Die zweite Phase der SPD-Europawahlkampagne startet. Nach dem ersten Video und den Plakaten, die stark rezipiert wurden, geht es nun weiter mit den eigenen Inhalten, nachdem in der ersten Phase die Gegner angegriffen wurden.
Mehr SPD für Europa. Das heißt: ein Europa der sozialen Gerechtigkeit. Ein Europa, in dem Dumpinglöhne verhindert werden. In der neue Energien gefördert werden. Zum Frieden und zur Freiheit gesellt sich hinzu das Soziale. Am 7. Juni 2009.

Wie absurd — die SPD steht für soziale Gerechtigkeit und eure Mitglieder wollen Armen das Kinderkriegen verbieten?
Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus!
http://lieinthesound.wordpress.com/2009/05/13/sarrazins-wahn-zwangssterilisationen-fur-harzt-4-empfanger/
Dieser Spot ist technisch gut gemacht aber inhaltlich bringt er mich auf die Palme. Ich habe keine Lust, mir diesen biligen Populismus von Martin Schulz anzutun. Hier wird einfach die Verantwortung für die Krise den anonymen „Marktdarikalen” in die Schuhe geschoben. Eine groteske Verzerrung der Wirklichkeit, hat doch Rot-Grün unter Schröder kräftig dereguliert.
Natürlich waren es die Ideen der Marktradikalen, die uns die Finanzkrise eingebrockt haben, aber realisiert wurden die Bedingungen unter reger Beteiligung fast aller großen politischen Parteien in Deutschland. Einzig die LINKE (oder PDS) konnte mangels Gelegenheit nicht mit„helfen”.
Bei soviel Unaufrichtigkeit kann ich als Genosse nur den Kopf schütteln. Meine Sympathien für Martin Schulz, der sich für so einen schamlosen Satz hergibt, sind grade erheblich gesunken.
Anscheinend ist man sich in der Nordkurve einig, dass nicht ein Schuldeingeständnis oder ein bisschen Demut ob der Verfehlungen von Rot-Grün beim Wähler wirkt sondern plumpe Lügen.