Nachtrag: Juso-LDK Baden-Württemberg 2010: Solidarität mit Griechenland!

Die Jusos Baden-Württemberg erklären sich solidarisch mit den griechischen BürgerInnen. Wir lehnen die griechenfeindliche Hetze, die von einigen Medien und Politikerinnen geführt wird, zutiefst ab.

Die öffentliche Debatte zeichnet ein Bild, wonach das Geld der deutschen SteuerzahlerInnen an einen bankrotten Staat überwiesen werde. Dieses Bild ist falsch: Die Hilfen für Griechenland kommen nicht aus dem Bundeshaushalt, sondern werden von der KfW am Finanzmarkt aufgenommen. Da die KfW dies derzeit deutlich günstiger kann als der griechische Staat und diese Differenz nicht voll weitergibt, erzeugt das Hilfspaket im Erfolgsfall eine positive Rendite für den deutschen Staatshaushalt. Aufgrund der exorbitant steigenden Zinsen für griechische Staatsanleihen wandern die griechischen Sparanstrengungen derzeit direkt in Taschen internationaler FinanzspekulantInnen. Dies soll durch die Hilfen beendet werden. Wir Jusos fordern deswegen die finanzielle Solidarität mit dem Euroland Griechenland.

Die griechischen Regierungen sind nicht unschuldig an der Krise, die Griechenland so hart trifft. Die Jusos verurteilen die Täuschungsmaßnahmen, mit denen frühere griechische Regierungen nicht nur den Beitritt zum Euro bewirkt haben, sondern auch die Verstöße gegen die Konvergenzkriterien während der vergangenen Jahre verschleierten. Klientelpolitik, Korruption, Duldung von Steuerhinterziehung und extrem hohe Militärausgaben haben ihr Übriges zur heutigen Haushaltslage Griechenlands beigetragen. Dabei wurden rund ein Drittel der von Griechenland (von 2005–2009) importierten Rüstungsgüter in Deutschland gekauft.

Die griechische Schuldenkrise lässt sich aber nicht adäquat durch Korruption oder eine übermäßig hohe Staatsquote erklären [1]. Zu einer ehrlichen Analyse gehört es auch, festzuhalten, dass die Höhe der griechischen Nettokreditaufnahme und der griechische Schuldenstand für ein Industrieland zumindest nicht einmalig sind und Griechenland auch Opfer der internationalen Finanzmärkte und der Finanzmarktkrise seit 2008 geworden ist. Eine Studie der EZB zeigt, dass sich die umfangreichen Garantien und frisches Eigenkapital für griechische Banken nachhaltig auf die Beurteilung des Ausfallrisikos von Staatsanleihen und den Preis für Versicherungen gegen Zahlungsausfälle (Credit Default Swaps/CDS) auswirkten. Das Kreditrisiko Griechenlands ist durch die staatlichen Rettungspakete massiv gestiegen [2].

Die ablehnende Haltung der schwarz-gelben Bundesregierung verhinderte die notwendige finanzielle Unterstützung der Euroländer im Februar 2010 und zwang Griechenland weiter, Kapital zu einem ungerechtfertigt hohen Preis auf den Finanzmärkten zu beschaffen. Das Zögern der Bundesregierung eröffnete den Rating-Agenturen den Vorwand, die Solidarität der Euroländer untereinander zu bezweifeln und damit die Gefahr heraufzubeschwören, AnlegerInnen in griechische Staatsanleihen sähen ihr Geld nicht mehr wieder. Hintergründig muss es den AkteurInnen auf den Finanzmärkten jedoch klar sein, dass es im Interesse keines Eurolandes ist, wenn ein Mitgliedstaat staatsbankrott geht. Sinn und Zweck dieses Vorgehens war alleine, Zinsgewinne zu Lasten des Euro zu erzielen.

Mittelfristig bleibt die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die nachhaltige Antwort auf Krisen wie die griechische. Denn dort, wo die öffentlichen Schulden niedrig sind, sinkt auch der Bedarf an privatem Kapital, das den Spielregeln der internationalen Finanzmärkte unterliegt. Die griechische Regierung hat mit einem überaus ambitionierten Konsolidierungsprogramm bereits einen großen Anteil an der Lösung der Krise geleistet, dessen Umsetzung nun aber auch konsequent überwacht werden muss. Diesen Anteil haben insbesondere die griechischen ArbeitnehmerInnen zu tragen, deren verfügbare Einkommen, entgegen der verbreiteten Meinung, bereits weit unter dem Schnitt der Eurostaaten liegen [3]. Dies verdient unseren Respekt.

Auch die Euroländer haben ihren Beitrag zu leisten, denn sie sind längst zu einer „Schicksalsgemeinschaft“ verwoben. Deutschland, dessen größter Handelspartner die Eurostaaten sind, profitiert als Exportnation in besonderem Maße vom Euro. Deswegen trägt es auch eine besondere Verantwortung für den Euro. Die Euroländer müssen das klare Zeichen setzen, dass sie niemanden innerhalb der Gemeinschaftswährung finanziell liegen lassen, sofern sie dies mit der konsequenten Regulierung der Finanzmärkte verknüpfen. Nur so lässt sich der Euro gegen Spekulation von außen schützen. Deshalb begrüßen wir es, dass sich Deutschland mittlerweile für die finanzielle Unterstützung Griechenlands entschieden hat, kritiseren aber zugleich, dass die privaten Anlagegläubiger nur marginal an dem Rettungspaket beteiligt werden. Sie profitieren unmittelbar davon, wenn griechische Staatsanleihen aufgrund der Hilfe des IWF und der Euroländer nicht untergehen. Die Kosten der Finanzkrise dürfen nicht ausschließlich verstaatlicht werden.

Die griechische Krise bloß mit Geld zu lösen, hieße, nur die Symptome zu kurieren, nicht aber die Krankheit selbst. Deswegen müssen die internationalen Finanzmärkte reguliert werden. Beließe man es bei Finanzhilfen, ist die nächste Krise bereits am Horizont sichtbar. Die Finanzmärkte heute zu regulieren, heißt, das Steuergeld von morgen zu sparen. Um derartige Krisen in Zukunft zu vermeiden, fordern wir deshalb weitergehende Maßnahmen:
– Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer.
– Schaffung einer öffentlich-rechtlichen europäischen Rating-Agentur, die ihre Ratings transparent macht. Die Euroländer sollen nur noch vom Rating solcher Institutionen abhängig sein, die der Euro-Stabilität verpflichtet sind.
– Verbot bestimmter Finanzmarktprodukte wie Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), sofern sie nicht zur Absicherung eigener Risiken dienen, oder Leerverkäufe.
– Schaffung eines Durchgriffs– und Weisungsrechts des europäischen Statistikamts EUROSTAT gegenüber den nationalen Statistikämtern, um so Datenbetrug bei der Haushaltsüberwachung zu verhindern.
– Stärkere europäische wirtschaftspolitische Einbettung, die in transparenten und öffentlichen Verfahren im Rat geschehen muss und die ergänzt um das Instrument eines Europäischen Währungsfonds wird. Langfristig kann eine Währungsgemeinschaft ohne Wirtschafts– und Sozialgemeinschaft nicht funktionieren.
– Schaffung von sog. „Eurobonds“, die von der gesamten Union besichert sind.

Wir sind in einer Situation, in der europäische Notwendigkeiten und deutschnationaler Populismus gegeneinander stehen“ (Financial Times Deutschland, 23. März 2010): Entscheiden wir uns für die europäische Notwendigkeit!

[1] http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=tec00023&plugin=1
[2] http://www.ecb.int/pub/pdf/scpwps/ecbwp1127.pdf
[3] http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=reg_ehh2inc=de

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Sommerloch: Staatsleistungen für die Kirchen

Das Sommerloch will gestopft werden. Ein Thema aktuell: die Staatsleistungen an die Kirche.

Mal davon abgesehen, dass 460 Millionen Euro bei einem Gesamtbundeshaushalt von über 327 Mlliarden Euro ein nicht gerade großer Posten sind, gilt: Pacta sunt servanda. Wenn die Länder die Staatsverträge mit den Kirchen dennoch nicht mehr erfüllen möchten, sind logischerweise Ersatzleistungen vorzunehmen. Ob diese Ersatzleistungen wirklich niedriger sein würden als die jährlichen Zahlungen und wie langwierig die Verhandlungen, das steht auf einem anderen Blatt. So einfach und so günstig, wie von Lautsprechern wie FDP-Kubicki dargestellt, ist es jedenfalls nicht.

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Kraft: „Wir werden Antworten finden”

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Warum will ausgerechnet die LINKE Adolf Sauerland vor Hartz IV bewahren?

Ein Kommentar von Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin zum unerträglichen öffentlichen Wehklagen um den Pensionsverlust des politisch Verantwortlichen an der Duisburger Deathparade.

Wie verkommen ist die Moral einer Politklasse eigentlich, die angesichts des Verlust des Lebens von 21 jungen Menschen, des lebenslänglichen Schmerzes ihrer Angehörigen und Freunde sowie des Traumas, unter dem zigtausend Teilnehmer der Deathparade von Duisburg ein ganzes Leben lang leiden werden, in unerträglicher Weise über den Verlust des Pensionsgeldes des Oberbürgermeisters nachdenken? Wäre das nicht im Vergleich zu dem Leid von Zigtausenden, das Adolf Sauerland zu verantworten hat, eine geradezu bescheidene Mindeststrafe?

Es ist ein Skandal, dass nun die LINKE vorgeprescht ist, um ihm durch Abwahl den Weg für einen folgenlosen Abgang frei zu machen und seine rund 7.600,- €-Pension zu retten. Ausgerechnet die LINKE will Sauerland vor Hartz IV bewahren.

Dabei ist Hartz IV noch eine viel zu milde Mindeststrafe für denjenigen, der politisch und moralisch die Schuld an unsäglichem Leid für die Stadt trägt, die er als Oberbürgermeister vor Schaden hätte bewahren müssen. Millionen Menschen in diesem Lande sind unverschuldet zu Hartz IV verurteilt. Warum will die LINKE ausgerechnet die Amnestie für einen CDU-Oberbürgermeister, dessen Schuld unvorstellbar groß ist – und im übrigen aus unersättlicher Macht– und Geldgier erwachsen?

Aber vielleicht braucht er sich ja schon bald gar keine Sorgen mehr zu machen, ob er „Kosten der Unterkunft“ und „Regelsatz“ bekommt? Zumindest dann nicht, wenn Recht, Gesetz und Strafen für alle in diesem Lande gleichermaßen gelten.

Es wäre eine Abgrundtiefe Verhöhnung der Opfer – der Gestorbenen wie der Lebenden – und eine Beleidigung der Hinterbliebenen, wenn jetzt auch noch die üblichen politischen Kungelrunden dafür sorgen würden, dass OB Sauerlands Ruhestand ja nicht durch Geldsorgen gestört wird.

Wenn der allerdings noch ein winziges Fünkchen Ehrgefühl besäße, so würde er noch vor der Trauerfeier am Samstag seinen Hut nehmen – und nicht solange auf seinem Stuhl im Rathaus kleben bleiben, bis er seine Pfründe gerettet hat. Und von den Parteien aller Couleur ist zu hoffen: Ihr Ehrgefühl möge soweit reichen, dass sie dieses schäbige Spiel ums goldene Kalb nicht auch noch unterstützen.

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Was sind das für Leute?

Ich habe nur eine Frage: was sind das für Leute?

Auf dem Weg zur weltweiten Überwindung des kapitalistischen Unrechts, ist die Wiedergeburt des sozialistischen Vaterlandes und die Befreiung Westdeutschlands eine unumgehbare Etappe.

Quelle: http://dierostigelaterne.wordpress.com/about/

Der Bericht kann nicht umhin zu erwähnen das es im neokapitalistischen Rumänien noch viele Menschen gibt die nostalgisch sind nach der Epoche Ceaușescu, dessen Sozialismus und Vorzüge.

Ein unvermeidlicher Hieb geht auch nach den Staatssicherheitsorgane der SR Rumänien, die „über 7000 Informanten verfügt habe auf eine Bevölkerung von 22 Million“, was ja in Wirklichkeit nur ein Beweis ist der damalige Einheit von Volk, Staat und Parteiführung ist.

Quelle: http://dierostigelaterne.wordpress.com/2010/07/24/ehepaar-ceau%c8%99escu-exhumiert/

Ich finde es Klasse wie sich Egon Krenz verhält. Die Hetze des Reporters in Panorama ist erbärmlich. Die Mauer wurde gebaut weil der Westen hoch qualifizierte Arbeitskräfte entzogen hat, welche im Osten ausgebildet wurden.

Bei J E D E M Vergleich schneidet die DDR viel besser ab.

Ach ich würd auch lieber wieder in der DDR leben…1989 war ich sechzehn Jahre, also in der zehnten Klasse. Ich selbst kann also über viele Dinge nicht reden, weil ich sie einfach nicht erleben durfte. Jedoch kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich eine wunderbare Kinderzeit und Jugend geniesen konnte, ohne dass sich meine Eltern Sorgen um Essen, Klamotten für meine Schwester und mich oder Geld für Schulbücher oder Pausenmilch machen mussten.Wir hatten kein Telefon, dafür schrieben wir mit Mädchen, die wir im Ferienlager kennenlernten und Oma schickte zu Feiertagen ein Päckchen mit Geschenken und Süßigkeiten.

Ich hatte das grosse Glück 40 Jahre meines Lebens in der DDR zu verbringen.

Quelle: http://www.woschod.de/2009/02/01/interview-mit-egon-krenz/

Ob eines Tages Plätze und Straßen nach Mitgliedern der RAF benannt werden, ist auch nach einer siegreichen proletarischen Revolution in Deutschland offen. Die progressive Seite der RAF war ihr 28 Jahre währender jakobinistischer Krieg gegen mittelalterliches Gerümpel in Deutschland. Sie hat in der Linie gestanden: „Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren“ (1.), ein geflügelter Halbsatz, der auf einen Text von Ulrike Meinhof zurückgeht.

Quelle: http://leninunserallerlehrer.wordpress.com/2010/07/01/1444/

Ist das groß angelegte Satire? Was ist mit diesen Leuten los?

(Via „Demokratisch — Links”.)

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Prof. Sinns unsinnige Theorie vom „Klimaparadoxon”

Vorige Woche talkte man bei Maybrit Illner über Strategien aus dem Klimawandel. Dabei auch der Dauertalkgast Professor Sinn. Er bewarb sein Buch, in dem er die These vertritt, Deutschlands Ausstieg aus Kohle und Öl bringe global gesehen nichts.

Seine Argumente:

  • Wenn Deutschland oder gar die EU keine Kohle und kein Öl mehr kaufen, dann sinken deren Preise. Dies erhöhe die Nachfrage und beschleunige den Verbrauch und somit den Ausstoß von CO2.
  • Wenn Deutschland aussteige, dann werde kein Gramm Kohle weniger verbraucht, denn alles, was unter der Erde sei, werde irgendwann auch gefördert, verkauft und verfeuert. Und deshalb bewirke die deutsche Strategie der erneuerbaren Energien überhaupt nichts.

Diese beiden Argumente findet die FDP so toll, dass sie sie in ihrem Blog „Zettelsraum” wiederholt.

Doch Sinns Argumentation ist nicht fundiert. Es überrascht, wie oberflächlich ein Professor, der bisweilen in Oberlehrermanier auftritt, sich hier eine Theorie zurecht bastelt, diese aber nicht zu Ende denkt.

Meine Gegenargumente:

  • Wenn die Nachfrage nach Kohle, Gas und Öl durch den Ausstieg Deutschlands sinkt, dann mögen zunächst die Preise fallen. Doch wenn die Preise fallen, dann wird auch die Förderung reduziert. Das kennen wir von der OPEC. Es könnte dennoch sein, dass die Preise im Ergebnis (leicht) fallen. Dies mag auch eine verstärkte Nachfrage bewirken. Nimmt man die von Sinn unterstellten Zusammenhänge von Nachfrage und Preis ernst, dann steigen auch die Preise wieder und bremsen den Verbrauch. Das ganze pendelt sich „schlimmstenfalls” wieder dort ein, wo es vorher gewesen ist. Mithin ist dann hier nichts verloren. Dies ist die pessimistische Abschätzung. Die optimistische ist, dass mit der Nachfrage auch die Förderung runter gefahren wird. Und eine Verlangsamung der CO2 Erzeugung ist das Ziel jeder Klimastrategie.
  • Der entscheidende Effekt, der den Klimawandel voran treibt ist nicht, dass jedes Gramm Kohle irgendwann so oder so verbrannt wird. Das entscheidende ist, wie schnell wir die Vorräte verbrennen. Richtig ist, dass es schon immer einen Kreislauf zwischen CO2 und O2-Erzeugung gegeben hat und dass die Anteile in der Atmospähre schwanken. Neu ist aber die Geschwindigkeit, mit der wir CO2 erzeugen. Und darauf geht Sinn überhaupt nicht ein, er ignoriert das einfach.

Trotzdem verlange er, Sinn, von der Politik, dass sie den „Nachweis” führe, dass die „Subventionen” für die regenerativen Energien dazu führten, dass Mengen von Kohle, Öl oder Gas am Ende in der Erde verbleiben. Nur dann sei etwas gewonnen. Doch daraum geht es gar nicht. Sinn hat die Dynamik der Sache nicht verstanden.

Der einzige ernstzunehmende Gast in der Runde war meiner Meinung nach Umweltminister Röttgen. Er ließ sich von Sinn auch nicht kirre machen und betonte, dass aus politischer Sicht immer irgendjemand einen Anfang machen müsse, wenn man Veränderungen bewirken will.

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Duisburgs OB Sauerland erinnert an Althaus

Der Duisburger OB Sauerland (CDU) erinnert mich allmählich an die Affäre Dieter Althaus (ebenfalls CDU).

Er ist in Sachen Loveparade gestern der bewussten Unwahrheit überführt worden, als Medien seine PK-Aussage, er habe von Warnungen und Risiken vorher nichts gewusst neben seine Unterschrift auf einem Sitzungsprotokoll gelegt haben.

Nun klebt der Mann weiter im Amt und ignoriert, wie unwürdig sein Auftritt allmählich ist. Er agiert respektlos gegenüber Opfern und ihren Angehörigen. Er sucht Verständnis für sein „juristisch richtiges” Handeln und heuchelt, die Sache mit aufklären zu wollen. Als stünde er über der Sache, anstatt Teil von ihr zu sein. Immerhin leuchtet ihm inzwischen ein, dass sein störrisches Festhalten an seinem Amt, die Opfer provoziert — weswegen er der Trauerfeier am kommenden Wochenende fern bleiben will.

Aus bürokratischen Gründen verweigert er nun die größte Geste der Anteilnahme, die ihm möglich gewesen wäre. Dieser Mann hat menschlich versagt. Nicht vor der Katastrophe, sondern danach.

Er ist eine Last für diejenigen geworden, auf deren Schultern er steht und deren Loyalität und Solidarität er normalerweise beanspruchen konnte.

So wie Dieter Althaus damals, der ernsthaft glaubte, uns sei seine Tat weniger wichtig, als die Frage, wie er persönlich damit fertig würde.  Das ist anmaßend und respektlos gegenüber den Opfern.

Dennoch erwarte  und hoffe ich, dass ihm seine am nächsten stehenden Berater heute den Rücktritt nahe legen werden und er auf diese hört.

Es sind übrigens immer die selbsternannten „Bürgerlichen”, denen man das kleine Einmaleins von Sitte und Anstand beibiegen muss.

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Dokumentation: „Brief an den Innenminister Dr. Ingo Wolf von Thomas Mahlberg MdB”


Aus Gründen der akuten Löschungsgefahr dokumentiere ich hier den „Brief an den Innenminister Dr. Ingo Wolf von Thomas Mahlberg MdB”, veröffentlicht beim CDU-Kreisverband Duisburg:

Sehr geehrter Herr Dr. Wolf, aus Sorge um das Ansehen meiner Heimatstadt Duisburg wende ich mich heute mit diesem Schreiben an Sie. Der Duisburger Polizeipräsident Rolf Cebin zählt auf Grund seines Lebensalters und seiner Dienstjahre zu den erfahrenen Kräften der Polizei in Nordrhein-Westfalen, seine Handlungsweisen insbesondere der jüngsten Vergangenheit sprechen aber leider eine ganz andere Sprache. Bis zu den sogenannten Mafia-Morden in Duisburg vertrat der Polizeipräsident stets die Auffassung, in Duisburg gäbe es keine nennenswerte organisierte Kriminalität. Eine fatale Fehleinschätzung die durch das Geschehen vor dem Restaurant ?Da Bruno? mehr als transparent wurde. Vor wenigen Wochen lies der gleiche Polizeipräsident bei einer Anti-Israel-Demon– stration in Duisburg Israelische Flaggen entfernen und trat unser Demokratieverständnis mit Füssen. Während sich Menschen in aller Welt über das Vorgehen zu Recht empörten, versuchte Herr Cebin seine Entscheidung in einer ersten Stellungnahme gar noch zu verteidigen. Am vergangenen Wochenende lies die Duisburger Polizei nunmehr erklären, eklatante Sicherheitsmängel stünden einer Durchführung der Love Parade in Duisburg im Jahre 2010 entgegen. Während der Veranstalter der Love Parade noch nicht einmal eine Strecke angemeldet hat und die Gespräche zwischen Stadt und Veran– stalter geführt werden, sagt Herr Cebin ab, wenn man die Presseberichterstattung richtig interpretiert, die Love Parade für Duisburg ab. Eine Negativberichterstattung in der gesamten Republik ist die Folge. Ich frage Sie, Herr Dr. Wolf, was treibt den Duisburger Polizeipräsidenten zu einer derartigen Handlung ? Warum spricht er nicht mit den Verantwortlichen der Stadt Duisburg sondern fügt der Stadt Duisburg einen weiteren Imageschaden zu ? Bereits nach dem Fahneneklat hatten viele Menschen drastische Sanktionen aus dem Innenministerium erwartet. Sie sind bisher ausgeblieben. Der neuerliche Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen. Im Interesse der in Duisburg lebenden Menschen, im Interesse der Polizei. Mit freundlichen Grüßen, Thomas Mahlberg MdB

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Wenn Haustiere Liberale wären …


Quelle: Joey deVilla

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Patrick Kurth nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau

Der Generalsekretär der FDP Thüringen, Patrick Kurth, nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Er schreibt:

So hatte deren Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel jüngst einen wirklich phänomenalen Beitrag, als er seine „Zuneigung“ zur Volksabstimmung Kund tat. Er sei dafür. Interessant, dass ihm und seiner Partei dieses Thema erst dann Freude bereitet, wenn sie sich in der Opposition befinden. Nie (in Buschstaben N i e) wäre ihm ein solches Anliegen als Mitglied einer Regierungsfraktion in den Sinn gekommen. Die SPD hat zwischen 1998 und 2009 hinlänglich bewiesen, was sie davon hält.

Der Gesetzentwurf von SPD/Grünen aus dem Jahr 2002 mit dem Titel „Entwurf eines Gesetzes zur Einführung von Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid in das Grundgesetz” entspringt vermutlich meiner Fantasie …

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Was ist fair?

Guter Clip. Hinterfragt werden kann allerdings, warum die SPD nach dem vagen Begriff „fair” fragt — oder sind „fair” und „gerecht” deckungsgleich?

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Nach der Wahl ist vor der Wahl

Ich stelle heute meine Wahlkreisprognose vor für den Fall, dass am Sonntag Bundestagswahl wäre. Ich bitte um viele kritische Kommentare und Verbesserungsvorschläge bezüglich meiner Vorgehensweise.

Meine Vorgehensweise war wie folgt:

Mein erster Gedanke war, dass die allermeisten Wahlkreise, die gegenüber 2009 den Erststimmensieger ändern könnten, von der SPD angegriffen werden würden. Daher habe ich eine Tabelle angefertigt und alle Bundestagswahlkreise nach dem SPD-Vorsprung gegenüber der zweitplatzierten bzw. dem Rückstand gegenüber der siegreichen Partei geordnet. Der SPD-freundlichste Wahlkreis (Gelsenkirchen) steht oben, der SPD-feindlichste (Kulmbach) steht unten.

Anschließend habe ich versucht einen „Swing“ zwischen SPD und Union bzw. zwischen SPD und Linken zu errechnen. Als Swing definiere ich (wissend, dass bei Wahlen in Großbritannien der Swing anders berechnet wird) schlicht den Unterschied bei dem Prozentabstand zwischen 2009 und meiner Fantasiewahl. Bei einem Swing von 12 % würde ein Wahlkreis, der 2009 mit 5% an die CDU ging, mit 7 % an die SPD gehen.

Den Swing zur Union errechne ich wie folgt (Anregungen und Kritik sehr herzlich willkommen): Ich nehme mir den Durchschnitt der Bundestagswahlumfragen zur Hand (in der derzeitigen Rechnung Union 32, SPD 30, FDP 5, Linke 10, Grüne 17). Ich vermute, dass die SPD, wenn sie bei den Zweitstimmen 7 % zulegt, dies auch bei den Erststimmen tut. Analoges gilt für die Union. Das ergäbe einen Swing von 8,8 %.

Jetzt wird es knifflig; ich versuche nämlich abzuschätzen, wie sich Splitting auf die Wahl auswirkt. Der Effekt ist von Wahlkreis zu Wahlkreis unterschiedlich. Zu bedenken ist ferner, dass nicht alle kleinen Parteien überall einen Wahlkreiskandidaten aufgestellt haben.

Allgemein ist zu beobachten, dass FDP-Wähler häufiger splitten als grüne oder linke. Nachdem ich viele Wahlkreisergebnisse beobachtet habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass wohl der Unionskandidat einen Erststimmenvorteil von geschätzten zwei Fünfteln des Stimmenanteils der FDP hatte. Vielleicht ist das zu niedrig. Ich dachte mir aber auch, dass einige „Splitter“ vielleicht mit ihrer Erststimme auch die SPD gewählt haben könnten (persönliche Faktoren etc.). Ergebnis: Zwei Fünftel des Zweitstimmenverlustes der FDP kommen dem SPD-Swing zugute.

Bei den Grünen splitten weniger, wobei unklar ist, inwieweit ein Stimmensplitting zugunsten der SPD 2009 dadurch verschleiert wurde, dass die grünen Erstkandidaten von Piraten gewählt wurden (die Píraten hatten nur ganz wenige Erstkandidaten). Außerdem splitten wohl einige Grüne mittlerweile zugunsten der CDU. Der Splittingeffekt ist von Wahlkreis zu Wahlkreis stark unterschiedlich. So haben 2009 auch grüne Wähler in einigen sehr umkämpften Wahlkreisen sehr wenig gesplittet (Beispiel Mannheim). Ich gehe als davon aus, dass jedes % plus für die Grünen der SPD einen Erststimmenvorteil von 0,2 % einbringt.

Ich glaube nicht, dass es bei linken Zweitwählern nennenswerte Splittingeffekte gibt, vor Allem, weil die Linke ja in erster Linie als Anti-SPD gegründet wurde. Wenn alle anderer Meinung sind, könnte ich das Rechenmodell verändern.

Das zusammen ergibt einen Swing von der SPD zur Union von 13,9 %. Ich bin mir recht sicher (durch Umfragen belegt), dass die Erholung der SPD im Osten stärker ist als im Westen und gehe daher (auch wenn das nur geraten ist) im Westen von einem Swing von 12,9 % und im Osten von 16,9 % SPD-Union aus.

Der Swing SPD-Linke ist noch problematischer. Schließlich findet dieser Kampf nur im Osten statt, der häufig überraschende Ergebnisse bringt. Aufstieg und Fall von Zweitstimmen von SPD und Linken berücksichtige ich 1:1 und ich gehe, wie vorhin, davon aus, dass jedes grüne Prozent mehr der SPD 0,2 % Vorteil bei den Erststimmen bringt. Dadurch komme ich auf 9,96 % Swing. Wegen des Osteffektes rechne ich 2 % obendrauf und komme auf ca. 12 %.

Dann färbe ich die Wahlkreise in meiner Tabelle neu ein. Zum guten Schluss überlege ich, welche Wahlkreise umkämpft sind, ohne dass die SPD mitspielt und wo Drei-Wege-Rennen zu erwarten sind. Hier versuche ich eher, den Sieger zu erraten (anhand des Swings)….

Zweikämpfe ohne SPD:

  • Stuttgart I (CDU verliert gegen Grüne)
  • Dessau (CDU vor Linke)

Dreikämpfe SPD-CDU-Linke:

  • Neubrandenburg (Linke vor SPD und CDU)
  • Kyffhäuserkreis (Linke vor SPD und CDU)
  • Burgenland (Linke vor SPD und CDU)
  • Chemnitz (SPD vor CDU und Linke)
  • Leipzig I (SPD vor CDU und Linke)
  • Wismar (SPD vor Linken und CDU)
  • Sonneberg (Linke vor SPD und CDU)

Dreikampf SPD-CDU-Grüne:

  • Berlin-Tempelhof (Grüne vor SPD und CDU; aber nur, wenn Renate Künast die Kandidatin der Grünen ist; sonst geht der Wahlkreis an die SPD)
  • Freiburg, wenn Gernot Erler abtritt. Wer weiß, was dann passiert….

Insgesamt gibt mein kleines Spielchen der SPD 156 Wahlkreise, der Union 128, den Linken 12, den Grünen 3. Verblüffend sind viele Einzelergebnisse schon: Die SPD würde in Bayern sechs Wahlkreise holen (1998: 7), in Baden-Württemberg sechs, in Schleswig-Holstein 10 von 11. Im Osten hingegen würde die SPD außerhalb von Brandenburg nur sehr sporadisch dazugewinnen (trotz meines „Ost-Effektes“). Für Christian: Weder in Rhein-Neckar noch in Bruchsal-Schwetzingen sind wir in der Nähe des Direktmandates. Noch.

Selbst wenn das Ergebnis genau den Umfragen entspräche und meine Annahmen in der Gesamtbetrachtung realistisch wären, würden nicht alle Wahlkreise genau so wählen. Von Wahlkreis zu Wahlkreis spielen andere Faktoren eine Rolle. Aber ich denke, die Größenordnung ist realistisch. Auch election.de sieht die SPD mit den meisten Wahlkreisen, auch wenn ich im Einzelfall zu anderen Ergebnissen komme.

Drei große Probleme (neben den oben genannten):

  1. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wären…. Am Sonntag ist keine Bundestagswahl. Was in drei Jahren passiert, ist sehr weit weg.
  2. Ich habe keinerlei verlässliche Daten, was in unterschiedlichen Bundesländern los ist.
  3. Der Zensus 2011: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden Wahlkreise (wohl im Osten) verschwinden, andere entstehen, wenn man genauer weiß, wo eigentlich wie viele Menschen wohnen. Dann ist meine Prognose eh Makulatur.

Ich werde Vorschläge einbauen und die Prognose alle paar Monate aktualisieren. Aber rumspielen kann man mit meinen Daten ohnehin zur Genüge.

Ich habe das nur zum Spaß gemacht. Bitte keine persönliche Kritik.

Nachtrag: Natürlich ist die Prognose von heute, nicht vom 21.6.

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Schäm Dich, „Tagesspiegel”!

Der „Tagesspiegel” ist sich nicht zu schade, diesen Müll von Malte Lehming zu veröffentlichen:

Das alles also ließe sich zu dem Kramer-Interview sagen. Ganz zuletzt indes drängt sich eine andere Frage auf: Was ist bloß aus der guten alten Antisemitismuskeule geworden? Einst war sie härter als jeder Dickschädel, auf den sie traf, heute wirkt sie schlapp und schlaff, abgenutzt durch inflationären Gebrauch. Denn was für fast alle stimmt, stimmt für fast keinen mehr. Deshalb wird der Antisemitismusvorwurf oft nur noch als Teil der jüdischen Folklore wahrgenommen, ein bisschen wie Klezmer-Musik. Der Papst warnt vor Kondom und Pille, die FDP vor „anstrengungslosem Wohlstand”, ein Marxist vor dem Privatbesitz an Produktionsmitteln, und die Juden warnen halt vor dem stets zunehmenden Antisemitismus. Ohne viel Gefühl für Relevanz und Proportionen ziehen sie in symbolische Schlachten, auto-immunisiert gegen die Realität. Frei nach Asterix lautet das Resümee: Die spinnen, die Juden, jedenfalls einige, jedenfalls manchmal.

Hätte Lehming sich auch nur einen Hauch von Anstand bewahrt, wären seine Finger beim Tippen dieser Zeilen verkümmert. „Denn was für fast alle stimmt, stimmt für fast keinen mehr.” Respekt, Lehming, eine rhetorisch-analytische Glanzleistung! Die Mehrheit hat immer Recht, Wahrheit durch Mehrheit — der reinste Wahnsinn. Und klar, „die Juden spinnen”. Wussten wir guten Deutschen ja schon immer!

Lehming! FES-Studie „Vom Rand zur Mitte” lesen, schämen und Fresse halten!

Im Übrigen hat die „Titanic” alles gesagt, was zu sagen ist:

Haha, so ist er halt, der Jude, nicht wahr? Wittert, nur weil ein paar seiner Glaubensbrüder irgendwann mal durch ein paar deutsche Einzeltäter zu Tode gekommen sind und weil deren überlebende Nachkommen heute entweder gleich ganz von der Landkarte getilgt werden sollen (Teheran) bzw. nur unter Polizeischutz ihre Bagel essen können (Berlin), überall Diskriminierung. Obwohl er doch selbst schuld daran ist!

Dass an dieser Stelle die Satire-Zeitung „Titanic” die Moral verteidigen muss, zeigt übrigens, wie tief der „Tagesspiegel” gesunken ist.

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Die Bayern-FDP muss sich von der CSU distanzieren

Die CSU beweist es immer und immer wieder aufs Neue: sie verachtet die FDP. Sie will es nicht dulden, dass sie die Regierungsmacht teilen muss. Sie kann es nicht ertragen, dass FDP-Minister die Ministersessel übernommen haben. Dass jahrzehntelange unangefochtene alleinige CSU-Herrschaft durch eine „Klientelpartei” beendet wurde. Ich will hier nicht die diversen Gemeinheiten und Unverschämtheiten der CSU Richtung FDP aufzählen, das würde für ein kleines Buch reichen.

Nein, ich will einfach nur auf den neuen Höhepunkt verweisen, der wirklich jegliche politische Kultur vermissen lässt und so ähnlich auch schon von Zensursula Richtung SPD formuliert wurde:

Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig”, sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende laut dpa. Die Missbrauchstaten Jugendlicher zeigten Verrohungstendenzen, die „auch deshalb geschehen, weil man heutzutage im Netz problemlos alle erdenklichen Formen von Gewalt und Pornografie ansehen kann”, sagte Merk.

Wenn Seehofer diese Frau nicht schnellstens entlässt und die Bayern-FDP auch nur einen Rest von Ehre im Leib hat, dann muss sie die Koalition mit der CSU umgehend verlassen. Es besteht eine parlamentarische Mehrheit jenseits der CSU im bayerischen Landtag: SPD, FDP, Freie Wähler und Grüne müssten sich in einer Koalition der Vernunft, einer Koalition der „Mehr Demokratie” auf Augenhöhe zusammenschließen. Das wäre anstrengend und würde vielleicht scheitern; aber mit der Großtat, die jahrzehntelange CSU-Herrschaft beendet zu haben, gingen alle Beteiligten in die Geschichte ein. Als einzige große Maßnahme wäre die Sichtbarmachung des CSU-Filzes zu erwarten — aber das würde ja schon völlig ausreichen.

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Jamaika-Koalitionsausschuss beschließt künftigen Verfassungstext zu Volksbegehren im Saarland


(via)

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