Wo sind die SPD-Stammwähler hin?

Jedenfalls nicht zur FDP:

So nicht, liebe FDP. Ich gebe klein­laut zu, ich habe ernst­haft drüber nach­ge­dacht, euch im September nach etli­chen Jahren als SPD-Stammwähler und anschlie­ßen­der Abstinenz meine Stimme zu geben. Die Rechnung: Wenn die CDU ohnehin gewinnt, kann ein starker Koalitionspartner aus dem libe­ra­len Lager, der sich für Bürgerrechte stark macht, nicht falsch sein.

Was die FDP von Freiheitsrechten hält, wenn sie selbst betrof­fen ist, hat jüngst ihr Generalsekretär persön­lich vorex­er­ziert. Dirk Niebel beschwert sich schrift­lich bei ARD-Chef Peter Boudgoust, weil sich SWR-Reporter Thomas Leif in seiner Sendung wagte, der blonden EU-Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin ein paar harm­lose, aber unbe­queme Fragen über ihr Arbeitsethos zu stellen.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

7 Gedanken zu „Wo sind die SPD-Stammwähler hin?“

  1. Pah, Du und Stammwähler. Das wird doch maximal Deine 4. Bundestagswahl im September :-)

    Während ich Deine Meinung zur Reaktion von Koch-Mehrin voll­um­fäng­lich teile, kann ich beim Verhalten Niebels nichts wirk­lich schlim­mes erken­nen. Ein Generalsekretär soll doch bellen (nein, zeig mir jetzt bitte nicht das Video von Niebel vs. Pofalla). Auch wenn sich Herr Leif erstaunt zeigt, kann ich nicht ganz glauben, dass die verschie­de­nen Gremien der ÖR-Sender nie Post von den jewei­li­gen schlecht wegge­kom­me­nen Parteien bekom­men. In Bayern schal­tet man ja sogar ganz gerne mal ab, wenn das gesen­dete nicht gefällt.

    1. Nene, das ist ein Missverständnis. Der obige Text ist ein Zitat aus einem anderen Blog (siehe Link), ich bin erst 23. ;-)

      Und außer­dem habe ich nicht darüber nach­ge­dacht, FDP zu wählen. Nur fürs Protokoll. :P

      1. Ich klick doch nicht auf links, wer weiss, wohin man da kommt bei Euch Jusos, das stand ja sogar in der Bild!!!!!!1einself

        Und die wissen was die schrei­ben, da sitzt die Creme de la Creme des deut­schen Investigativ-Journalismus (sagt zumin­dest der Diekmann).

  2. Ich, der Autor dieser Zeilen, habe dreimal vergeb­lich versucht, Helmut Kohl abzu­wäh­len. Reicht als Nachweis? Ansonsten zeigt Niebels Intervention, welch frag­wür­dige Vorstellung die defor­mierte poli­ti­sche Klasse (nicht beschränkt auf die Liberalen) von der Presse und ihrer Funktion hat.

  3. Die FDP besteht viel­leicht aus 10% Bürgerrechtlern. Der Rest ist vorallm Wirtschaftsliberalismus wichtig.

  4. Ich, der Autor dieser Zeilen, habe dreimal vergeb­lich versucht, Helmut Kohl abzu­wäh­len.

    du hast Dich einfach nicht genug ange­strengt, mir ist das gleich beim ersten Mal gelun­gen :-)

    Die Vorstellung beschränkt sich ja nicht auf die poli­ti­sche Klasse. Die ist beim Vorstandsvorsitzenden genauso veran­kert wie beim C-Promi. Das es ihnen (ausser­halb viel­leicht des Buske-Senats in Hamburg) eigent­lich nie dauer­haft gelingt, sollte doch positiv stimmen.

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