Dirk Kurbjuweit hat im SPIEGEL im Mai diesen Jahres einen längeren Artikel über Philipp Mißfelder veröffentlicht — und ihn in kein gerade positives Licht getaucht:
Es geht jetzt um Philipp Mißfelder, es geht um den Zustand des Menschen in der Politik. Bislang hat Mißfelder sich besonders gut im politischen System zurechtgefunden. Niemand hat so schnell Karriere in der CDU gemacht wie er. […] Er geht mit langen, trägen Schritten, sein Kopf ist gebeugt. Aus der Ferne könnte man ihn für einen alten Mann halten.
Extra3 hat sich der Thematik dankenswerter Weise angenommen und dem „Quatschkopp der Jungen Union” einen Song gewidmet:

Also du kannst den Namen denke ich, bis auf einige wenige ausnahmen, leider beliebig austauschen — der Artikel würde nichts an Wahrheitsgehalt verlieren.…
.…. stimmt, Simon .… der Artikel beschreibt eben Politik …
Der Artikel ist unbedingt zu empfehlen — Ich bin übrigens der Meinung, dass Philipp Missfelder eine Extremform des Berufspolitikers darstellt. Dass alle oder der Großteil Politiker so sind — wie meine zwei Vorredner implizieren — halte ich für Unsinn.
Mißfelder ist ein Extrem. Simon, das ist doch Unsinn zu sagen, Mißfelder sei der Regelfall. Es gibt doch auch in der Union normale Leute.
Mißfelder würde ich nicht als Extrem bezeichnen — er ist Machtpolitiker wie viele andere auch. Und ich bin der Meinung, dass es viele von dieser Sorte gibt und damit der Name beliebig austauschbar ist. Es gibt wenige Politiker, die ihre eigene Karriere einem großen Ziel unterordnen, sondern immer mehr die das große Ziel aus dem Blick verlieren und bei denen die Karriere in den Vordergrund rückt
Ach und noch was: ich beziehe das nicht auf die Union.… ich rede von allen Parteien!
Hast du den Artikel den gelesen? Es läuft einem bei der Lektüre kalt den Rücken runter. Dass bei den meisten Berufspolitikern die Karriere durchaus eine wichtige Roll spielt bezweifle ich nicht, dass sie aber derart dominant wie beim Riesenbaby der CDU ist, das bezweifle ich schon.
Missfelder ist nicht einfach nur ein gesichts– und visionsloser Hinterbänkler, der seinen Posten behalten will. Davon gibt es viele. Er ist ein gesichts– und visionsloser Kariierist, der ganz nach oben will.
keine sorge, hab den artikel mehrfach gelesen und lange drüber nachgedacht.…