Piratenpartei: zwei magische Millionen

piratenpartei
Die Piratenpartei hofft, die 5-Prozent-Hürde zu knacken und in den Bundestag einzuziehen. Rechnen wir das also durch: in Deutschland leben ungefähr 82 Millionen Menschen. Davon sind geschätzt 62,2 Millionen bei der diesjährigen Bundestagswahl wahlberechtigt. Da die Piratenpartei in Sachsen nicht antritt, verringert sich die Anzahl der potenziellen Piratenpartei-Wähler um 3,5 Millionen. Damit gibt es 58,7 Millionen Menschen, die die Piratenpartei wählen können. Bei der Bundestagswahl 2005 nahmen 77,7 Prozent ihr Wahlrecht wahr, was den bisher niedrigsten Wert aller Bundestagswahlen darstellt. Es ist deshalb relativ sicher davon auszugehen, dass mindestens 75 Prozent sich aufraffen und wählen gehen werden, das sind bundesweit 46,65 Millionen Menschen, ohne Sachsen sind es 44,025 Millionen. Die Piratenpartei muss bundeweit 5 Prozent erreichen, die magische Zahl beträgt also 2,33 Millionen Menschen.

Ist das realistisch? Über zwei Millionen Menschen sollen von einer Partei, die quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist, mobilisiert werden? Die Internetpetition gegen Internetsperren hatte, zum Vergleich, 134.000 Mitzeichner – obwohl die Petition wochenlang beworben wurde, und obwohl auch Nicht-Piratenparteiwähler wie ich mitgezeichnet haben. Bei StudiVZ hat die Piratenpartei 42.000 Anhänger und ist damit auf dem ersten Platz, vor der CDU mit 19.000 und SPD und FDP mit je 18.000 Anhängern. Die diversen Umfragen liefern für die „Sonstigen“ Ergebnisse zwischen drei und sechs Prozent.

Sprechen alle diese Faktoren für ein Einziehen der Piratenpartei in den Bundestag? Davon ist nicht auszugehen. Der Tag nach der Bundestagswahl könnte für viele Piraten der Tag der großen Ernüchterung sein – es bleibt zu hoffen, dass sie sich dann nicht enttäuscht aus der Politik zurückziehen, sondern weitermachen: dann allerdings in der SPD, denn da gehören sie auch hin.

Nachtrag, 19:11 Uhr: In der ersten Version des Artikels wurde die 5-Prozent-Hürde falsch errechnet, danke für den Hinweis an Daniel.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

64 Gedanken zu „Piratenpartei: zwei magische Millionen“

  1. Die SPD hat 500.000 Mitglieder und bräuchte – wieviel nochmal? – Wähler um den Kanzler zu stellen… Wir werden sehen, ich glaubs zwar auch nicht, aber why not?

  2. Ich erkläre Ihnen natürlich gerne das deutsche Wahlsystem, Herr Söder. Die 5% Hürde gilt bundesweit, so wie Sie rechnen, würde sie nur in den Bundesländern gelten, in denen eine Partei auch auf dem Wahlzettel stehen. Es macht also keinen Sinn, die Zahl der in Sachsen lebenden Menschen abzuziehen, die 5% müssen insgesamt erreicht werden, auch wenn die Sachsen die Piratenpartei nicht wählen können. Außerdem benötigen die Piraten keine 5,1% sondern „nur“ 5,0%.

    Ich persönlich (als Nichtparteimitglied) glaube übrigens, dass diese 5% erreicht werden können, aber nicht unbedingt müssen. So oder so hat die Piratenpartei bereits einen Großteil Ihrer Ziele in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gebracht – die Piraten in der SPD täten aber besser daran, Ihr Engagement an einer Stelle einzubringen, die sich für deren Meinung interessiert. Und das ist (leider) nicht mehr die SPD sondern die Piratenpartei. Auch wenn der Einzug 2009 noch nicht klappen sollte – dann sprechen wir uns 2013 wieder. Warum? Ich glaube daran und bin fest davon überzeugt, dass sich in der deutschen Politik etwas ändern muss! Wir brauchen mehr Transparenz und Einbezug des Volks – zum Beispiel über die Basis. DAS bietet derzeit nur die Piratenpartei.

  3. Die Wählerschaft der Piraten mag treu und laut sein, sie ist aber klein. Ich glaube nicht, dass mehr als 2 % rauskommen. Nur meine Meinung.
    Es ist richtig, dasss die SPD die Themen aufgreifen muss. Das Problem ist naturgemäß, dass von den Abgeordneten sehr viele keine regelmäßigen Internetnutzer sind. Ich habe die Petition auch gezeichnet und glaube überhaupt nicht, dass man sich nur bei den Piraten gegen Zensur einsetzen kann. Im Gegenteil, wenn man sich mit Spinnern, Rechtsextremen und einem Abgeordneten, der Kinderpornos aus dem Internet gezogen hat, gemein macht, wird man eher in seinem Anliegen nicht ernst genommen.

    1. „Im Gegenteil, wenn man sich mit Spinnern, Rechtsextremen und einem Abgeordneten, der Kinderpornos aus dem Internet gezogen hat, gemein macht, wird man eher in seinem Anliegen nicht ernst genommen.“

      Es sind genau solche dummen Plattheiten, die mich die SPD erst recht nicht mehr wählen lassen. Ihr seid wirklich hoffnungslos arrogant. Und genau dafür werdet ihr die Quittung bekommen. Danach könnt ihr dann mal für ein bis zwei Jahrzente in euch gehen, Asche fressen, euch selbst reinigen, euch entfilzen, euch entbonzen, eure Wurzeln suchen. Solange ihr der alten Tante SPD Botox in die Lippen pumpt, wird das nix mehr mit euch. Ihr braucht mindestens eine Stammzellenkur. Oder am besten ihr buddelt den Wehner aus und schaut, ob ihr noch genug DNA zum Klonen findet. Die Totenruhe werdet ihr sicherlich nicht stören, so wie der Mann vermutlich in seinem Grab rotiert.

        1. Außerdem, vergesst bei allen Hasstiraden bitte nicht, dass ich euch inhaltlich in diesem Punkt recht gebe.

        2. Würdest du es nicht als persönlichen Angriff bewerten, jemanden vorzuverurteilen, z. B. Herrn Tauss? „Spinner und Rechtsextreme“ klingt auch nicht gerade sachlich.

          1. Ich vorverurteile niemanden: Dass Jörg Tauss Pornomaterial heruntergeladen hat (und nur das habe ich geschrieben), leugnet ja keiner, nicht einmal er selbst. Unklar ist nur die Motivation. Ich bin geneigt, zu glauben, dass er tatsächlich glaubte, einen Pronoring sprengen und so zum großen Helden werden zu können. Jedoch war dies bestenfalls leichtgläubig (und überdies die Aufgabe der Polizei, nicht des Bundestages). Jedenfalls hat er die Pornoindustrie damit unterstützt (und sei es auch ungewollt).

            Dass ihr mit Thiesen einen Mann in der Partei (auf einer Landesliste!) habt, der den Holocaust leugnet und behauptet, 1939 hätte Polen Deutschland angegriffen, nicht umgekehrt, lässt es in meinen Augen auch nicht als unangemessen erscheinen, von Rechtsextremen zu reden.

            Und was Spinnereien angeht: Das Parteiprogramm der Piraten läuft darauf hinaus, das Urheberrecht an Kunst praktisch abzuschaffen und auch sonst drastisch einzuschränken. Das ist sogar der eigentliche Grund, warum die Piraten existieren; man sieht es schon am Namen.
            Wir leben in einem marktwirtschaftlichen System: Produziert wird nur das, was sich wirtschaftlich verwerten lässt. Wenn keiner mehr mit Filmen, Musik oder Forschungsergebnissen Geld verdienen kann, werden viele es einfach bleiben lassen. Vielleicht bin ich zu pessimistisch aber die meisten Menschen, die ich kenne, sind tatsächlich materialistisch und weniger idealistisch.
            Mir gefallen viele eurer Ansätze (Privatsphäre, Zensur etc.) aber keiner kann mir erklären, wie Kunst und Wissenschaft ohne Urheberrechte funktionieren sollen. Daher halte ich eure Forderungen für äußerst naiv und weltfremd. Oder für „Spinnereien“.

          2. Das ist genau das Problem.
            Wenn Du nicht weißt, wie das funktioniert, hast auch Du die neue Medienwelt nicht verstanden.
            Und auch den Antrieb eines Künstlers nicht.
            Ein Künstler (und da zähle ich auch uns Software-Entwickler dazu)
            ist nicht kreativ, weil er damit verdienen will, sondern, weil er einfach nicht anders kann.
            Da solltest Du Dich mal mit dem psychologischen Unterschied von Motivation und Motivierung beschäftigen… Das nur am Rande.
            Zu abstrakt? Ok, ein Beispiel.
            Schnappi – das kleine Krokodil.
            „Dieses Lied wurde Platz 1 der Verkaufs-Charts, obwohl es jederzeit beim WDR kostenlos herunterzuladen war.“
            Wo ist hier der Fehler?
            Bitte mitdenken. In dem kleinen Wort „obwohl“.
            Richtig ist vielmehr:
            „Dieses Lied wurde Platz 1 der Verkaufs-Charts, *weil* es jederzeit beim WDR kostenlos herunterzuladen war.“
            Kultur und Kreativität leben vom Austausch.
            Erst, wenn die Masse der Menschen erreicht wird, kann ein großer Erfolg entstehen. Man spricht hier auch von „Kritischer Masse“.
            Dieses Prinzip kannst Du nahezu identisch auf alle Arten der Kunst (Filme, Malerei, Tanz, …), Software und Wissenschaft übertragen.
            Die frei verfügbare Kopie ist nicht das Problem, sondern die Lösung.
            Vor einigen Jahren gab es in der Musikindustrie einen Trend zum Kopierschutz, *wonach* die Verkaufszahlen deutlich eingebrachen. Fast alle Label sind davon inzwischen wieder davon abgekommen.
            Auch die Filmstudios haben gemerkt, daß ein Film im Kino genau dann zum Erfolg wird, wenn sofort zur Veröffentlichung möglichst viele (legale und illegale) Kopien im Umlauf sind.
            Kritische Masse.
            Microsoft ist heute der größte Software-Konzern. Dies haben sie erreicht, indem sie in den 90er Jahren ihre Software verschenkt haben.
            Und damit haben sie (insbesondere bei Windows) was erreicht? Eine Kritische Masse…

            Es geht nicht darum, daß Künstler (usw.) kein Geld verdienen sollen.
            Es geht darum, daß die Kunden (bzw. 62 Millionen Wähler) nicht kriminalisiert werden, weil sie in dieser Realität leben.
            Daß das Internet (der heute wichtigste Vertriebsweg und nebenbei der Bereich, in dem die meisten Arbeitsplätze entstehen)
            nicht von weltfremden Politikern kaputtregiert wird.
            Leute, die kopieren, sind sogenannte Multiplikatoren. Sie verursachen das Erreichen der Kritischen Masse, und damit, daß ein Werk auch zahlreich gekauft wird.

            Nicht von ungefähr setzen sich Mitglieder und Wähler der PIRATEN zu einem großen Anteil auch aus Medien-Unternehmern zusammen.

            Schade ist, daß gerade jetzt, wo die Industrie langsam begreift, wie das System „Neue Medien“ funktioniert, die „etablierten“ „Politiker“ genau in die andere Richtung laufen.

            Wer das Internet lebt und sein Geld damit verdient (ja, ich auch), merkt instinktiv und ohne große Analyse, daß bei der Politik CDU und SPD etwas verkehrt läuft.
            Und diese Menschen organisieren sich nun und erreichen jetzt gerade…?
            Genau. Eine kritische Masse.

  4. haha „in die SPD“? du meinst, weil die SPD die partei der bürgerrechte ist und so viele junge dynamische parteispitzenmitglieder hat? die spd hält den datenschutz und die informationsfreiheit ja ganz groß und das grundgesetz ist der zweite name der SPD. wach auf junge. orange ist das neue rot.

    made my day

  5. Ernüchterung? Ich glaube nicht, dass viele AnhängerInnen der PIRATEN ernstahft mit einem Einzug in den Bundestag rechnen. Vielen geht es darum, Themen zu setzen (und einigen vielleicht auch darum, Wahlkampfkostenerstattung, die ja schon bei weit geringeren Prozentsätzen fließt, abzukassieren).

    Meine Schlussfolgerung daraus (als Grüner): ein Optimum an Themenplatzierung + politischer Beeinflussung erhalten die PIRATEN, wenn sie starken Wahlkampf machen (dass von taz bis Spiegel alle großen Medien gerade die Netzpolitik entdecken, dürfte durchaus was mit den PIRATEN zu tun haben), aber letztlich dann mehrheitlich eine andere bürgerrechtsfreundliche Partei (z.B. Bündnis 90/DIE GRÜNEN – die SPD sehe ich *da* nicht als ernsthaftes Alternativwahlangebot, sorry) wählen. Siehe hier.

    1. War sehr interessant zu lesen. Nur eine Frage habe ich: Wie kommst du darauf, dass die meisten Piraten-Wähler die Zweitpräferenz SPD, Grüne oder Linkspartei haben?
      Die FDP als (zumindest theoretische) Bürgerrechtspartei, ist die nicht attraktiv?

      1. Gut beobachtet – eigentlich ist es eher der Umkehrschluss, dass jedenfalls CDU/CSU als Zweitpräferenz für PIRATEN nicht taugen. Als Wahlalternative taugt die FDP für PIRATEN dann, wenn diese davon ausgehen, dass der Bürgerrechtsflügel der FDP in schwarz-gelber Koalition stark genug ist, um Bürgerrechte im Netz zu verteidigen. Nachdem Westerwelle bereits angekündigt hat, Sicherheitsgesetzen zuzustimmen, sehe ich das nicht, weiss aber nicht, was PIRATEN dazu sagen.

  6. Aua, in die SPD, die Partei, die dem Zugangserschwerungsgestz von Wolfang Schäuble zum Durchbruch verholfen hat?
    Wohl kaum.
    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    Du hast die Petition unterschrieben?
    Dann steh dazu, tritt aus der Verräterpartei aus und komm zu den Piraten, wie zur Zeit fast 100 andere Menschen täglich.

    Die Piraten sind in Schweden bei den Unter-30-Jährigen inzwischen meistgewählte Partei.
    Es gehört nicht viel dazu, den gleichen Trend in deutschland auszumachen…

    Christian, denk einen Schritt weiter, Du bist auf dem richtigen Weg!
    Komm zu uns, wir bewegen etwas!

    1. Der Spruch „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ ist, auch wenn er lustig-harmlos klingt alles andere als historisch unbelastet. Niemand aus dem Autorenkollektiv hier freut sich über die Mitwirkung der SPD an der Netzsperre, aber „Verräterpartei“…? Geht das nicht etwas weit, erst recht wenn man die historischen Verdienste der SPD in Bürgerrechtsfragen betrachtet?

      1. Das sollte keinesfalls lustig klingen.
        Denk mal drüber nach, ob Deine SPD mit diesem (damaligen oder heutigen) Hintergrund wirklich die richtige Wahl sein kann.

        Bleiben wir bei der aktuellen Lage.
        Wenn Du Unterzeichner der Petition bist und auch ansonsten ein denkender Mensch, wieso stehst Du nicht dazu und distanzierst Dich von dieser Partei, die inzwischen – genau wie die CDU – Politik *gegen* die Menschen betreibt??
        Was kettet Dich an die SPD, wenn sie Deine (meine, unsere) Grundrechte offensichtlich nicht zu verteidigen gewillt ist?

        1. Mich „kettet“ nichts an die SPD, ich bin aus freien Stücken Mitglied; Politik besteht aus mehr als nur einem einzigen Thema, Politik ist mehr als Netzpolitik und Internetsperren. Ansonsten habe ich mit der SPD geschätzt 90% Übereinstimmung, ich bin hier völlig richtig – keine Sorge.

          1. Ach, jetzt kommt dieses Argument.
            Wenn doch aber das Fundament nicht mehr stimmt, der Bezug zum GRUNDGESETZ?

            Und wieso haben wir nur ein Thema, bitte zähl mal mit:
            – Privatsphäre
            – Selbstbestimmung
            – Transparenz des Staates
            – freier Wettbewerb
            – Urheberrecht
            – Patentrecht
            – Bildung
            – Basisdemokratie

            Ich seh hier jemanden ein Haus bauen, mitten im Fluß.
            Und sich wundern, warum immer mehr und mehr weggespült wird und nichts mehr stehenbleibt.
            Und jetzt kommt ein Wanderer des Wegs und sagt: ‚Ihr macht da was falsch, im Fluß braucht ihr ein Schiff. Wenn ihr ein Haus bauen wollt, braucht ihr festen Untergrund.‘
            Und als Antwort kommt: ‚Pah, fester Grund, Du hast ja nur ein einziges Thema, Du weißt ja noch nicht einmal, welche Tapeten Du in welches Zimmer hängen willst!‘

            Ihr macht was falsch und dafür werden Eure Mitglieder und Wähler weggespült…

            Bei welchen Fragen hat die SPD denn ein Konzept, das funktioniert? Ich seh überhaupt keins.
            Was geschieht unter SPD-Regierungen?
            Enstehen da etwa Arbeitsplätze? Wird die Bildungspolitik modernisiert? Die Krankenkassen? Oder was?

            Nein, aber dafür werden Grundrechte abgebaut.
            Ich hör nur noch historische Sprüche, von wegen „Sozial“, wo seid ihr denn bitte so sozial?

        2. „Was kettet Dich an die SPD, wenn sie Deine (meine, unsere) Grundrechte offensichtlich nicht zu verteidigen gewillt ist?“

          Auch wenn es schwierig zu verstehen ist: Die Welt da draußen ist mehr als das Heise-Forum, Filesharing oder auch Vorratsdatenspeicherung. Hier geht es auch um die Finanzierung von Kindertagesstätten, gerechte Bildung, moderne Energien, ein gerechtes Steuersystem, die Zukunft Europas, Entwicklungshilfe und viele andere Dinge. Nur weil ich mit der SPD bei einigen Themen über Kreuz bin, verlasse ich nicht die Partei – ich kämpfe vielmehr weiter für meine Positionen und dass die SPD in diesen Punkten ihre Haltung ändert. Wer sich bei Meinungsverschiedenheiten gleich vom Acker macht, anstatt demokratisch für seine Meinung zu kämpfen, kann gerne jedesmal eine neue Partei gründen (WASG, Piraten); sinnvoll ist das jedenfalls nicht.

          1. Naja, was sinnvoll ist, ist subjektiv.
            Das gilt aber auch für andere Parteien.
            Dann könntest Du auch gleich die CDU wählen, da hast Du noch mehr demokratisch zu kämpfen… :-)
            Oder alle DDR-Bürger hätten gleich in der SED bleiben können.

            Sinn der Demokratie ist es doch, daß die Meinung von jedem berücksichtigt werden kann. (Auch wenn auch da vieles verbesserungswürdig ist,
            siehe http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy )
            Und wenn ich jemanden wähle (oder mich selbst einbringe),
            dann nehm ich doch lieber jemanden, der meine Positionen vertritt (gerade, weil es um Grundsatzfragen geht).
            Und nicht jemanden, den ich erst noch überzeugen muß.
            Und die SPD ist eben in den letzten Jahren immer weniger von der CDU unterscheidbar geworden.

            Du sagst, das ist nicht sinnvoll? Mit dieser Argumentation hätte man auch die SPD nie gründen dürfen.
            Vielleicht denkt ihr lieber mal mehr drüber nach, warum Euch Wähler und Mitglieder in Größenordnungen weglaufen, als diese menschen als „nicht sinnvoll“ anzusehen… :-(

          2. > Die Welt da draußen ist mehr als das Heise-Forum, Filesharing
            > oder auch Vorratsdatenspeicherung.

            Ach ehrlich? Na, danke für die Aufklärung. Das war uns ja noch gar nicht aufgefallen…

            > Hier geht es auch um die
            > Finanzierung von Kindertagesstätten, gerechte Bildung, moderne
            > Energien, ein gerechtes Steuersystem, die Zukunft Europas,
            > Entwicklungshilfe und viele andere Dinge.

            Und alle anderen Parteien sind da wohl dagegen?
            Komischerweise erzählen die genau das gleiche.
            Aber ich glaub euch nicht mehr. Warum ist die Partei der Nichtwähler wohl die stärkste Fraktion da draußen??
            Weil Ihr bunte Tapeten predigt, aber gegenteilige Politik macht.
            Euer Haus steht nicht stabil…!

            Die Nichtwähler könnt ihr nicht mehr mobilisieren, die hab ihr mit eurer Arroganz längst verloren.
            Aber ich hab schon einige Menschen getroffen, bei denen das Gespräch meist etwa so lief:
            „Ich geh nicht wählen, die machen eh alle das gleiche und ver…schen uns nur…“
            „Nein, es gibt jetzt eine Alternative, das sind Menschen, wie Du und ich. Wir wollen die Telefonüberwachung abschaffen, den Staat transparent machen, den Wahnsinn an den Flughäfen zurücknehmen, die Fingerabdrücke, die Vorratsdatenspeicherung, Die Kriminalisierung von Verbrauchern, Computerspielern, usw…)
            Es lohnt sich jetzt wieder, wählen zu gehen!“
            „Echt? Unglaublich! Cool! Ok, meine Stimme bekommt ihr.“

            Mann, ihr seid echt zu weit weg von den Menschen und zwar schon lange…

            Klarmachen zum Ändern!

      2. Ich bin auch dafür, dass wir uns neue Sprüchlein ausdenken. Vielleicht sowas wie ‚Ich hack mir eher ab den großen Zeh, als dass ich wähl die SPD!‘. Oder ‚Bevor ich wähl den Müntefering, da ess ich lieber drei Pfund Hering.‘. Oder ‚Kein Geier wartet auf Steinmeier.‘.

        Oder, frei nach Bruce Springsteen:

        Well Zypries, Zypries, Zypries
        Yeah Zypries, Zypries, Zypries
        Well Zypries, Zypries,
        c’mon open your eyes!

        Aber auch die Konserven sollen ihr Fett wegkriegen: ‚Eher treib ich’s mit ner Kuh, als dass ich wähl die CDU!‘. Oder ‚Wählt die Schwarze Pest und gebt dem Land den Rest!‘ Oder – das Bein etwas nachziehend – ‚Du und ich, mein alter Spaten, lass uns begraben den Christdemokraten.‘.

  7. Sehr geehrter Herr Soeder,
    Sie begehen hier eine beliebte Statistik-Fälschung.
    Behaupten Sie ernsthaft, 134.000 Unterzeichner sind wenig?
    Versuchen Sie doch einmal, auch „nur“ 10.000 Unterschriften für ein Anliegen zu bekommen!

    Umgekehrt gefragt. wieviele Stimmen gab es denn in der Bevölkerung FÜR das Zensurgesetz? So herum wird hier die eigentliche Relation deutlich!

    Und: auf welche „diversen Umfragen“ beziehen Sie sich?
    Die neueste soziologische Studie kommt von lifegen.de und sieht die PIRATEN bereits jetzt bei über 5 Prozent!
    Was da ein paar weitere Wochen ausmachen können, zeigte eindrucksvoll die Europawahl in Schweden!
    Auch EMNID kommt bei Telefonumfragen auf ein ähnliches Bild.

    Das Wahlbarometer von XING verzeichnete beispielsweise unlängst über 90% für „Sonstige“, da man die PIRATEN nicht berücksichtigt hatte…

    Entschuldigung, hier oben steht doch auch so eine „Sonntagsfrage“,
    da hat doch auch jemand die PIRATEN weggelassen.
    Auch hier müssen Sie sich fragen lassen, ob das Absicht ist.

    1. Sie begehen hier eine beliebte Statistik-Fälschung.

      Das ist eine unsinnige Behauptung. Alle Zahlen sind genannt, alle Quellen ebenso, wie kann es also eine Fälschung sein? Lächerlich.

      Und: auf welche “diversen Umfragen” beziehen Sie sich?

      Bitte die Links anklicken, den ich verlinkt habe.

      Entschuldigung, hier oben steht doch auch so eine “Sonntagsfrage”,
      da hat doch auch jemand die PIRATEN weggelassen.

      Richtig; ich habe nur im Bundestag vertretene Parteien aufgenommen.

      1. Nein, das ist nicht lächerlich.
        Lächerlich ist, daß ihr mit den Argumenten der PIRATEN für die SPD werbt. (Herr Wasserhövel läßt grüßen?)
        Während Eure Bundestagsfraktion genau entgegengesetzte Gesetze beschließt…

        > Bitte die Links anklicken, den ich verlinkt habe.

        Das sind doch aber keine aktuellen Zahlen!

        > Richtig; ich habe nur im Bundestag vertretene Parteien
        > aufgenommen.

        Das ist exakt die gleiche Argumentation wie bei XING.
        Dann sagen wir:
        „Falsch. Wir sind im Bundestag vertreten!“
        Dann änderst Du Deine Argumentation auf „in Fraktionsstärke vertreten“… Das hatten wir doch alles schon.

        Das Lächerliche ist, daß Du mit „Sonstigen“ von 3-6% argumentierst. Während selbst Eure eigene Umfrage auf „SPD-naher“ Seite etwas ganz anderes zeigt.
        Vielleicht setzen hier einige von Euch selbst ihr Kreuz doch schon konsequenter als Du?
        Zu hoffen wäre es. Zwar nicht für Eure Partei, aber für die Politik in diesem Land.

        1. Jörg Tauss ist über die SPD-Landesliste eingezogen und hätte sein Mandat zurückgeben sollen. Ich kann verstehen, dass er es nicht getan hat, richtiger wird es dadurch nicht. Deshalb ist die Piratenpartei zwar im Bundestag vertreten, aber nicht durch eine Wahl, sondern durch einen Parteiwechsel. Wenn XING darauf reinfällt, ist das deren Problem. Ich handhabe das anders.

          Die Umfrage auf dieser Seite ist nicht repräsentativ, im Gegensatz zu den Umfragen der großen Institute.

  8. Ich bin über 40 Jahre alt, habe einen akademischen Abschuß und keinen deutschen Paß.
    Hier aufgewachsen und die letzten zwei Jahrzehnte mit hauptsächlich deutschen Freunden und

    Bekannten das Lied „Die da oben können ja machen was sie wollen“ und „Du allein kannst ja

    auch nichts ändern“ gesungen.
    Damit habe ich endlich Schluß gemacht und bin AKTIV geworden.
    Seit Sommer diesen Jahres bin ich Mitglied bei den Piraten.
    Warum?
    Sie sind die einzige Partei die das Netz zur politischen Mitgestaltung konsequent nutzen

    (PiratenWiki usw.). Und zwar für ALLE in diesem Lande.
    Diese und ähnliche neuen basisdemokratischen Möglichkeiten, unabhängig von Raum und Zeit

    sind es, die die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts prägen werden.
    Immer mehr netzaffine Bürgern wird dies Möglichkeit der Piraten bewußt und treten bei bzw.

    über.
    Das Durchschnittalter gegenüber anderen Parteien zeigt auf, daß hier die Jugend, die mit dem

    Computer aufgewachsen ist, zum Zuge kommt (aktuell 29 Jahre).
    Dieses wird den etablierten Parteien zum Verhängniss werden.
    Ich denke, dieser „demografische Knick“ wird am 27.09 sichtbar werden und die Piratenpartei

    wird in den Bundestag einziehen.

    Jedem ist freigestellt, für was er sich entscheidet. Die Gegenwart oder die Zukunft.
    Ich jedenfalls habe mich entschieden.

    MitmachDemokratie. MitmachPartei. MitmachGesellschaft.

    1. Gut gesagt.
      Aber das Problem ist, daß die SPD eben nicht einmal die „Gegenwart“ ist, sondern sich immer noch auf die Argumente aus ihrer Gründerzeit beruft.

      Wie schrieb vorhin oben jemand:
      „…die historischen Verdienste in Bürgerrechtsfragen…“
      Verdamp lang her!

      Klarmachen zum Ändern!

  9. Gut gesagt.
    Aber das Problem der SPD ist, daß sie eben nicht einmal die „Gegenwart“ ist, sondern sich nach wie vor auf Argumente aus ihrer Gründerzeit stützt.

    Wie schrieb jemand oben so passend?
    „…die historischen Verdienste in Bürgerrechtsfragen…“
    Verdamp lang her,,,

    Klarmachen zum Ändern!

  10. Ich begrüße es sehr, dass es in der SPD Kräfte gibt, die auch Piratenideale vertreten. Wenn ich mir die jüngsten Äusserungen von Frau Schwesig anhöre, bezweifle ich, dass die SPD diesen Kräften eine Chance gibt. Nach viel mehr bezweifle ich, dass für die SPD der Schutz der Bürgerrechte nach der Wahl noch eine Bedeutung hat. Die alten Knochen in der SPD haben die Macht und werden sie auch nicht hergeben, selbst wenn die SPD unter 10% fällt.
    Die Prognosen für die Bundestagswahl gehen weit ausseinander. Aber selbst wenn die Piratenpartei nicht über 5% kommt, wird sie gegen den weiteren Abbau der Grundrechte mobil machen. Dass jetzt neben einigen Splittergruppen innerhallb der SPD auch die FDP und die Grünen die Bedeutung der Grundrechte hervorheben ist ein Verdienst der Piratenpartei. Aber auch der FDP und den Grünen gilt „Macht ist wichtiger als Inhalt“. Wenn es um Sitze und Pöstchen geht, zählen die Ziele nicht mehr. Deshalb bleibt nur die Piratenpartei als Alternative.
    Mit jedem Zensur und Überwachungsgesetz das verabschiedet wird, werden die Piraten stärker. Die fast einstimmige Zustimmung zum Zensursula Gesetz hat euch weit mehr Mitglieder gekostet als nur den Herrn Tauss.

  11. Echt armselig … seit es die Piratenpartei gibt, schiessen die „Piraten“ wie Pilze aus der Erde. #cdupiraten, #spdpiraten …
    ich warte noch auf die #jesuspiraten …
    „Piraten“ in der SPD ? Da gehören sie hin ? Ich weiss, dass gerne mit dem Kurzzeitgedächtnis der Wähler gespielt wird. Gerne sende ich Ihnen das Abstimmungsverhalten der sozialdemokratischen Volksvertreter zur „Abschaffung“/“Änderung“ des Fernmeldegeheimnisses zu – sozusagen als Auffrischung.(Alzheimer wird ja immer beliebter)

  12. Die Phrase „denn da gehören sie auch hin“ ausgerechnet mit dem halbherzigen Appell von einflusslosen SPD-lern der zweiten oder dritten Garde zu unterlegen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

    Das, was die SPD ihre Piraten nennt, sollte man klar als das bezeichnen, was sie sind: „Müntes Schiffjungens“.

  13. Neue Umfragen:
    Forsa sieht Sonstige bei 5 %, Emnid bei 4 %. InfoGmbH hat extra nach den Piraten gefragt und hat 2 % bekommen.

    1. 2% halte ich schon für das obere Ende der Fahnenstange. In den Bundestag zu kommen ist harte Arbeit, man denke an die Grünen, die in den Umwelt- und Friedensgruppen schon eine starke außerparlamentarische Basis hatten, aber bei ihrer ersten Bundestagswahl 1980 an der 5%-Hürde grandios gescheitert sind. Und ich gehe davon aus, dass das jedem einigermaßen klugen Piraten klar ist. Nach außen kann man ja durchaus was anderes sagen, Klappern gehört zum Handwerk und die SPD behauptet ja auch, dass sie stärkste Fraktion und Steinmeier Kanzler werden könnte.

      Warum die SPD Heimat für enttäuschte Piraten werden sollte, ist mir aber schleierhaft. Jenseits der Netzpolitik sind die Piraten ein bunter Haufen, aber ob sich da viele von Hartz IV, Afghanistan und Zypries überzeugen lassen? Ich bin ja kein Pirat, aber schon für mich ist die SPD unwählbar geworden, aus vielen Gründen, von denen Netzpolitik nur ein kleiner und keineswegs entscheidender Teil ist.

  14. Der Spruch „Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten!“ ist nicht nur historisch vorbelastet, sondern auch noch selten hohl. Es gibt ihn nur, weil es sich gerade reimt. Und Anlässe gebe es bei allen entablierten Parteien, einen Spruch mit ähnlicher Bedeutung (ohne historischen Kontext!) zusammenzudichten.

    Ich muß an der Piratenpartei kritisieren, das 1.) ihr Name unseriös bzw. nicht massenkompatibel ist und 2.) ein breiter gefächertes Themengebiet für eine dauerhafte Etablierung her muß. Positiv ist in jedem Fall, das die derzeitige Piratenmobilisierungswelle zeigt, das zum Glück noch nicht alle Wähler so verdrossen sind, das sie keine Möglichkeit mehr sehen, etwas zu bewegen!

    Ich habe bis jetzt erst eine Umfrage gesehen, in der die Piratenpartei separat aufgelistet war, und da stand sie bei 2%.

    1. „hohl“?
      Inwiefern? Bitte einen Beleg für diese Behauptung, die sonst selbst „hohl“ ist :-)
      Der bekannte Ausspruch hat iÜ auch noch einen noch älteren Hintergrund … 1914…
      Ja, manche Leute haben in der Schule aufgepaßt / lesen Geschichtsbücher anstatt nur Türstopper draus zu machen.
      Mit der Situation von Gesellschaft und SPD heute ist die damals nicht in irgendeiner Hinsicht gleichsetzbar. Es wäre auch zu einfach, wenn Geschichte sich nur 1:1 wiederholen würde.

  15. Ich frage mich schon, wie man darauf kommt das die Piraten(wähler) in die SPD gehören sollten. Zum ersten, weil die Piratenpartei durch den gewollten Verzicht auf Themen ausserhalb des Kernbereichs Bürgerrechte/Informationsfreiheit und Urheberrechtsreform eben auch Personen anspricht, die sich selbst politisch nicht dem linken Spektrum zuordnen (und das einige, nach den Gesprächen die ich hatte). Diese Stimmen würden dann wieder zur CxU und FDP wandern. Zum zweiten – und das sollte mal nicht vergessen werden – ist die Piratenpartei eben auch eine Reaktion auf die innenpolitische Gesetzgebung seit Schily. Also, bei Rot/Grün ebenso wie bei der grossen Koalition hat die SPD kräftig am Ausbau des Überwachungs- und Präventionsstaates mitgebastelt. Daraus jetzt zu folgern, die Piraten wären in der SPD am Besten aufgehoben, ich gebe es zu, das überfordert mein Logikverständnis etwas. Gut, die unsägliche Arroganz, mit der ein Herr Wiefelspütz die durchaus berechtigten Fragen u. Kritik an solcher Gesetzgebung abfrühstückt, dürfte ebenfalls noch mal ein paar hunderttausend Stimmen für die Piraten ergeben. Meine zum Beispiel,.

    Hätte die SPD nicht in den letzten Jahren die Stammwähler auf der linken Seite durch Hartz IV und ähnliche Scherze zur Linkspartei vertrieben und die freiheitlich/liberal denkenden, technik-affinen Intellektuellen zur Piratenpartei, müsste man sich vor der Bundestagswahl wohl keinen so grossen Kopf machen. Dann wäre mit geschätzten 35-37% ein Vorsprung vor der CDU drin und wohl auch eine Mehrheit für Rot/Grün. Aber so lange die SPD davon träumt, in der Mitte unzufriedene FDP bzw. Unionswähler abholen zu können und ihre angestammte Stammwählerschaft wie Dreck behandelt, so lange hat diese Partei es verdient, in den Grössenordnungen der FDP zu versauern. Auch wenn mir das als lebenslangem Sozialdemokraten irgendwie weh tut, aber ohne sozialdemokratische Politik braucht es keine SPD.

  16. Wer sich schon mal durchgelesen hat wie die Umfragedaten bei Emnid und InfoGmbH erhoben werden der hätte nicht gedacht das die Piratenpartei auf 2% kommt.

    Straßenumfragen in allen großen Städten sehen die Piratenpartei bei ca 10%, es wurden dabei ca. 3000 Personen gefragt.

    Emnid und Info GmbH erheben ihre Daten per Festnetzanschluss, ich bin 23, lebe mit meiner Freundin zusammen und kenne nicht viele in meinem alter die eine Festnetzanschluss haben. Handynummern werden nicht mit in die Umfragen mit einbezogen.

    Um repräsentative Umfragen zu liefern werden willkürlich Telefonnummern aus Telefonbüchern rausgesucht.
    Diese rausgesuchten Nummern sind neun stellig z.B. 01234 5678
    um jetzt

    1. Wundert mich gar nicht.

      Meine Fritz!box weist alle Anrufe von Callcentern, Meinungsforschungsunternehmen usw… ab.
      Es würde mich nicht wundern, wenn das gerade bei vielen typischen Piratenwählern auch so ist.
      Die haben nämlich was gegen Datenweitergabe und Werbeanrufe.
      Und wissen, wie man eine Telefonanlage konfiguriert. :-D

        1. Ich seh Dich auch schon längst als heimlichen Piraten.
          Traust Dich halt noch nicht…
          Manche brauchen eben länger. Als ob wir nicht alle mal als SPD-Sympathisanten angefangen hätten… ;-)

          Das wird schon noch.
          Noch ein paar sone Schläge unter die Gürtellinie wie das „Zugangserschwerungsgesetz“, irgendwann reicht es Dir auch…

  17. repräsentative Ergebnisse zu liefern werden die letzten 3 Zimmern von 001 bis 999 angerufen bis (glaube ich 200) Personen die Umfrage gemacht haben dann geht es mit einer anderen Vorwahl weiter.

    Das ist nicht repräsentativ dass ist für mich Oma und Opa Belästigung.

  18. Keiner außer meiner Oma hat noch eine vierstellige Rufnummer.

    Alle ISDN, VOIP, HANDY, O2Home Nummern sind länger als 4 Ziffern, diese werden bei den Umfragen so nicht mehr mit einbezogen.

    1. mit ISDN, dem Alter des Teilnehm. usw. hat das nichts zu tun, je kürzer die Rufnummer, desto kleiner die Stadt / das Dorf…
      Wenn nun jede/r, der/die eine Fritz- oder andere -Anlage konfigurieren kann, die Pir. wählen würde ;-)
      Mal im Ernst, die PP sind eine Partei im Werden, die sich nach der BTW 09 in drei Flügel aufspalten wird: einer geht zu den Grünen, einer zur SPD („die Realos“) und einer, der so hoffe ich, netteste und kompetenteste Teil zur Linkspartei- die so nebenbei m. W. Pir.-Forderungen im Bereich Bürgerrechte und Datenschutz eh sowohl in den Wahl-Programmen hat als auch in den Parlamenten so abstimmt, dass es eher paßt als mit der SPD, die … (jetzt nicht alles wdh.) und nebenbei ist die Aversion mancher Pir. m. E. nach darauf fußend, dass die Masse nie arbeitslos war, nie soziale Härten erlebt hat und von daher Solidarität (innerhalb der arbeitenden/ erwerbslosen Masse der Bevölkerung) ausserhalb der virtuellen Welt eher unbekannt ist und die Medien-Hetze, Linke=Stasi usw. bei einigen Pir. eben auch funktioniert- auch wenn „man“ sich noch so unabhängig, abgeklärt und aufgeklärt gibt.

  19. Ich sehe die Umfragen auch sehr kritisch, aus den von Dir genannten Gründen heraus. Dennoch: es müssen mehr als 2 Millionen Menschen dazu gebracht werden, die Piratenpartei zu wählen, um die 5-Prozent-Hürde zu überwinden. Ich halte das für unwahrscheinlich, aber wir werden es ja sehen.

    Vielleicht gibt’s dann ja rot-grün-orange? Warum nicht! :)

    1. In Schweden waren es „nur“ 640.000, aber 7% sind 7%.
      Du brauchst doch nicht ewig auf der „Riesenzahl“ 2 Millionen rumzureiten. Immerhin gibt es 62 Millionen Wahlberechtigte in D.
      Und 10% von denen sind eben trotzdem 10%, auch wenn Du Dir 6 Mio Wähler als Gesamtzahl nicht vorstellen kannst..

      Na warten wir’s einfach mal ab, wir haben ja noch ein paar Tage.
      http://wiki.piratenpartei.de/images/d/df/Mitgliederentwicklung.png

      Rot/Grün/Orange ist doch kein schlechter Gedanke.

      Allerdings wird Rot immer kleiner und Orange wird immer größer.
      Eigentlich sollten wir doch gemeinsam am Schwarzen Anteil knabbern. Wenn ihr nicht leider seit Schily so tolle Gesetze beschlossen hättet… Ähm, beschließen würdet.

      Naja lassen wir das, vielleicht wirst Du ja auch irgendwann noch orange. Deine Ansichten sind zumindest schon gar nicht so schlecht.

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