„Let’s get stoned”

Voriges Wochenende war nicht nur SPD-Wahlparteitag — auch die Jusos Baden-Württemberg haben sich am Samstag zu einer Vorstandssitzung getrof­fen. Anwesend waren neben dem Landesvorstand auch die Kreisvorsitzenden der einzel­nen Kreisverbände.

Bei diesem Treffen wurde natür­lich die Kommunalwahl nach­be­han­delt, aber ebenso ein Motto für den Juso-Bundestagswahlkampf fest­ge­legt: die Südwest-Jusos werden mit einem mutigen „Let’s get stoned” in den Wahlkampf ziehen und fragen schon jetzt nach guten Vorschlägen zur Umsetzung.

Spontane Ideen: Zigaretten-Paper mit Steinmeier-Logo, Tütchen mit rotem SPD-Sand, Feuerzeuge (gehen eh immer).

Der Alternativvorschlag „sozial is muss” konnte sich übri­gens nicht durch­set­zen.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

10 Gedanken zu „„Let’s get stoned”“

  1. Dass die jusos bawü in zeiten wo stär­ke­rer nicht­rau­cher­schutz ange­bracht wäre, solche ideen haben, passt an der stelle genauso ins bild wie die meta­pher von markus.

  2. Ich zitiere mal von http://www.kamikaze-demokratie.de

    „Update: zumin­dest die Südwest-Jusos haben anschei­nend erkannt, dass die SPD nüch­tern nicht mehr zu ertra­gen ist – anders kann ich deren Wahlkampf-Slogan “Let’s get stoned” echt nicht inter­pre­tie­ren…”

    Ich für meinen Teil meine, dass es gar nicht so viele Drogen gibt, als dass die Verräter-Partei noch irgend­wie ertrag­bar ist.…

  3. Wie ich schon auf der Landesvorstandssitzung ange­merkt habe, ist das Motto zwar mäßig witzig, aber welchen Inhalt wollen wir eigent­lich verkau­fen?

    Der Jugendwahlkampf der Jusos BaWü krankt daran keiner­lei inhalt­li­che Aussage zu haben (zumin­dest bisher). Es wurde sich nicht über­legt worauf wir inhalt­lich einen Schwerpunkt legen könnte und welches Motto und Materialien dazu passen würden.

    Jetzt haben wir ein (mäßig tolles) Motto mit dem sich außer Drogeninhalten fast nichts verknüp­fen lässt und dessen Wortwitz mit Steinmeier fast niemand kapiert. Die dazu vorge­schla­ge­nen Materialien sind zwar witzig, aber sie können eben nicht vermit­teln worum es den Jusos inhalt­lich geht.

    So verkommt der Jugendwahlkampf zur komplett inhalts­lee­ren Zone und wird nicht das Potential der Jusos in BaWü entfal­ten können.

    1. Ich kann dem nur zustim­men, diesen Zusammenhang zu den „Stones” versteht wirk­lich niemand, selbst Leute, die unserer Partei eigent­lich nahe­ste­hen.

      Und darüber­hin­aus kann ich dem ganzen auch nur das abge­win­nen, dass wir in diesem Wahlkampf wohl ein dickes Fell oder oben­ge­nannte Rauschmittel brau­chen. Themen wie Zensursula oder allge­mein Eingriffe in Grundrechte werden uns wohl desöf­te­ren um die Ohren gehauen werden, und ich selber hab darauf noch keine Antwort gefun­den.

      Wofür stehen wir denn eigent­lich? Weiß das noch jemand?

  4. Keine Chance der Verräterpartei Deutschlands. Ich wünsche Euch ein schnel­les Ende. Eure Vorstellung war ekel­haft.

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