre erklä­ren?

    Den Artikel aus dem Freitag habe ich gelesen. In der Tat glaube ich vieles was da steht. Warum? Weil einige der Gedanken zum Online-Wahlkampf sind UNS Bloggern hier auch gekom­men und diese wurden ja zum Teil auch geäu­ßert. Man muss diesen Artikel aber noch auf eine andere Weise lesen: Man kann dort lesen, wie schwer sich eine gewach­sene Partei, die so alt ist, mit der offenen Struktur des Internets tut. (Und nein — da es um keinen Personenwahlkampf geht, kann man das ganze Obama-zeugs nicht einfach über­neh­men.) Schließlich hat das auch Rückwirkungen. Normale Ortsvereinstreffen, Stammtische, Sitzungen ect. kommen heute schon kaum mehr im Gehechel der Politik nach. Erlebt jeder vor Ort oft genug. Aber nicht jeder hat die Zeit, die Nerven oder das Wissen, sich im Netz an Diskussionen und Meinungbildung zu betei­li­gen. Wie bringt man das zusam­men? Wie bekommt man die Balance hin, zwischen sowas wie einem beschlos­se­nen Parteiprogramm (ohne gehack­tes Wiki, so nur auf Papier), Regierungshandeln, Parteichef, „norma­ler” Basis und kleiner aber feinen Netzgemeinde? Die Piraten haben dieses Problem einfach nicht. Sie sind alle Online. Aber was mach ich mit meinem 65 Jährigen Gemeinderat, der seit 30 Jahren für die Partei rackert? Rauskicken? Hat ja kein Internet?
    Leute, Leute. Welche Arroganz scheint bei diesen Kommentaren durch. Welcher Hass — was für eine unde­mo­kra­ti­sche Einstellung. Wenn ich mir die Kommentare überall durch­lese, erkenne ich immer öfter Argumentationslinien, die bisher immer aus der rechts­ex­tre­men Ecke zu uns waber­ten (ja und links­ex­trem auch). Das macht mir Sorgen. Das nervt mich. Das kann ich nicht leiden. Und manch­mal, ja manch­mal, da lege ich sogar Wert auf gewisse Umgangsformen in den Comments.

  5. Hmmm, ich kann durch­aus Spaß vertra­gen.
    aber dieser „Spaß” oben beruht zu 80% darauf, Piraten als Nazis darzu­stel­len.
    Und das finde ich dann eben doch sehr daneben.
    Von den Piraten, die ich persön­lich kenne (das sind ca. 50), gibt es viele typi­sche Grüne, einige SPD-Abtrünnige und einige „Ganz-Linke”.
    Aber Nazis? Null.

    Einige Gags oben waren ja ganz gut.
    Aber ich glaube, auch keiner von Euch Bloggern hier möchte sich gern als Nazi darstel­len lassen.

    Wozu der ganze Kleinkrieg hier?
    Ich denke, SPD-Anhänger und Piraten sind inhalt­lich recht nah beiein­an­der.
    Nur sind in 11 Jahren, in denen die Bundes-SPD an der Macht ist, viele Gesetze entstan­den, in denen man das SPD-Parteiprogramm wirk­lich nicht wieder­erken­nen kann.
    Der Unterschied zwischen uns ist der, daß Ihr Roten hier euch davon anschei­nend nicht beein­dru­cken laßt, während wir Orangenen der SPD genau deshalb den Rücken gekehrt haben.
    (Was nun besser ist, darüber werden wir uns wohl nicht einig werden.)
    Aber uns deswe­gen als Nazis darzu­stel­len, das steht Euch nicht gut.

  6. @Flexi: Dein Kommentar hebt sich schon­mal wohl­tu­end von Leopold ab und weil er das tut geh ich mit inhalt­li­cher Kritik darauf ein:

    Die Argumentationskette von Piraten lautet, wenn man ekla­tante Missstände, Skandale anspricht usw. immer (ja auch bei dir ;-) nach dem glei­chen Strickmuster:

    1. „Die anderen haben doch aber Blablabla.”
    2. „Wir sind doch eine soo junge arme Partei. Wir brau­chen doch Welpenschutz.”

    Inhaltliches Eingehen auf Sachkritik und auch offene Selbstkritik hab ich von Piraten noch kaum gefun­den. Die SPD-Mitglieder dieses Blogs bspw. sind euch da meilen­weit vorraus. Ja sie sind Feuer und Flamme für die SPD, aber sie können im Gegensatz zu euch offene und ehrli­che Selbstkritik üben.

    Die Piratenparteianhänger haben extrem hohe mora­li­sche Ansprüche. Nur leider haben sie selbst auf ihrem Kerngebiet Datenschutz und Missbrauch des Internets zu Spammingzwecken bewie­sen, dass sie es nicht besser, sondern teil­weise sogar deut­lich schlech­ter als die anderen können (kannst bei mir in den Links nach­le­sen).

    Stattdessen gibt es bei euch, wenn eine andere Partei offen Defizite in Netzthemen einge­steht ein direk­tes Nachtreten ala: „Hahaha, Du Opfer. Ich tret nochmal nach.” Von diesen unrei­fen Jugendlichen, die ihre Opponenten als Opfer verhöh­nen grenzen sich die Piraten viel zu wenig ab. Soetwas erwarte ich auch und gerade im Wahlkampf.

    Wer in den Bundestag einzie­hen will muss durch ein Höllenfeuer gehen. Ich will in diesem Parlament keine Welpen sehen, sondern Leute die sich im Wahlkampf bewährt haben. Sonst könnten wir ja gleich wie in Italien denen die Macht geben, die am wenigs­ten Sachverstand haben. Das heißt ausdrück­lich nicht, dass ich keine neuen Leute mit ganz neuen Ideen drin sehen will, aber die Leute sollten wenigs­tens ihren eigenen Ansprüchen genügen und debat­tie­ren können.

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