Kurz verlinkt: Broder vs. Palmer

4. August 2009
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Die Stuttgarter Nachrichten haben einen Mailwechsel in der Causa Langer zwischen Henryk M. Broder und Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen, dokumentiert. Ein kurzer Auszug:

sie mögen eine ratssitzung par ordre de mufti beenden, nicht aber eine auseinandersetzung, in deren mittelpunkt ihre inkompetenz, ihre instinktlosigkeit und ihr schamlosigkeit stehen. auch wenn sie versuchen, den spiess umzudrehen. nicht ich habe dafür gesorgt, dass eine antizionistische antisemitin, altstalinistin und ahmadinejad-apologetin das bundesverdienstkreuz bekommt, sie waren es. und ich überlasse ihnen lieber ein paar meiner schönsten schneekugeln als das letzte wort in dieser sache.


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4 Responses to Kurz verlinkt: Broder vs. Palmer

  1. Robin on 5. August 2009 at 11:50

    Hm wow. Das hat wirklich nichts mehr mit Journalismus zutun.

    • Christian Soeder on 5. August 2009 at 12:10

      Palmer hat sich auch nicht gerade mit Ruhm befleckt. Ich empfinde die Ehrung von Frau Langer als sehr unschön und unpassend.

  2. Till Westermayer on 5. August 2009 at 13:08

    Die heutige taz zeigt, wie eine ausgewogene, gute Reportage zu diesem Thema aussehen kann.

  3. Markus Nagler on 6. August 2009 at 15:49

    sehr unschön und unpassend” klingt ziemlich schwammig. Bist du sicher, dass dein ungutes Gefühl nicht nur ein Produkt der Kampagne von Giordano, Broder et al. ist; Im Sinne von „wo Rauch ist ist auch Feuer” und irgendwas bleibt immer hängen? Ich habe bisher noch keinen Beleg gesehen, dass Frau Langer Antisemitin ist oder die Zerstörung des Staates Israel will (eine Form der Kritik an Israel die antisemitisch wäre.) Mir persönlich geht sie — in dem was ich gelesen habe — zu weit und ist zu einseitig*, aber deswegen aus ihrem BVK für humanitäres Engagement ein Problem zu machen erscheint mir übertrieben. Dazu laufen mir zu viele offene und einseitige Kritiker der Türkei, Russlands, des Iran und der Palästinenser über den Weg. Einseitige Positionen gehören nun mal zur Debatte und das ist kein Problem, wenn die Debatte damit nicht aufhört.

    Ausgerechnet Broder aus dem E-Mail-Wechsel zu zitieren halte ich dagegen für einen Fehler. Ich finde, Palmer hat sich gut geschlagen und ist vor allem sachlich geblieben. Broder (und Giordano) halte ich dagegen für den deutschen Rush Limbaugh. Trotz formaler Abgrenzung und Abgrenzbarkeit ist er letztlich Stichwortgeber und gemäßigt & präsentabler Vordenker für radikaler Islamhasser wie die von Politically Incorrect. Das kann er gerne machen, auch die Ängste dieser Menschen sollen Ausdruck finden. Was und wen er damit befördert muss er mit sich selbst ausmachen, aber zitieren würde ich ihn nicht.

    (Bevor jetzt jemand meint, ich hätte die Parallele übersehen: Auch Frau Langer befördert möglicherweise den Antisemitismus mit ihren Äußerungen. Auch sie muss das mit sich selbst ausmachen. Wenn Broder sich langjährig für die Opfer palästinensischer Terroranschläge eingesetzt hat, darf er meinetwegen auch gerne dafür das BVK bekommen. Auch Frau Langers Kritik an der Israelischen Politik würde ich mir nicht durch ein Zitat zu eigen machen.)

    * wobei sie z.B. in dem Interview mit Muslim Markt /interview/2008/langer.htm wiederholt die Raketenanschläge aus dem Gaza-Streifen kritisiert. Deswegen ist das Interview natürlich trotzdem einseitig und man sollte einer solchen Seite nicht unbedingt ein Interview geben.

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