Es ist soweit, der SPD-Wahlkampf geht endgültig los. Die nächsten 44 Tage werden hart, unglaublich hart. Das Ziel ist klar: die SPD wird stärkste Partei und Fraktion, und Frank-Walter Steinmeier der nächste Kanzler. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
Angela Merkel und ihre Union haben weder Ziel noch Kurs, keine Ideen für Deutschland. Opposition wird der Union gut tun.



Das Video find ich mal ganz lustig.
„Je nachdem” .. das beschreibt es gut :)
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Gefällt mir auch sehr gut. :)
Lustiges Video, warum jedoch die SPD meint, die Mähr des „nur wer stärkste Fraktion ist, darf den Kanzler stellen” weiter verbreiten zu müssen, ist mir nicht klar. Wirklich — auch wenn die CDU/CSU knapp an der absoluten Mehrheit vorbeischrammt, spricht nichts dagegen, dass eine Koalition kleinerer Fraktionen den Kanzler oder die Kanzlerin stellt. Entscheidend ist nur, wer im Bundestag 50 % + 1 der Abgeordnetenstimmen auf sich vereinen kann. Alles andere ist Humbug und ein Wahlziel, an dem letztlich auch Schröder gescheitert ist.
Das stimmt; ich weiß aber nicht, wo ich das behauptet hätte? Das Ziel „stärkste Fraktion” ist davon unabhängig richtig. Als Willy Brandt 1969 Kanzler wurde, war die Unionsfraktion übrigens stärker — die FDP wollte aber lieber mit der SPD.
„Das Ziel ist klar: die SPD wird stärkste Partei und Fraktion, und Frank-Walter Steinmeier der nächste Kanzler. ” — vielleicht ist das „und” nur Zufall, aber ich hab’s kausal — also als „und deswegen” — gelesen.
Ah, ok — vielleicht war das sogar irgendwie in meinem Unterbewusstsein drin; jedenfalls hast Du recht. :D
Genau gesagt war die SPD zur Zeit der sozial-liberalen Koalition nur in einer einzigen Legislaturperiode die stärkste Fraktion.
Aber das Ziel, dass die SPD dieses Mal wieder stärkste Fraktion werden und Steinmeier Kanzler werden soll, ist ungefähr so realistisch, als wenn der 1. FC Köln erklärt, Meister werden zu wollen (nur dass der 1. FC genug Realitätssinn besitzt, nicht so einen Blödsinn in die Welt zu setzen).
Ein ambitioniertes Ziel wäre 30+x, da muss die SPD sich schon anstrengen. Und Steinmeier als Kanzler, wo soll denn die politische Mehrheit herkommen? Eine schwarz-gelbe Mehrheit mag noch zu verhindern sein (und das kann einfach das einzig verbleibende Ziel der SPD bei dieser Wahl bleiben), aber eine Mehrheit gegen CDU, FDP und Linke?
Um die Wahl gegen Merkel zu gewinnen, bedarf es einer politischen Wechselstimmung wie 1969 oder 1998, als entweder neue politische Konzepte gefragt waren oder die Leute Birne einfach nicht mehr sehen wollten. An beidem fehlt es der SPD.
Ich empfehle Studium und Kritik meines Beitrags „Womit die SPD die Wahl gewonnen hätte” unter http://www.profiprofil.wordpress.com
und freue mich über jede Rückmeldung, besonders über kritische
Gerd Weghorn
Als Volkspartei muß die SPD den Anspruch haben, stärkste Fraktion zu werden. Die Aussage „Das Ziel ist klar: die SPD wird stärkste Partei und Fraktion, und Frank-Walter Steinmeier der nächste Kanzler.” klingt je nach Sympathie oder Antipathie für die SPD entweder selbstbewusst, verzweifelt optimistisch oder größenwahnsinnig. Ich finde, das die SPD darum kämpfen sollte, am Wahltag möglichst viele Wähler zur Stimmabgabe zu mobilisieren und dann zu schauen, was möglich ist. Es nicht unmöglich, das Steinmeier Kanzler wird, aber es wird sehr schwer.
Übrings habe ich auf meinem Blog auch das Video gepostet und wesentlich kühlere Reaktionen als hier erhalten! ;-)