Klassik, Tellerrand-Busting, Kultur, Vielfalt — alles auf einmal. „Sarah Connolly (mezzo-soprano) sings Rule Britannia during Last Night of the Proms ’09, inside the Royal Albert Hall. BBC SO’s David Robertson conducts the BBC Symphony Orchestra, BBC Singers, BBC Symphony Chorus.” Großartig.
When Britain first at Heav’n’s command
Arose from out the azure main;
Arose, arose, arose from out the azure main;
This was the charter, the charter of the land,
And guardian angels sang this strain;
|: Rule, Britannia! Britannia, rule the waves;
Britons never will be slaves. :|
The nations not so blest as thee,
Must in their turns to tyrants fall,
Must in their turns to tyrants fall;
While thou shalt flourish, shalt flourish great and free,
The dread and envy of them all.



Man stelle sich ein solches Lied vor, das nicht die Herrschaft Britannias, sondern Germanias besingt. Über Wellen, Wind, oder was auch immer. In deutscher Sprache gar noch! Würde da nicht jeder gute Sozialdemokrat sofort Autobahn! rufen statt »Großartig«?
Verantwortlich für den Ersten Weltkrieg: Deutschland.
Verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg: Deutschland.
Mehr muss man nicht sagen, glaube ich.
Ob nun in Afrika, Asien oder auf anderen Kontinenten britischen, französische, deutsche, russische (sowjetische), japanische, belgische, niederländische, italienische, spanische, portugische oder US-amerikanische Stiefel den jeweiligen Unterdrückten ins Gesicht traten, macht im Resultat wenig bis gar keinen Unterschied. Auch das sollte angesichts solchen überschwenglichen Patriotismus nicht vergessen werden. Imperialismus bedeutet Krieg, daran ändert auch ein freiheitliches Mäntelchen nichts, egal, welche Farbe der Samet hat, in den die Leichen eingeschlagen werden.