Verspäteter Aprilscherz: Übergewicht als „Schlüsselfaktor” gegen den Klimawandel

Ich finde Klimaschutz wichtig. Um das gleich einmal klar­zu­stel­len. Und ich finde auch, dass allge­mein ein Umdenken einset­zen muss, um unseren Planeten nicht zu über­for­dern und unseren Kindern und Enkelkindern eine lebens­werte Umwelt über­las­sen zu können. Bessere Wärmeeinsparmaßnahmen, Förderung rege­ne­ra­ti­ver Energien, weniger Automobilverkehr und so weiter. Dazu gehört auch Verzicht: der Westen hat jahre­lang sehr gut auf Kosten der Natur gelebt.

Was briti­sche Forscher nun aber laut der WELT angeb­lich verkün­det haben, das ist einfach nur grotesk: dünne Menschen seien besser fürs Klima, deshalb müsse Übergewicht als „Schlüsselfaktor” gegen den Klimawandel betrach­tet werden. Im Klartext: Menschen sind das Problem. Logischerweise müsste als nächs­tes Geburtenkontrolle als Schlüsselfaktor gegen den Klimawandel erkannt werden. Man darf gespannt sein, welche „Wissenschaftler” als erstes auf diese glor­rei­che Idee kommen.

Manchmal kann man sich einfach nur an den Kopf fassen. Eine Genossin hat es sehr tref­fend auf den Punkt gebracht: „Warum klonen wir nicht gleich den sport­li­chen, nicht rauchen­den und über­haupt von allen Lastern befrei­ten Menschen, der wenig Freizeit braucht und viel arbei­ten kann und der nicht älter 65 wird?”

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.