Wo sind die SPD-Stammwähler hin?

Jedenfalls nicht zur FDP:

So nicht, liebe FDP. Ich gebe kleinlaut zu, ich habe ernsthaft drüber nachgedacht, euch im September nach etlichen Jahren als SPD-Stammwähler und anschließender Abstinenz meine Stimme zu geben. Die Rechnung: Wenn die CDU ohnehin gewinnt, kann ein starker Koalitionspartner aus dem liberalen Lager, der sich für Bürgerrechte stark macht, nicht falsch sein.

Was die FDP von Freiheitsrechten hält, wenn sie selbst betroffen ist, hat jüngst ihr Generalsekretär persönlich vorexerziert. Dirk Niebel beschwert sich schriftlich bei ARD-Chef Peter Boudgoust, weil sich SWR-Reporter Thomas Leif in seiner Sendung wagte, der blonden EU-Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin ein paar harmlose, aber unbequeme Fragen über ihr Arbeitsethos zu stellen.

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7 Kommentare

  1. Erstellt am 12. Juni 2009 um 20:32 | Permanent-Link

    Pah, Du und Stammwähler. Das wird doch maximal Deine 4. Bundestagswahl im September :-)

    Während ich Deine Meinung zur Reaktion von Koch-Mehrin vollumfänglich teile, kann ich beim Verhalten Niebels nichts wirklich schlimmes erkennen. Ein Generalsekretär soll doch bellen (nein, zeig mir jetzt bitte nicht das Video von Niebel vs. Pofalla). Auch wenn sich Herr Leif erstaunt zeigt, kann ich nicht ganz glauben, dass die verschiedenen Gremien der ÖR-Sender nie Post von den jeweiligen schlecht weggekommenen Parteien bekommen. In Bayern schaltet man ja sogar ganz gerne mal ab, wenn das gesendete nicht gefällt.

    • Erstellt am 12. Juni 2009 um 20:38 | Permanent-Link

      Nene, das ist ein Missverständnis. Der obige Text ist ein Zitat aus einem anderen Blog (siehe Link), ich bin erst 23. ;-)

      Und außerdem habe ich nicht darüber nachgedacht, FDP zu wählen. Nur fürs Protokoll. :P

      • Erstellt am 12. Juni 2009 um 21:32 | Permanent-Link

        Ich klick doch nicht auf links, wer weiss, wohin man da kommt bei Euch Jusos, das stand ja sogar in der Bild!!!!!!1einself

        Und die wissen was die schreiben, da sitzt die Creme de la Creme des deutschen Investigativ-Journalismus (sagt zumindest der Diekmann).

  2. Fool
    Erstellt am 12. Juni 2009 um 21:37 | Permanent-Link

    Ich, der Autor dieser Zeilen, habe dreimal vergeblich versucht, Helmut Kohl abzuwählen. Reicht als Nachweis? Ansonsten zeigt Niebels Intervention, welch fragwürdige Vorstellung die deformierte politische Klasse (nicht beschränkt auf die Liberalen) von der Presse und ihrer Funktion hat.

  3. Kalle
    Erstellt am 13. Juni 2009 um 09:50 | Permanent-Link

    Die FDP besteht vielleicht aus 10% Bürgerrechtlern. Der Rest ist vorallm Wirtschaftsliberalismus wichtig.

  4. Erstellt am 13. Juni 2009 um 16:26 | Permanent-Link

    Ich, der Autor dieser Zeilen, habe dreimal vergeblich versucht, Helmut Kohl abzuwählen.

    du hast Dich einfach nicht genug angestrengt, mir ist das gleich beim ersten Mal gelungen :-)

    Die Vorstellung beschränkt sich ja nicht auf die politische Klasse. Die ist beim Vorstandsvorsitzenden genauso verankert wie beim C-Promi. Das es ihnen (ausserhalb vielleicht des Buske-Senats in Hamburg) eigentlich nie dauerhaft gelingt, sollte doch positiv stimmen.

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