Am 4. Juli 1776 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Unabhängigkeit gegenüber der Krone Großbritanniens. Ein großer Tag. Geschichte wurde geschrieben. Die Unabhängigkeitserklärung, die maßgeblich von Thomas Jefferson verfasst wurde, ist es noch heute wert, gelesen und zitiert zu werden:
Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket. […] Wenn aber eine lange Reihe von Misshandlungen und gewaltsamen Eingriffen auf einen und eben den Gegenstand unablässig gerichtet, einen Anschlag an den Tag legt sie unter unumschränkte Herrschaft zu bringen , so ist es ihr Recht, ja ihre Pflicht, solche Regierung abzuwerfen , und sich für ihre künftige Sicherheit neue Gewähren zu verschaffen. (Quelle: br-online.de)
Dass diese Rechte nicht von Anfang an allen Menschen Amerikas zukamen, sollte hierbei nicht vergessen werden: de facto standen sie nur weißen Männern zu. Aber wer wäre heute ein besseres Symbol für die Verwirklichung des amerikanischen Traumes, und wer könnte die Bedeutung dieses Tages besser erklären als Präsident Barack Obama?
This weekend, our family will join millions of others in celebrating America. We will enjoy the glow of fireworks, the taste of barbeque, and the company of good friends. As we all celebrate this weekend, let’s also remember the remarkable story that led to this day.
Two hundred and thirty-three years ago, our nation was born when a courageous group of patriots pledged their lives, fortunes, and sacred honor to the proposition that all of us were created equal.
Our country began as a unique experiment in liberty — a bold, evolving quest to achieve a more perfect union. And in every generation, another courageous group of patriots has taken us one step closer to fully realizing the dream our founders enshrined on that great day.
Today, all Americans have a hard-fought birthright to a freedom which enables each of us, no matter our views or background, to help set our nation’s course. America’s greatness has always depended on her citizens embracing that freedom — and fulfilling the duty that comes with it.
As free people, we must each take the challenges and opportunities that face this nation as our own. As long as some Americans still must struggle, none of us can be fully content. And as America comes ever closer to achieving the perfect Union our founders dreamed, that triumph — that pride — belongs to all of us.
So today is a day to reflect on our independence, and the sacrifice of our troops standing in harm’s way to preserve and protect it. It is a day to celebrate all that America is. And today is a time to aspire toward all we can still become.
Es ist wahr: heute ist der Tag, Amerika zu feiern. Und wie ginge das besser als mit Whitney Houstons göttlicher Interpretation des „Star-Spangled Banner”?



Ich finde es bemerkenswert, wie kuschelig, toll und super-duper die USA, ihre Innen– und Außenpolitik seit Obama für manche erscheinen / sind.
Das gesellschaftspolitische System in den USA ist in weiten Teilen reformunfähig, als Beispiel das im 21. Jahrhundert unbrauchbare reine Mehrheitswahlrecht oder die an Monarchien erinnernde Direktwahl des Präsidenten– na, mal gut, dass es doch keine Frau werden mußte, oder?
Die USA sind für mich andererseits auch nicht der Nabel des Bösen oder ein Land, in dem nur Schwachköpfe wohnen. Wer allerdings hierzulande entweder aus Verblendung oder Berechnung stets alles gut heißt, dass aus /von den USA kommt/ initiiert wird, der sollte sich Fragen stellen.
Achja, wir haben Bundestagswahl– nein, die Linke im Ganzen ist nicht „anti-amerikanisch”, ich bin es auch nicht, denn was sollte „man” gegen die Mehrheit der BewohnerInnen dieses Landes haben, die weder Präsidenten wählen noch Senatoren usw.?
Die SPDtrug und trägt fast jeden Mist mit, den die „Amis” außenpolitisch verzapft haben, von Vietnam über das Stärken Saddam Husseins in den 80igern bis zu Afghanistan heute.
Andere Frage– warum sind die ach-so-rechtschaffenen USA nicht Teil der Völker-/Nationengemeinschaft, die den internationalen Straf-Gerichtshof unterstützt?
Der Morgen ist so schön, erstmal Pause ;-)
Die USA waren mir schon immer sehr sympathisch, auch wenn ich noch nicht dort war. Verstehe den Kommentar nicht so wirklich, muss ich sagen.
Die Direktwahl des Präsidenten erinnert an Monarchie? Könige werden nicht gewählt, jedenfalls nicht von der allgemeinen Bevölkerung.
Das Mehrheitswahlrecht funktioniert für die USA wunderbar, und das nun schon seit über 200 Jahren. Warum es also ändern?
Den letzten Satz würde ich so nicht unterschreiben. Bloß weil ein Land nie etwas andere erlebt hat heißt es noch lange nicht, dass es für das Land optimal wäre. Das gleiche gilt übrigens auch für das Verhältniswahlrecht in Deutschland.
Beide Systeme haben ihre Tücken, aber ich halte das Verhältniswahlrecht doch für einen Tick besser, demokratischer.
Ich finde „unser” Verhältniswahlrecht auch besser. Das ist aber nicht der Punkt. Die USA sind mit ihrem System gut gefahren, warum es also ändern?
Weil es theoretisch auch besser geht. Das amerikanische System hat durchaus Schwächen, die mit einem Verhältniswahlrecht behoben werden könnten.
„Die USA waren mir schon immer sehr sympathisch, auch wenn ich noch nicht dort war. Verstehe den Kommentar nicht so wirklich, muss ich sagen.„
Das ist nicht nur eine Frage des Standspunkts, sondern des Wollens.
Die USA sind m. E. genausowenig sakrosankt wie andere Staaten. Dass die USA seit Bestehen der UN(O) die internationalen Institutionen und Verträge sowie das Völkerrecht nur dann ernst nehmen, wenn es gerade mal den eigenen Interessen dient, ist mehr als ein kleiner Skandal.
„Die Direktwahl des Präsidenten erinnert an Monarchie? Könige werden nicht gewählt, jedenfalls nicht von der allgemeinen Bevölkerung.„
Dazu Auszug aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlm%C3%A4nner
Ungebundenheit an Wählerwillen
Die Wahlmänner sind theoretisch frei in ihrer Entscheidung – nur in den Anfangszeiten der USA wurden sie einem Kandidaten jeweils fest zugeordnet. In der Praxis werden in jedem Staat nur die Unterstützer eines Präsidentschaftskandidaten bestimmt. Das kann bei knappen Wahlergebnissen dazu führen, dass sich im Electoral College andere Mehrheitsverhältnisse bilden als bei der eigentlichen Volkswahl. Zuletzt geschah dies 2000 bei der Wahl von George W. Bush.
„Das Mehrheitswahlrecht funktioniert für die USA wunderbar, und das nun schon seit über 200 Jahren. Warum es also ändern?„
Weil es schon damals undemokratisch war und im Laufe von mehr als zwei Jahrhunderten wenig Verbesserungen unterlag.
In Dt. hatten wir auch mal ein Drei-Klassen-Wahlrecht, hatte auch prima funktioniert– nach dem „Anspruch” der reinen Praktikabilität könnte „man” ja auch das wieder einführen– oder?
Im Übrigen ist das Wahlrecht gerade aktuell– genial die Begründung eures „Fach”-Genossen MdB, warum ihr dem Vorschlag der Grünen, mitgetragen von der Linkspartei, im Bundestag nicht gefolgt seid– es wäre eh im Bundesrat von der Union torpediert worden–
klar, (bald) überall große Koalitionen (Sachen, Thüringen, Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Sachen-Anhalt, rein Unions-regiert ist nicht mal mehr Bayern) und die SPD mittenmang– aber nichts zu melden?
Sag’ mir mal einer, für wie blöd halten manche MdB’s den mündigen Bürger?
Im Übrigen haben wir kein reines Verhältniswahlrecht– Überhangmandate, mit ihrem rechtsbedingten ungleichen Stimmgewicht, wären unmöglich, wenn wir nicht diese unnötigen DirektkandidatInnen hätten– meiner Erfahrung nach ist deren Einbindung in lokal und regional Entscheidendes sehr gering– selbst ihre Aufstellung ist im Regelfall nur eine Widerspiegelung der jeweiligen Landesliste– zudem ist es für mich auch nicht nachvollziehbar, warum sog. Volksparteien (rein dt. Erfindung wie das Klopapier), also größere Parteien, m. E. nur ein Konglomerat aus den Unfähigsten in der Politik (siehe Frau U. Schmidt), über diese Mehrheitswahl bevorzugt werden gegenüber sog. Partikularparteien.
Aber viele (alle?) Grundsätze sind der SPD auf ihrem langen Weg abhanden gekommen– die alte Tante sollte abtreten. Im Alter kommen Demenz und Alzheimer.
(ok, jetzt a. E. etwas bissig)
Schönen Tag :-)
Achso, nur das übliche Gelaber. Dachte schon, es käme mal was Sinnvolles.
Genau so drücken sich die SPDlerInnen (fast) immer, nie um Diskussionvermeidung verlegen, tsts, erst einen Thread (Blogeintrag) eröffnen und sich dann wundern, dass das großzügige Angebot, sich äußern zu dürfen, auch wahr genommen wird.
Ob das die Demokratie ist, die die SPD lebt?
Na, dann gute Nacht.
MfG
Der Anspruch, man müsse mit jedem Kommentator eine Grundsatzdebatte führen wollen, ist reichlich vermessen.
Richtig, wollen wollt ihr (bei /in der SPD) eben nicht (mehr).
Die Arroganz der Macht.
DDR.
Nichts gelernt.
qed
Hallo,
seid ihr schon mal auf den Gedanken gekommen dass überall dieselbe Scheiße herrscht? Egal ob Sozialismus, Kapitalismus oder wie es heißen soll. (Kommunismus hat es nie gegeben!).
Überall wird Propaganda wird das angeblich Richtige gemacht.
Setzt euer Resthirn ein wenn ihr wählen geht!
Gruß
Maik